Als Östliche Hocheifel wird der 648 km² (= Östliche Hocheifel) des Bundesamtes für Naturschutz große Ostteil des Mittelgebirges Eifel in Rheinland-Pfalz (Deutschland) bezeichnet, in dem sich insbesondere dessen mit Abstand höchste Erhebung, die Hohe Acht (), befindet. Der Naturraum richtet sich um den Ost- und Zentralteil des vage in Einzelberge aufgelösten Hauptkammes der Osteifel aus. Naturräumlich stellt sie eine sogenannte Haupteinheit dar und trägt die Kennziffer 271. Zusammen mit der Westlichen Hocheifel, Kennziffer 281, bilden sie umgangssprachlich die Hocheifel.

Zum Namen Der Hauptkamm der Osteifel stellt, neben Schneifel, Hohem Venn, Monschau-Hellenthaler Waldhochfläche und dem deutlich westlich dieser Landschaften und ganz in Belgien liegenden Höhenzug zwischen der Amel im Norden und der Ourthe Orientale im Süden, nur einen von mehreren Höhenschwerpunkten von Eifel und Ardennen dar, die alle knapp Höhe erreichen – eine Höhe, die die Östliche Hocheifel nur an der Hohen Acht übersteigt. Der etwas von der Östlichen Hocheifel entfernte Naturpark Hohes Venn-Eifel benutzt den Begriff Hocheifel auch im Sinne der Westlichen Hocheifel (mit Schneifel).Mit meint der Naturpark die Westliche Hocheifel. Die Bezeichnungen Westliche und Östliche sind insofern irreführend, als beide Landschaften durch die Kalkeifel deutlich voneinander getrennt sind und nicht etwa den West- und den Ostflügel einer zusammenhängenden Landschaft beschreiben.

Geographie Lage Die Östliche Hocheifel liegt zwischen Adenau im Nordwesten, Schalkenbach im äußersten Nordosten, Mayen im Osten, Kaisersesch im Südosten, Ulmen im Süden, Daun im Südwesten und Dockweiler im Westen. Im Inneren liegen insbesondere Kelberg, die Nürburg sowie Südschleife und in etwa die südöstliche Hälfte der Nordschleife des Nürburgringes.

Nach Süden geht die Landschaft in die Moseleifel (Haupteinheit 270) über, nach Westen in die Kalkeifel (276), nach Norden in die Ahreifel (272) und nach Osten in das Untere Mittelrheingebiet (292) mit den Laacher Vulkanen sowie das Mittelrheinische Becken (291) mit dem Maifeld.

Das Nachbargebiet im Südwesten, bestehend aus dem Norden der Moseleifel und dem Südosten der Kalkeifel, ist besser bekannt unter dem Namen Vulkaneifel. Hier lag die höchste vulkanische Aktivität der Eifel im Quartär, während die verstreuten Kuppen der Östlichen Hocheifel älterem, tertiärem Vulkanismus entstammen. An der Nahtstelle der drei Haupteinheiten ist die Vulkaneifel in West-Ost-Richtung schmal, und unmittelbar südwestlich wird der Hauptkamm durch den Naturraum Prümscheid als Teil der Kyllburger Waldeifel (277) fortgesetzt.

Naturräumliche Gliederung Die Östliche Hocheifel wurde im Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands in den Jahren bis 1960 als naturräumliche Haupteinheit 271 definiert und ist damit Teil der Haupteinheitengruppe 27 Osteifel. 1974 wurde sie auf dem verfeinernden Blatt Cochem weiter untergliedert:

(zu 27 Osteifel) 271 Östliche Hocheifel 271.0 Olbrücker Eifelrand 271.1 Kempenicher Tuffhochfläche 271.2/3 Zentrale Östliche Hocheifel 271.2 Hohe Acht/Nitz-Nette-Bergland 271.20 Hohe-Acht-Bergland 271.21 Nitz-Nette-Wald 271.3 Elzbachhöhen 271.4 Südwestsaum der östlichen Hocheifel 271.40 Trierbach-Lieser-Quellbergland 271.41 Üßbachbergland 271.42 Müllenbacher Riedelland 271.43 Mittleres Üßbachtal

Als Östliche Hocheifel im engeren Sinne können die Einheiten 271.0 bis 271.41 angesehen werden – die Einheiten 271.42 und 271.43 werden landläufig eher der benachbarten Moseleifel (Haupteinheit 270) zugerechnet. Die variskische Hauptstörung, die geologisch die Hohe Eifel von der Moseleifel trennt, verläuft, an der Vulkaneifel im Südwesten beginnend, von Wollmerath über östlich Auderaths bis zum Höchstberg, wo sie ihre Richtung von Nordnordost nach Nordost ändert, bis sie bei Mayen ausläuft. Die letzten basaltischen Kuppen finden sich knapp südöstlich dieser Linie und markieren eine geomorphologische Höhenschwelle.

