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Dieser Artikel gibt die Bevölkerungsentwicklung von Eberswalde tabellarisch wieder.

Am 31. Dezember 2025 betrug die amtliche Einwohnerzahl von Eberswalde nach Fortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg 41.867 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Bevölkerungsentwicklung von Eberswalde Im Dreißigjährigen Krieg verlor Eberswalde fast seine gesamte Bevölkerung. Die Einwohnerzahl sank von 1200 im Jahre 1618 bis auf 168 im Jahre 1643; sie erreichte erst 1722 wieder den Vorkriegsstand. Im 18. Jahrhundert wuchs die Einwohnerzahl von Eberswalde nur langsam. Erst mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte ein stärkeres Bevölkerungswachstum ein. Lebten 1800 knapp 3000 Personen in Eberswalde, waren es 1898 schon 20.000. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf knapp 41.000.

Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt 78 Prozent ihrer Bevölkerung. Die Einwohnerzahl sank bis Ende April 1945 auf 9000, stieg dann nach Ende des Krieges durch die Rückkehr der vor den sowjetischen Truppen geflohenen Eberswalder sehr schnell und betrug schon am 2. Mai 1945 wieder 17.500 und Ende Juni 1945 rund 21.000.Transodra: Zur Aufnahme und Integration der Vertriebenen in Eberswalde 1945 – 1948

Am 20. März 1970 schlossen sich die Städte Eberswalde (33.400 Einwohner 1969) und Finow (11.767 Einwohner 1969) zur Stadt Eberswalde-Finow mit rund 45.000 Einwohnern zusammen. Im Jahre 1988 hatte die Stadt mit 54.822 die höchste Einwohnerzahl ihrer Geschichte erreicht. 1993 erfolgte die Umbenennung der Stadt in Eberswalde. Bis 1994 waren in Eberswalde bis zu 25.000 sowjetische Soldaten stationiert, die genaue Anzahl ist unbekannt.

1990 waren bei der Stadtverwaltung 435 Ausländer (0,83 Prozent) gemeldet. Diese Zahl sank bis Ende 1991, bedingt durch die vorzeitige Kündigung der Arbeitsverträge durch die Betriebe und Abwanderung, auf 299 (0,58 Prozent). Bis 2000 wuchs die Ausländerzahl wieder auf 550 Personen (1,23 Prozent). In den letzten Jahren stieg der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich und lag 2008 bei 1,9 Prozent (780 Personen). Seit der Wende in der DDR verlor die Stadt durch Abwanderung und Geburtenrückgang, bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit, 25,3 Prozent ihrer Einwohner (13.878 Personen). Am 31. Dezember 2010 lebten noch 40.944 Menschen in der Stadt. Bis zum Jahre 2020 sollte sich die Bevölkerungszahl zwischen 35.000 und 40.000 Einwohnern stabilisieren.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1800 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der Stadtverwaltung (bis 1944), der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik (1945 bis 1989) und des Statistischen Landesamtes (ab 1990). Die Angaben beziehen sich ab 1840 auf die „Zollabrechnungsbevölkerung“, ab 1871 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1840 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Bis 1625 Bis 1625 liegen nur Angaben über die Eberswalder Bürger vor, nicht die gesamte Einwohnerschaft (Einwohner ohne Bürgerrechte). Die Diskrepanz ist erheblich, auf 216 Bürger kamen 1625 1.200 Einwohner. Angaben nach Schmidt (1912), S. 26.Rudolf Schmidt (1912), Eberswalde in Sage und Geschichte, Sitte und Brauch, Eberswalde, Verein für Heimatkunde, Reprint 2019, Niederlausitzer Verlag, Guben Jahr Bürger 1564 2161573200160020916242181625216

Von 1625 bis 1944

(jeweiliger Gebietsstand)

Jahr/Datum Einwohner 1625³ 1.2001635³150 1643³ 1681645³2401650³3001682³3301700³670 1722³ 1.205 1730 1.724² / 1.529³1741³1.9571745³1.9841750³2.2481766³2.766 Jahr/Datum Einwohner 1774 2 2.3511784³2.3801787³3.0481797³3.147 1800 2.964² 3.594³ 1816¹ 1817³ 2.881 3.8811824³3.807 1. Dezember 1825 1 3.850 1. Dezember 1831¹³ 4.388 3. Dezember 1840¹³1840 2 4.8444.782 Datum Einwohner 3. Dezember 1843 1 5.283 3. Dezember 1846 1 5.581 3. Dezember 1849 1 5.631 3. Dezember 1852 1 6.066 3. Dezember 1855 1 6.153 3. Dezember 1858 1 6.441 3. Dezember 1861 1 6.650 3. Dezember 1864 1 7.126 1. Dezember 1871 1 8.323 1. Dezember 1875 1 10.483 1. Dezember 1880 1 11.524 1. Dezember 1885 1, 2 13.241 Datum Einwohner 1. Dezember 1890 1 16.114 2. Dezember 1895 1 18.288 1. Dezember 1900 1 21.654 1. Dezember 1905 1 23.833 1. Dezember 1910 1 26.075 1. Dezember 1916 1 25.439 5. Dezember 1917 1 24.315 8. Oktober 1919 1 26.786 16. Juni 1925 1, 2 29.510 16. Juni 1933 1 31.369 17. Mai 1939 11939 2 40.61540.838 Anmerkungen: 1 Volkszählungsergebnis 2 gemäß Frauke Gränitz, Luise Grundmann, Rolf Schmidt: Um Eberswalde, Chorin und den Werbellinsee, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2002; Seite 339

