mini|Christiane Leuchtmann (2008) mini|Christiane Leuchtmann und ihr Mann Hans-Peter Korff, 2008 Christiane Leuchtmann (* 16. März 1960 in München) ist eine deutsche Theater- und Fernsehschauspielerin, Hörspiel- und Hörbuchsprecherin.

Biografie Christiane Leuchtmann wurde 1960 in München als Tochter des Musikwissenschaftlers Horst Leuchtmann und der Klavierlehrerin Brita Angela von Wentzel geboren. Frühzeitig erhielt sie Klavier- und Ballettunterricht. Sie besuchte die Rudolf-Steiner-Schule München-Schwabing.

Während ihres Schauspielstudiums an der Otto-Falckenberg-Schule in München (1979–1982) spielte sie an den Münchner Kammerspielen und am Theater der Jugend. In dieser Zeit wirkte sie auch in Fernsehserien wie Die Knapp-Familie und Die Wiesingers mit. Auf Anfrage von Boy Gobert ging sie nach ihrer Abschlussprüfung 1982 an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin und spielte dort bis 1994 große Rollen der Klassik und der Moderne. 1990 verlieh Walter Jens ihr den Preis für Darstellende Kunst der Akademie der Künste (Berlin).

Sie spielte am Theater am Turm, an den Hamburger Kammerspielen, am Eurostudio der Komödie im Bayerischen Hof, am St. Pauli Theater, Ernst-Deutsch-Theater und an vielen anderen deutschen Theatern und arbeitete mit Regisseuren wie Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Augusto Fernandes, Elke Lang, Jérôme Savary. Sie ist in zahlreichen Hörspielen und Hörbüchern als Sprecherin tätig. Zu ihren weiteren Aktivitäten zählen zahlreiche Lesungen, auch gemeinsam mit ihrem Mann, und Gesangsabende. Außerdem schrieb sie als Drehbuchautorin Sketche für die RTL-Serie RTL Samstag Nacht.

Leuchtmann ist seit 2009 als Dozentin tätig und unterrichtet Schauspiel an der Schule für Schauspiel Hamburg. Seit 2023 ist sie als Regisseurin am Kleinen Theater Bargteheide tätig. Von 1992 bis zu seinem Tod im März 2025 war sie mit dem Schauspieler Hans Peter Korff verheiratet und hat mit ihm einen Sohn.

