Die Bahnstrecke Bredstedt–Löwenstedt war eine 13,9 Kilometer lange Strecke in der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Sie existierte nur 14 Jahre lang und verband die Kleinstadt Bredstedt an der Marschbahn mit dem Ort Löwenstedt an der Strecke Flensburg–Husum.
Geschichte
Die Strecke Bredstedt–Löwenstedt wurde am 15. Mai 1928 in Betrieb genommen und am 1. November 1942 bereits wieder stillgelegt. Noch 1942 – während des Zweiten Weltkriegs – wurden die Gleise abgebaut und kriegsbedingt bei Poltawa (Ukraine) weiter verwendet.
Zur Unterhaltung der Dampflokomotiven für diese Strecke wurde in Bredstedt ein dem Bw Husum unterstellter Lokbahnhof mit dem zugehörigen Wasserturm Bredstedt eingerichtet.
Die Strecke diente vor allem der Abfuhr landwirtschaftlicher Güter; es gab aber auch Personenverkehr. Täglich verkehrten drei Personenzugpaare.Kursbuch 1929/30 Die Personenzüge brauchten für die Strecke planmäßig rund 25 Minuten.Kursbuch 1940/41, siehe Abbildung
In Bredstedt, dem Breklumer Ortsteil Riddorf und Drelsdorf erinnern heute die Namen verschiedener Verkehrswege an den ehemaligen Verlauf dieser Bahnstrecke. Im Bereich von Drelsdorf-Norderfeld ist ein kurzes Stück des ehemaligen Bahndamms ein das Landschaftsbild prägender Baukörper. Das ehemalige Empfangsgebäude des Drelsdorfer Bahnhofs ist baulich erhalten und dient Wohnzwecken.
Fahrplan im Winterhalbjahr 1940/41 Fahrplan Winterhalbjahr 1940/41
Literatur
Hans Bock: Die Marschbahn von Altona nach Westerland. Boyens, Heide 1989, ISBN 3-8042-0458-9
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bahnstrecke in Schleswig-Holstein Bahnstrecke BredstedtLowenstedt