³ Rudolf Schmidt (1912), Eberswalde in Sage und Geschichte, Sitte und Brauch, Eberswalde, Verein für Heimatkunde, S. 26. Neu verlegt Niederlausitzer Verlag, Guben 2019

Von 1945 bis 1989 In der SBZ bzw. DDR waren in Eberswalde folgende Einheiten der GSSD stationiert:Список всех войсковых соединений ГСВГ (Liste aller militärischen Einheiten der GSSD) 20. Gardearmee (Hauptquartier) 899. Luftlandebataillon 255. Reparaturbataillon 307. Reparaturbataillon 423. Funkbataillon 247. Schützenbataillon 81. Garde-Mot. Schützenregiment 787. Jagdfliegerregiment 41. Hubschrauberstaffel 117. Rückwärtige Brigade 793. Militärkrankenhaus Allein zum Stab der 20. Gardearmee gehörten 10.000 Armeeangehörige und 5.000 Zivilbeschäftigte Begleitheft zur Sonderausstellung im Rahmen des Kulturlandes Brandenburg 2003 EUROPA, Seite 38, die nicht in der Bevölkerungsstatistik erfasst wurden. Insgesamt waren im Raum Eberswalde ca. 30.000 Soldaten der Sowjetarmee stationiertZWA Eberswalde: Die Kläranlage Eberswalde. Inklusive Zivilbeschäftigten und Kindern zählte Eberswalde etwa so viele Sowjetbürger wie Deutsche, die Bevölkerungszahl von etwa 100.000 wurde jedoch nie offiziell kommuniziert.

(jeweiliger Gebietsstand) Datum Einwohner 30. April 1945 9.000 2. Mai 1945 17.500 30. Juni 1945 21.000 1. Dezember 1945 1 27.377 29. Oktober 1946 1, 2 30.186 31. August 1950 1 30.895 31. Dezember 1955 32.330 31. Dezember 1956 32.174 31. Dezember 1957 32.008 31. Dezember 1958 32.037 31. Dezember 1959 31.969 31. Dezember 1960 32.012 31. Dezember 1961 32.114 31. Dezember 1962 32.552 Datum Einwohner 31. Dezember 1963 32.906 31. Dezember 1964 11964 ² 33.07833.092 31. Dezember 1965 33.680 31. Dezember 1966 33.836 31. Dezember 1967 33.701 31. Dezember 1968 33.719 31. Dezember 1969 33.400 31. Dezember 1970 1 46.299 31. Dezember 1971 46.356 31. Dezember 1972 1 46.573 31. Dezember 1973 47.037 31. Dezember 1974 47.141 31. Dezember 1975 47.241 31. Dezember 1976 47.970 Datum Einwohner 31. Dezember 1977 49.606 31. Dezember 1978 50.994 31. Dezember 1979 52.192 31. Dezember 1980 53.240 31. Dezember 1981 1 53.183 31. Dezember 1982 53.381 31. Dezember 1983 53.473 31. Dezember 1984 53.773 31. Dezember 1985 54.239 31. Dezember 1986 54.566 31. Dezember 1987 54.536 31. Dezember 1988 54.822 31. Dezember 1989 2 54.332 Anmerkungen: 1 Volkszählungsergebnis 2 gemäß Frauke Gränitz, Luise Grundmann, Rolf Schmidt: Um Eberswalde, Chorin und den Werbellinsee, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2002; Seite 339

