Nikolaus Störtenbecker (* 19. Februar 1940 in Hamburg; † 25. Oktober 2022Martin Schulte: „Er hatte ein schönes Leben.“ In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 26. Oktober 2022 (eingeschränkter Zugriff). Abgerufen am 26. Oktober 2022.) war ein deutscher Maler und als solcher Vertreter des Neuen Realismus.
Leben Störtenbecker studierte von 1960 bis 1965 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 1965 begründete er mit Dieter Asmus, Peter Nagel und Dietmar Ullrich die Gruppe ZEBRA, der er bis zu seinem Austritt 1977 angehörte. Im selben Jahr (1965) ging er mit einem DAAD-Stipendium nach London. Von 1973 bis 1974 hatte er ein Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Nach einer zwischenzeitlichen Tätigkeit als Kunstlehrer an einem Flensburger Gymnasium arbeitete er seit 1977 erfolgreich als freier Maler und Grafiker.
1986 bis 1988 war Störtenbecker Mitglied der Bundesjury zur Auswahl der Villa-Massimo-Stipendiaten. Seit 1989 organisierte er regelmäßig thematische Pleinairs und galt als einer der führenden Köpfe der Norddeutschen Realisten, einer losen Malervereinigung. Von 1996 bis 1998 lieferte er unter anderem Illustrationen für das FAZ-Magazin. Er war Mitglied im Künstlersonderbund in Deutschland, der Künstler vereinigt, die für realistisch-gegenständliche Darstellungen in der Bildenden Kunst der Gegenwart stehen. Seit 2009 war er Lehrbeauftragter an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg im Fachbereich Gestaltung/Malerei. Im März 2019 stiftete er dem Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Schleswig sein graphisches Werk, soweit es sich noch in seinem Besitz befand.Sabine Tholund: Experimente mit Material und Farben, in: Kieler Nachrichten vom 16. März 2019, abgerufen am 22. November 2019
Störtenbecker lebte und arbeitete bis 2022 im schleswig-holsteinischen Dorf Munkbrarup nahe Flensburg.
Auszeichnungen 1971: Förderpreis im Kulturkreis des BDI 1973: Stipendium Villa Massimo
Ausstellungen und Werke in öffentlichem Besitz (Auswahl) Ausstellungen 1972: Museum Folkwang, Essen 1972: Kunsthalle, Bielefeld 1979: Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf 1979: Kunsthaus, Hamburg 2003: Altonaer Museum, Hamburg
Werke in öffentlichem Besitz 146 Radierungen, Lithografien und Farbholzschnitte im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Schleswig Containerfrachter im Hamburger Hafen, Ölbild, Deutsches SchifffahrtsmuseumZwei Maler stifteten dem DSM drei Bilder, in: idw - Informationsdienst Wissenschaft vom 23. September 1999, abgerufen am 22. November 2019 1969: Strandgewächs, Grafik, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Kiel 2002: Fördelandschaft, Farbholzschnitt, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Kiel 2005: Maler im Raps, Grafik, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Kiel 2005: Stockrose, Grafik, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Kiel 2007: Ballon-Wohin, Grafik, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Kiel 2008: Feld mit Wolke, Grafik, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Kiel 2009: Zwei alte Schiffe, Farbholzschnitt, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Kiel Werke in der Schenkung Gisela und Dr. Wolfgang Flügge, Kunstsammlungen Chemnitz Werke in der Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann, Kunstmuseum Albstadt
Literatur
Weblinks
Norddeutsche Realisten (mit Fotos von Nikolaus Störtenbecker) Nikolaus Störtenbecker auf der Homepage des Künstlersonderbunds Nikolaus Störtenbecker auf der Homepage von Munkbrarup
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Grafiker (Deutschland) Kategorie:Hochschullehrer (HAW Hamburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2022 Kategorie:Mann