Radikal jung – Das Festival junger Regie findet seit 2005 einmal jährlich am Münchner Volkstheater statt. Es hat es sich zur Aufgabe gemacht, Nachwuchsregisseuren ein Forum und eine Bühne zu bieten.

Eine Jury wählt Inszenierungen junger Regisseure der deutschsprachigen und z. T. internationalen Theaterlandschaft aus. Am Ende der Festivalwoche wird ein Publikumspreis in Höhe von 4000 Euro verliehen. Parallel zu den Inszenierungen findet ein Rahmenprogramm bestehend aus Lesungen, Performances sowie Konzerten und Partys statt. Neben den Publikumsgesprächen mit den jeweiligen Regisseure wird u. a. über die Zukunft des Theaters diskutiert.

2026 feierte das Festival die ersten 20 Jahre seines Bestehens.

Teilnehmer 2005 Thalia Theater Hamburg: Port, Regie David Bösch Deutsches Schauspielhaus Hamburg: Don Karlos, Regie Laurent Chétouane Burgtheater Wien: Untertagblues, Regie Friederike Heller Schauspiel Frankfurt: Jack und Jill, Regie Christiane Schneider Schauspiel Frankfurt: Dantons Tod, Regie Philipp Preuss Münchner Volkstheater: Was ihr wollt, Regie Jorinde Dröse Münchner Volkstheater: Fegefeuer in Ingolstadt, Regie Jorinde Dröse Münchner Volkstheater: Nieder Bayern, Regie Florian Fiedler

2006 Schauspiel Frankfurt: Die Leiden des jungen Werther, Regie Florian Fiedler (Gewinner des Publikumspreises) Staatstheater Stuttgart: Früchte des Nichts, Regie Roger Vontobel Schauspielhaus Bochum: Phaidras Liebe, Regie Lisa Nielebock Deutsches Schauspielhaus Hamburg: Lila/Purple, Regie Jens Zimmermann Münchner Volkstheater: Viel Lärm um nichts, Regie Jorinde Dröse Mädchenchor Giessen: Dreckig tanzen, Regie Susanne Zaun Schauspiel Essen: Ein Sommernachtstraum, Regie David Bösch (Gewinner des Publikumspreises) Thalia Theater Hamburg: Antigone, Regie Christine Eder

2007 Deutsches Nationaltheater Weimar: Othello, der Mohr von Venedig, Regie Tilmann Köhler Deutsches Theater Berlin: Waldstein oder der Tod des Walter Gieseking am 6. Juni 2005, Regie Hanna Rudolph (Gewinnerin des Publikumspreises) Schaubühne am Lehniner Platz Berlin: Augenlicht, Regie Ingo Berk Thalia Theater Hamburg: Viel Lärm um nichts, Regie David Bösch Münchner Volkstheater: Frühlings Erwachen, Regie Christine Eder Thalia Theater Hamburg: Finkenwerder Herbstprinzen oder wie die Äpfel fliegen lernten, Regie Frank Abt Deutsches Schauspielhaus Hamburg: Spieltrieb, Regie Roger Vontobel Grillo-Theater Essen: Bluthochzeit, Regie Rafael Sanchez Münchner Kammerspiele: Engel, Regie Felicitas Brucker

2008 Thalia Theater Hamburg: Gerettet, Regie Jette Steckel Theaterhaus Jena: Second life - „So real, wie Du dich fühlst“, Regie Tomas Schweigen Münchner Volkstheater: Schilf, Regie Bettina Bruinier (Gewinnerin des Publikumspreises) Staatstheater Stuttgart: the kids are alright, Regie Seraina Maria Sievi Staatsschauspiel Dresden: Antigone, Regie Yael Ronen schauspielfrankfurt: Robinson Crusoe oder Friday, I´m in Love, Regie Robert Lehniger schauspielfrankfurt: Don Quijote, Regie Simon Solberg Deutsches Theater Berlin: Roberto Zucco, Regie Jakob Fedler Schauspielhaus Graz: Alice, Regie Viktor Bodó

2009 Schauspiel Leipzig: Juli, Regie Mareike Mikat Deutsches Theater Berlin: Caligula, Regie Jette Steckel (Gewinnerin des Publikumspreises) Schaubühne am Lehniner Platz Berlin: Die Räuber, Regie Lars Eidinger Thalia Theater Hamburg: Letztes Territorium, Regie Corinna Sommerhäuser Theaterakademie Hamburg: Ödipus, Regie Felix Rothenhäusler Maxim-Gorki-Theater Berlin: Glaube Liebe Hoffnung, Regie Ronny Jakubaschk Theater Erlangen: Die Reise, Regie Eike Hannemann Münchner Volkstheater: Faust, Regie Simon Solberg