Quelle: Staatliche Zentralverwaltung für Statistik

Ab 1990 Datum Einwohner 3. Oktober 1990 52.983 31. Dezember 1991 51.513 31. Dezember 1992 50.997 31. Dezember 1993 50.730 31. Dezember 1994 49.940 31. Dezember 1995 49.212 31. Dezember 1996 48.411 31. Dezember 1997 47.366 31. Dezember 1998 46.250 31. Dezember 1999 45.484 Datum Einwohner 31. Dezember 2000 44.623 31. Dezember 2001 43.669 31. Dezember 2002 42.901 31. Dezember 2003 42.446 31. Dezember 2004 42.144 31. Dezember 2005 41.831 31. Dezember 2006 41.787 31. Dezember 2007 41.396 31. Dezember 2008 41.331 31. Dezember 2009 41.175 Datum Einwohner 31. Dezember 2010 40.944 31. Dezember 2011 39.126 31. Dezember 2012 38.965 31. Dezember 2013 38.844 31. Dezember 2014 38.897 31. Dezember 2015 39.303 31. Dezember 2016 40.019 31. Dezember 2017 40.223 31. Dezember 2018 40.387 31. Dezember 2019 40.699 Datum Einwohner 31. Dezember 2020 40.965 31. Dezember 2021 41.103 31. Dezember 2022 40.916 31. Dezember 2023 41.180 31. Dezember 2024 41.481 31. Dezember 2025 41.867

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel (PDF) S. 14–17Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022Bevölkerungsfortschreibung auf Basis Zensus 2022

Bevölkerungsentwicklung von Finow

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Finow (bis 1928 Heegermühle) nach dem jeweiligen Gebietsstand. Jahr/Datum Einwohner 1734 93 1800 187 1. Dezember 1840 1 419 1. Dezember 1885 1 1.903 1. Dezember 1910 1 5.859 16. Juni 1933 1 7.896 Datum Einwohner 17. Mai 1939 1 10.481 29. Oktober 1946 1 9.616 31. August 1950 1 9.526 31. Dezember 1964 1 9.977 31. Dezember 1965 10.135 31. Dezember 1969 11.767 Anmerkung: 1 Volkszählungsergebnis

Geburten- und Wanderungssaldo

Geburtenbilanz und Wanderungssaldo nach dem jeweiligen Gebietsstand.

Jahr Geborene Gestorbene Geburten-saldo Zuzüge Fortzüge Wanderungs-saldo Bevölkerungs-saldo 1991 402 620 −218 954 1809 −855 −1073 1992 301 602 −301 1080 1295 −215 −516 1993 266 586 −320 1034 1601 −567 −887 1994 263 648 −385 1183 1588 −405 −790 1995 258 564 −306 1344 1766 −422 −728 1996 318 524 −206 1307 1902 −595 −801 1997 301 511 −210 1502 2337 −835 −1045 1998 336 532 −196 1521 2441 −920 −1116 1999 325 448 −123 1614 2257 −643 −766 2000 308 466 −158 1553 2256 −703 −861 2001 289 455 −166 1638 2426 –788 −954 2002 337 468 −131 1632 2269 –637 −768 2003 307 530 −223 1818 2050 –232 −455 2004 288 471 −183 1937 2056 –119 −302 2005 355 474 –119 1700 1910 –210 −329 2006 348 451 –103 1757 1864 –107 −210 2007 343 499 –156 1645 1886 –241 –397 2008 368 470 –102 1960 1923 37 –65 2009 337 490 -153 2012 2017 -5 -156 2010 319 493 -174 2016 2072 -56 -231 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Stadt- und Ortsteile

Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Hauptwohnsitze).Stadt Eberswalde: Stadt Eberswalde. Statistischer Jahresbericht 2008

Nr. Name 2001 2005 20081 Stadtmitte 12.318 12.252 12.5672 Ostend 3.329 3.237 3.1543 Nordende 2.775 2.689 2.7244 Westend 5.310 5.068 4.8925 Finow 8.650 8.468 8.4676 Finowtal (BBV)1 9.307 7.988 7.1397 Clara-Zetkin-Siedlung 993 1.050 1.0088 Sommerfelde 435 449 4189 Tornow 341 331 31910 Spechthausen2 160 Eberswalde 43.458 41.532 40.848 1 BBV = Brandenburgisches Viertel 2 Eingemeindung am 1. Januar 2006

Quelle: Stadt Eberswalde

Literatur Aufzeichnungen der Maria-Magdalenen-Gemeinde 1618–1800 Karl Friedrich Wilhelm Dieterici (Hrsg.): Mitteilungen des Statistischen Bureaus in Berlin, 1848–1861 Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 1880–1918 Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 1919–1941/42 Deutscher Städtetag (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch deutscher Gemeinden, 1890 ff. Staatliche Zentralverwaltung für Statistik (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik, 1955–1989 Bertelsmann-Stiftung (Hrsg.): Wer, wo, wie viele? – Bevölkerung in Deutschland 2025. Praxiswissen für Kommunen. Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2009, ISBN 978-3-86793-042-0

Weblinks Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Online-Tabellen Bertelsmann-Stiftung: Wegweiser Kommune

Einzelnachweise

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