Hauptkamm Die höchsten Berge der Östlichen Hocheifel reihen sich entlang einer Kammlinie auf, die sich auch jenseits der Vulkaneifel in der Prümscheid fortsetzt. Diese Kammlinie folgt, wie die meisten Kammlinien im Rheinischen Schiefergebirge, etwa Hunsrück, Taunushauptkamm und die Ebbe-Homert-Schwelle im Sauerland, der variskischen Südwest-Nordost-Richtung. Innerhalb der Eifel existieren weiter nordwestlich noch weitere Kämme in dieser Ausrichtung: der Schneifel-Rücken der Grenzwald-Rücken, dessen deutscher Nordostteil auch Zitterwald genannt wird das Hohe Venn mini|Der Ort Kelberg

Der Hauptkamm der Osteifel verläuft indes weder hochflächenartig (Hohes Venn, Hunsrück als Gesamtkamm) noch gratartig (Einzelkämme des Hunsrück) bzw. zwischen diesen Extremen (Schneifel). Vielmehr liegen die höchsten Erhebungen nur je in etwa entlang der Kammlinie, die auch immer wieder durch leichte Einschnitte unterbrochen wird. Einziger tieferer Einschnitt ist das Tal des Trierbachs bei Kelberg. Nordöstlich dieses Tals liegt die (Östliche) Hocheifel im engeren Sinne an der Wasserscheide zwischen Ahr und Nette. Der über die Haupteinheit hinausragende Südwestteil stellt demgegenüber in der Hauptsache die Wasserscheide zwischen den Mosel-Nebenflüssen Lieser (Osten) und Kyll (Westen) dar.

Von Südwest (Tal der Kyll zwischen Mürlenbach (N) und Densborn (S)) nach Nordost (Königsfelder Eifekrand bei Schalkenbach) liegen entlang des Hauptkammes auf oder nahe der Kammlinie folgende Berge nebst Höhe über NHN (übergeordnet der Naturraum; Abweichungen nach Südost oder Nordwest sind deklariert): Prümscheid (zur Kyllburger Waldeifel) (SO) Salmwaldforst (619,3 m) Rödelkaul (592,3 m) (SO) Prümscheid (674,7 m) (NW) Dietzenley (617,6 m) (SO) Nerother Kopf (651,7 m), Dauner Maargebiet (Vulkaneifel) Scharteberg (691,4 m) mini|Ernstberg Vulkaneifel (im Nordwesten Dockweiler Vulkaneifel, Kalkeifel; im Südosten Dauner Maargebiet, Moseleifel) Ernstberg (699,8 m) (SO) Asseberg (601,5 m) (Waldkönigen, am die beiden Vulkaneifeln trennenden Pützborner Bach) Östliche Hocheifel Trierbach-Lieser-Quellbergland Dreiser Höhe (610,8 m) Schillberg (615,2 m) (NW) Barsberg (599,6 m) (SO) namenlose Kuppe im Suhrbüsch zwischen Kelberg und Boxberg (ca. 614 m) (Trierbachtal zwischen Kelberg (SO) und Müllenbach (NW)) (deutlich nach SO versetzt) Hochkelberg (674,9 m) mini|Raßberg Hohe-Acht-Bergland Rote Heck (639,9 m) (NW) Burgberg der Nürburg (676,5 m) (SO) Reuterberg (652,1 m) Hohe Acht (746,9 m) (SO) Raßberg (664,9 m) Schellkopf (652,7 m) Schöneberg (670,2 m) Kempenicher Tuffhochfläche Bockshahn (643,7 m) (NW) Düsselberg (607,0 m), Südliches Ahrbergland (Ahreifel) Olbrücker Eifelrand Perlerkopf (579,1 m)

Berge mini|Hohe Acht Zu den Bergen der Hocheifel (Hohe Eifel) gehören – sortiert nach Höhe in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN; wenn nicht anders genannt, laut ) und unter Angabe des jeweiligen Naturraumes:

Hohe Acht (746,9 m) – 271.20 Hohe-Acht-Bergland Burgberg der Nürburg (676,5 m) – 271.20 Hohe-Acht-Bergland mini|Hochkelberg Hochkelberg (674,9 m) – 271.40 Trierbach-Lieser-Quellbergland Schöneberg (670,2 m) – 271.20 Hohe-Acht-Bergland Raßberg (664,9 m) – 271.20 Hohe-Acht-Bergland Schellkopf (652,7 m) – 271.20 Hohe-Acht-Bergland Reuterberg (652,1 m) – 271.20 Hohe-Acht-Bergland Bockshahn (643,7 m) – 271.1 Kempenicher Tuffhochfläche Rote Heck (639,9 m) – 271.20 Hohe-Acht-Bergland Höchstberg (616,4 m) – 271.3 Elzbachhöhen Schillberg (615,2 m) – 271.40 Trierbach-Lieser-Quellbergland namenlose Kuppe im Suhrbüsch zwischen Kelberg und Boxberg (ca. 614 m) – 271.40 Trierbach-Lieser-Quellbergland Dreiser Höhe (610,8 m) – 271.40 Trierbach-Lieser-Quellbergland Barsberg (599,6 m) – 271.40 Trierbach-Lieser-Quellbergland Perlerkopf (579,1 m) – 271.0 Olbrücker Eifelrand Hocheichen (588,7 m) – 271.20 Hohe-Acht-Bergland mini|Hochsimmer Hochsimmer (587,9 m) – 271.21 Nitz-Nette-Wald Gänsehals (575,3 m) – 271.1 Kempenicher Tuffhochfläche Gallberg (569,8 m) – 271.3 Elzbachhöhen Steineberger Ley (557,8 m) – 271.41 Üßbachbergland

Für eine Liste mit diesen und weiteren Eifelbergen und -erhebungen siehe die Liste von Bergen und Erhebungen der Eifel.

Klima Trotz Höhenlagen zwischen und befindet sich die Hocheifel im Regenschatten der im Westen vorgelagerten Schneifel. Die Jahresniederschläge liegen zwischen 800 mm und 1000 mm.

Einzelnachweise E. Meynen, J. Schmithüsen et al.: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands – Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960) Heinz Fischer, Richard Graafen: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 136/137 Cochem. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1974. → Online-Karte (PDF; 5,6 MB) Kartendienstlink Hohe Acht (746,9 m) Kartendienstlink Ernstberg (699,8 m) Kartendienstlink Scharteberg (691,4 m) Kartendienstlink Burgberg/Nürburg (676,5 m) – Nordrand des Hohe-Acht-Berglandes Kartendienstlink Hochkelberg (674,9 m) – Südostrand des Trierbach-Lieser-Quellberglandes, an der Nahtstelle zu Üßbachbergland (SW) und Elzberghöhen (O) Kartendienstlink Prümscheid (674,7 m) Kartendienstlink Schöneberg (670,2 m) Kartendienstlink Raßberg (664,9 m) Kartendienstlink Schellkopf (652,7 m) Kartendienstlink Reuterberg (652,1 m) Kartendienstlink Nerother Kopf (651,7 m) Kartendienstlink Bockshahn (643,7 m) Kartendienstlink Rote Heck (639,9 m) Kartendienstlink Salmwaldforst (619,3 m) – hier dem Salmer Hügelland zugerechnet Kartendienstlink Dietzenley (617,6 m) – hier der Gerolsteiner Kalksenke zugerechnet Kartendienstlink Schillberg (615,2 m) Kartendienstlink Höchstberg (616,4 m) Kartendienstlink namenlose Kuppe im Suhrbüsch (ca. 614 m); unmittelbar nördlich befindet sich eine zweite, fast gleich hohe Kuppe Kartendienstlink Dreiser Höhe (610,8 m) Kartendienstlink Düsselberg (607,0 m) Kartendienstlink Asseberg (601,5 m) Kartendienstlink Barsberg (599,6 m) Kartendienstlink Rödelkaul (592,3 m) Kartendienstlink Hocheichen (588,7 m) Hochsimmer (587,9 m) Kartendienstlink Perlerkopf (579,1 m) Kartendienstlink Gänsehals (575,3 m) Kartendienstlink Gallberg (569,8 m) – hier knapp dem Müllenbacher Riedelland zugerechnet, jedoch eigentlich eine typische Randhöhe der Elzbachhöhen Kartendienstlink Steineberger Ley (557,8 m)

Weblinks

Landschaftssteckbrief Hocheifel (= Östliche Hocheifel) des Bundesamtes für Naturschutz

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