Der Ludwig-Erhard-Initiativkreis Fürth e. V. lobt seit 2003 jährlich den Fürther Ludwig-Erhard-Preis aus, um Forschungstätigkeiten zu fördern, in denen verstärkt die Faktoren Innovation, Praxisnähe, Realisierbarkeit, wirtschaftlicher Nutzen und die Auswirkungen auf die Menschen in unserer Gesellschaft berücksichtigt sind.

Der Preis Die Ergebnisse von wissenschaftlichen Forschungstätigkeiten sind dann preiswürdig, wenn sie Inhalte berücksichtigen, aus denen hervorgeht, wie innovativ die Forschungsarbeiten sind. Zum anderen soll der Praxisnähe und der Realisierbarkeit der Arbeitsergebnisse Rechnung getragen werden. Besondere Beachtung in den einzureichenden Arbeiten wird dem wirtschaftlichen Nutzen und den möglichen Auswirkungen auf die Gesellschaft geschenkt. Dem "Fürther Ludwig-Erhard-Preis" liegt damit der Gedanke zugrunde, praxisrelevante Arbeiten auszuzeichnen, die einen gesamtwirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Bezug erkennen lassen. Dabei geht es besonders um die Weiterführung der Grundgedanken der Sozialen Marktwirtschaft im Sinne von Ludwig Erhard.

Mit dem Preis wird vom Ludwig-Erhard-Initiativkreis Fürth e. V. an den berühmten Sohn der Stadt Fürth und späteren Bundeswirtschaftsminister und Bundeskanzler Ludwig Erhard erinnert. Vorsitzende des Ludwig-Erhard-Initiativkreises Fürth e. V. ist die Fernsehjournalistin und Filmproduzentin Evi Kurz. Eine Jury nominiert die drei besten Arbeiten.

Mit dem Fürther Ludwig-Erhard-Preis, einer Auszeichnung für Promotionsarbeiten, wird seit 2003 eine wissenschaftliche Arbeit auf hohem Niveau ausgezeichnet (magna cum laude oder summa cum laude). Seit dem Jahr 2007 ist der Fürther Ludwig Erhard Preis gleichzeitig der offizielle Wissenschaftspreis für Ökonomie in der Metropolregion Nürnberg.

Der Preis ist mit 5.000 € dotiert (Stand 2023). Die beiden weiteren Nominierten erhalten eine Anerkennung in Höhe von je 1.000 €.

Festredner (Auswahl)

2007: Angela Merkel, Bundeskanzlerin 2008: Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter a. D. 2009: Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie 2010: Guido Westerwelle, Bundesminister des Auswärtigen 2011: Gerhard Schröder, Bundeskanzler a. D. 2012: Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident 2013: Friedrich Merz, ehem. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion 2014: Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie 2015: Otmar Issing, ehemaliges Direktoriumsmitglied der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank 2016: Wolfgang Schäuble, MdB, Bundesminister der Finanzen 2017: Joachim Gauck, Bundespräsident a. D. 2018: Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident 2019: Harold James, Princeton University, USA 2021: Lars Feld, Leiter Eucken Institut, ehemaliger Vorsitzender des Rats der Wirtschaftsweisen 2022: Veronika Grimm, Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen 2023: Otmar Issing, ehemaliger Chefvolkswirt der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank 2024: Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts 2025: Dorothee Bär, MdB, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Preisträger 2003: Jürgen Wunderlich, für Kostensimulation – Simulationsbasierte Wirtschaftlichkeitsregelung komplexer Produktionssysteme 2004: Roland Deinzer, für Konvergenzwirkungen einer europäischen Arbeitslosenversicherung in der Europäischen Union 2005: Michael Niederalt, für Zur ökonomischen Analyse betrieblicher Lehrstellenangebote in der Bundesrepublik Deutschland 2006: Holger Kächelein, für Kapitalsteuererwerb auf lokaler Ebene: Regional mobile Arbeit und deren Auswirkungen auf die Entscheidung der lokalen Gebietskörperschaften, sowie Karsten Paul, für The negative mental health effect of unemployment: Meta-analyses of cross-sectional and longitudinal data 2007: Holger Patzelt, für Biotechnologische Unternehmensgründungen in Deutschland 2008: Sabine Vogel, für Die Soziale Marktwirtschaft als Leitbild für die Wirtschaftspolitik – am Beispiel der Arbeitsmarktpolitik der Regierung Schröder 2009: Tanja Rabl, für Private corruption and its actors – Insights into the subjective decision making processes 2010: Robert Münscher, für Vertrauensentwicklung im interkulturellen Management 2011: Stephan Walther, für Industrialisierung von Transportnetzwerken 2012: Angelika Sawczyn, für Unternehmerische Nachhaltigkeit und wertorientierte Unternehmensführung 2013: Andreas Schmid, für seine Analyse des deutschen Krankenhausmarktes 2014: Tamara Hagmaier-Göttle, für Berufungserleben: der Idealfall einer gelungenen Berufstätigkeit? Konzeptualisierung, Messung und Konsequenzen 2015: Vera Antonia Büchner, für eine Arbeit zur Effizienz- und Profitabilitätssteigerungen von Krankenhäusern in Verbänden 2016: Stefan Hähnel, für eine Arbeit zur Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009 2017: Franziska Engelhard, für ihre Doktorarbeit über Interkulturelles Management 2018: Florian Exler, für seine Doktorarbeit über Haushaltsverschuldung und Privatinsolvenz 2019: Daniel Blaseg, für seine Doktorarbeit über Crowdfunding 2021: Désirée I. Christofzik, für ihre Doktorarbeit Fiskalpolitische Reaktionen auf institutionelle Innovationen 2022: Lisa Just, für ihre Doktorarbeit Essays on Electricity Market Design and the Regulation of Distribution Networks 2023: Benjamin Arold, für seine Doktorarbeit über den Einfluss von Lehrplänen auf Bildungs- und Lebenswege 2024: Julia Fischer, für ihre Doktorarbeit Die Schuldenbremse und ihre Umsetzungsqualität in den Ländern – eine juristisch-ökonomische Analyse 2025: Stefan Weik, für seine Doktorarbeit Aufsätze zu Finance und Entrepreneurship in einer globalen Venture-Capital-Landschaft

Weblinks Ludwig-Erhard-Initiativkreis Fürth e. V.

Einzelnachweise

Kategorie:Ludwig Erhard als Namensgeber Kategorie:Wissenschaftspreis (Deutschland) Kategorie:Wirtschaftswissenschaftlicher Preis Kategorie:Bildung und Forschung in Fürth Kategorie:Auszeichnung (Bayern) Kategorie:Erstverleihung 2003