Theaterrollen (Auswahl) 1980: Puppe in Riesen vom Berge von Luigi Pirandello, Regie: Ernst Wendt, Münchner Kammerspiele 1983: Alma in Pioniere in Ingolstadt von Marieluise Fleißer, Regie: Konrad Sabrautzky, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1983: Lucie in Stella von Johann Wolfgang von Goethe, Regie: Ernst Wendt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1983: Lusa in Kinder der Sonne von Maxim Gorkij, Regie: Harald Clemen, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1984: Babette Gistel in Die Laube der Seligen von Max Herrmann-Neiße, Regie: Klaus Völker, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1984: Rosina in Trilogie einer schönen Ferienzeit von Carlo Goldoni, Regie: Nicolas Brieger, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1984: Hilde in Die Frau am Meer von Henrik Ibsen, Regie: Thomas Schulte-Michels, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1985: Crevette in Die Dame vom Maxim von Georges Feydeau, Regie: Hans Hollmann, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1985: Recha in Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Bernard Sobel, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1985: Smeraldina in Diener zweier Herren von Carlo Goldoni, Regie: Franz Marijnen, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1986: Fanny in Vom Teufel geholt von Knut Hamsun, Regie: Fred Berndt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1986: Agnes in Die Geschäfte des Baron Laborde von Hermann Broch, Regie: Fred Berndt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1987: Ottilie in Präsident Abendwind von Elfriede Jelinek, Regie: Werner Gerber, Literaturhaus Berlin 1987: Das Mädchen in Sobald fünf Jahre vergehen (Garcia Lorca), Regie: Stephan Kimmig, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1987: Rosemary in Jedem seine eigene Wildnis von Doris Lessing, Regie: Fred Berndt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1987: Gräfin Guiccardi in Beethovens Zehnte (von und mit Peter Ustinov), Regie: Kurt Hübner, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1988: Die Braut in Das große Welttheater (Calderon), Regie: Augusto Fernandes, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1988: Foible in Der Lauf der Welt von William Congreve, Regie: Fred Berndt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1988: Linda in Einer für Alles von Alan Ayckbourn, Regie: Rosemarie Fendel, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1989: Donna Aspasia in La Guerra von Carlo Goldoni, Regie: Hans Grazer, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1989: Mme Constance Bonacieux in D’Artagnan und die drei Musketiere von Alexandre Dumas, Regie: Jérôme Savary, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1990: Abigail in Hexenjagd von Arthur Miller, Regie: Franz Marinjen. Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1990: Schiller in Der Panzer wird zum Flügelkleid von Friedrich Schiller, Regie: Alfred Kirchner, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1990: Die Schönheit in Faust (J. v. G.), Regie: Alfred Kirchner, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1991: Elisabeth E. in Davon geht die Welt nicht unter von Ulrich Waller, Regie: Elke Lang, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1991: Liebende in Immer von Dir, immer von mir (nach R. Barthes), Regie: Elke Lang, Theater am Turm (abgekürzt TAT) Frankfurt 1991: Karoline in Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth, Regie: Elke Lang und Lore Stephanek, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1992: Das Flittchen Böhmen am Meer (Volker Braun), Regie: Thomas Langhoff, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1993: Liesl Karlstadt in Der Weltuntergang nach Karl Valentin, Regie: Benno Iffland, Staatliche Schauspielbühnen Berlin 1995: Carol in Oleanna (D. Mamet), Regie: Fred Berndt, Eurostudio Landgraf 2004: Jartschi in Brand im Souterrain, Frau Blaha in Krieg im Dritten Stock von Pavel Kohout, Regie: Walther Tillemans, Hamburger Kammerspiele 2005: Pegasus von und mit Christiane Leuchtmann, Hans Peter Korff, Komödie im Bayerischen Hof, München 2009: Heino Jaeger Abend, St. Pauli Theater, Hamburg 2011/12: Belinda Blair in Der nackte Wahnsinn von Michael Frayn, Regie Fred Berndt, Ernst Deutsch Theater 2013: alle weiblichen Rollen in Loriot & Co von Loriot, alle weiblichen Rollen; Regie: Christiane Leuchtmann, Staatstheater Cottbus 2014: Loriots Dramatische Werke von Loriot, Komödie im Bayerischen Hof, München. Regie: Hardy Hoosman 2018: alle weiblichen Rollen in Loriot – Ach Was von Loriot, Brandenburger Theater, Brandenburg. 2019: alle weiblichen Rollen in der Lesung Zähne einer Ehe, u. a. Theater Vorpommern, König Albert Theater Bad Elster. 2020: Lore in Alte Liebe von Elke Heidenreich, Regie: Christiane Leuchtmann, Theater Duisburg

Filmografie 1981: Die Knapp-Familie (3 Folgen), Regie: Stephan Meyer, WDR 1982: Einmal die Woche, Regie: Horst Flick, ZDF. 1982: Die Wiesingers (5 Folgen), Regie: Bernd Fischerauer, ARD 1983: Flohmarkt – Nostalgisch ist in, ZDF 1984: Boy Gobert: Kopfüber, Regie: Stefan Lukschy 1988: Stocker und Stein 1989: Destination Berlin, Regie: Stefan Lukschy 1991: Briefe der Leidenschaft, Henry Miller und Anaïs Nin, BR 1994: Ihre Exzellenz, die Botschafterin, Regie: Peter Deutsch, ZDF 1994: Drei Mann im Bett, Regie: Klaus Wirbitzky, WDR 1994: Angel Delight, Regie: Andrew Hood, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin. 1996: Im Namen des Gesetzes 1997: Alphateam – Die Lebensretter im OP 1998: Happy Birthday, Regie: Eberhard Pieper, ARD. 1998: St. Angela, Regie: Norbert Skrovanek, ARD 1999: Ein starkes Team – Braunauge 1999: Alphateam – Die Lebensretter im OP 2000: Herzschlag, das Ärzteteam Nord, Regie: Sebastian Monk, ZDF 2005–2006: Adelheid und ihre Mörder (5 Folgen), Regie: Stephan Meyer, ARD 2009: Man glaubt es nicht, WDR 2011: Tierärztin Dr. Mertens, ARD (2 Folgen) 2012: Halloween, Starbar, Kurzfilm 2016: Das Ende der Langeweile, Film 2020: Das große Nikolausspecial – Auf der Suche nach den verlorenen Kindern, Regie: Ansgar Ahlers, Film 2023: Schwarze Früchte (3 Folgen), Regie: Elisa Smith-Leverock und David Uzochukwu, ARD

Hörspiele (Auswahl) Ein Pflichtmandat, Paul Hengge – Regie: Robert Matejka (Hörspiel – RIAS Berlin) Die Mühle auf dem Meeresgrund Christian Hussel – Regie: Rainer Clute (Kinderhörspiel – DLR Berlin) Der Meister und Margarita Michail Bulgakow: – Regie: Petra Meyenburg (Hörspiel (30 Teile) – MDR) Die Kunst des Lokomotivführers Steven Carroll – Regie: Oliver Sturm (Hörspiel – SWR) Ein Schnitt unter die Haut Andrea Brüdern: – Regie: Andrea Getto (Hörspiel – NDR Hamburg) THiLO, Heike Wiechmann: Ponyhofgeschichten & Reitstallgeschichten Das Weihnachtsgeheimnis Die Froschkönigin – Regie: Barbara Plensat Chet Baker: Der lange Sturz – Regie: Hans Gerd Krogmann Im Pappkarton – Regie: Hans Gerd Krogmann Wir ganz allein (Hörspiel des Monats Juli 1994) Cordelia & Coriander – Regie: Hans Gerd Krogmann (SFB) Jernigan (Hörspiel des Monats August 1997) Perito Moreno – Regie: Hans Gerd Krogmann (SFB) Der Chef – Regie: Walter Adler Anna Marx und das Berliner Kartell – Regie: Walter Adler Graumann im Lande Swift – Regie: Hans Gerd Krogmann Liebkind im Vogelnest – Regie: Barbara Plensat

Hörbücher (Auswahl) 1999: Wilhelm Meisters Lehrjahre (Hörbuch des Monats Oktober 1999) 2004: Sherlock Holmes: Der zweite Fleck (Hörbuch des Monats Juli 2004) 2004: Sherlock Holmes: Die einsame Radfahrerin (Hörbuch des Monats Juli 2004) 2014: Die drei ??? – Das versunkene Schiff – Regie: Heikedine Körting 2018: Sherlock Holmes. Folge 10: Das Spiel der roten Dahlie 2018: Sherlock Holmes. Folge 11: Das sanfte Lächeln der Medusa 2016: Hanni und Nanni. Folge 52: Castingfieber mit Hanni und Nanni – Regie: Heikedine Körting 2018: Die drei ??? 197 – Im Auge des Sturms. Regie: Heikedine Körting 2018: Hanni und Nanni. Folge 59: Bittere Lehre für Hanni und Nanni – Regie: Heikedine Körting 2018: TKKG. 206: Achtung, UFO – Kult. Regie: Heikedine Körting 2019: TKKG. 210: Raubzug im Kasino – Regie: Heikedine Körting 2020: Trullas Geister. Teil 3: Der verkaufte Sohn – Regie: Carsten Hermann, hm audio 2020: Schatten aus der Dunkelheit. Teil 5: Blutrausch – Regie: Carsten Hermann, hm audio 2020: Das Erbe Draculas. Teil 1: Das Schloss des Raben – Regie: Carsten Hermann, hm audio 2020: Tatort Drittes Reich. Der Frauenmörder von Rummelsburg – Regie: Carsten Hermann, hm audio 2020: Honigsüß & Mausetot. Teil 2: Gegen den Strom – Regie: Carsten Hermann, hm audio 2020: Honigsüß & Mausetot. Teil 1: Hallig 11 – Regie: Carsten Hermann, hm audio 2020: Kaffeesatz, Tarot & Tod. Teil 1: Die rosarote Quante – Regie: Carsten Hermann, hm audio 2020: Kaffeesatz, Tarot & Tod. Teil 2: Das Wecken der Medusa – Regie: Carsten Hermann, hm audio 2022: Detektive Constable Watson. Teil 1–10 – Regie: Carsten Hermann, hm audio

Auszeichnungen 1990 wurde Leuchtmann von Walter Jens der Preis für Darstellende Kunst der Akademie der Künste (Berlin) verliehen. Jurymitglieder waren Cornelia Froboess, Bernhard Minetti und Dieter Dorn.

Weblinks

Offizielle Website von Christiane Leuchtmann und Hans Peter Korff Leuchtmann/Korff Szenische Lesungen bei Facebook LKLesungen auf YouTube

Einzelnachweise

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