2010 schauspielfrankfurt: Hedda Gabler, Regie Alice Buddeberg Münchner Volkstheater: Romeo und Julia, Regie Simon Solberg Münchner Volkstheater: Eros, Regie Christine Eder Thalia Theater Hamburg: Amerika, Regie Bastian Kraft (Gewinner des Publikumspreises) Thalia Theater Hamburg: Ernst ist das Leben (Bunbury) Regie Anna Bergmann Maxim-Gorki-Theater Berlin: Der Geisterseher, Regie Antú Romero Nunes Schauspiel Leipzig: Im Pelz, Regie Johannes Schmit Schauspielhaus Bochum: Himmelangst, Regie Lilli-Hannah Hoepner

2011 Heimathafen Neukölln (Berlin): ArabQueen, Regie Nicole Oder (Gewinnerin des Publikumspreises) schauspielfrankfurt: Peer Gynt, Regie Antú Romero Nunes Kleines Theater "Duško Radovic" Belgrad: Gott ist ein DJ - Bog je di džej, Regie Miloš Lolić Schauspielhaus Zürich: Stiller, Regie Heike M. Goetz Burgtheater Wien: Dorian Gray, Regie Bastian Kraft Ballhaus Naunynstraße Berlin: Verrücktes Blut, Regie Nurkan Erpulat Münchner Volkstheater: Das fünfte Imperium, Regie Mareike Mikat Gate Theatre London/ATC: Fatherland, Regie Caroline Steinbeis Théâtre national de Belgique Brüssel: Life: Reset, Regie Fabrice Murgia Centraltheater Leipzig: Vatermord, Regie Robert Borgmann

2012 Maxim-Gorki-Theater Berlin: Rocco und seine Brüder, Regie Antú Romero Nunes HOPPart Company Budapest: Korijolánusz, Regie Csaba Polgár International Institute of Political Murder: Hate Radio (UA), Regie Milo Rau Theaterhaus Jena: Faust, Regie Moritz Schönecker Staatsschauspiel Dresden: Tschick (UA), Regie Jan Gehler Het Huis van Bourgondië Maastricht: This is my dad (UA), Regie Ilay den Boer Münchner Volkstheater: Felix Krull, Regie Bastian Kraft (Gewinner des Publikumspreises) schauspielfrankfurt: Der große Gatsby, Regie Christopher Rüping

2013 Schauspielhaus Zürich: Kinder der Sonne, Regie Daniela Löffner Theater Bielefeld: Demut vor deinen Taten Baby (UA), Regie Babett Grube (Gewinnerin des Publikumspreises) Thalia Theater (Hamburg): Die Protokolle von Toulouse (UA), Regie Malte C. Lachmann Stadttheater Klagenfurt: Winterreise, Regie Marco Štorman International Institute of Political Murder: Breiviks Erklärung, Regie Milo Rau O-Team mit dem Theaterhaus Jena: Ich bedanke mich für alles (UA), Regie Samuel Hof Home Made Ensemble Tel Aviv: Shall we dance (UA), Regie Abigail Rubin / Yoav Bartel Münchner Volkstheater: Arabboy, Regie Abdullah Kenan Karaca Schauspiel Köln: Die Glasmenagerie, Regie Sebastian Kreyer Tmuna Theater Tel Aviv: Mein Jerusalem - a performance by Sabine Sauber (UA), Regie Eyal Weiser

2014 freie Produktion: This is the land - the zionist creation rejects' salon (UA), Regie Eyal Weiser all exclusive productions/in-house festival: Life & Strive (UA), Regie und Konzept Anat Eisenberg und Mirko Winkel freie Produktion: The Lottery (UA), Regie und Konzept Saar Székely und Keren Sheffi Maxim-Gorki-Theater Berlin: Schwimmen lernen, Regie Hakan Savaş Mican Schauspielhaus Zürich: Die Radiofamilie, Regie Mélanie Huber Teatru Spălătorie Chișinău: Dear Moldova, can we kiss just a little bit? (UA), Regie Jessica Glause Ballhaus Naunynstraße und Landestheater Niederösterreich sowie Maxim-Gorki-Theater Berlin: Ich rufe meine Brüder, Regie Michael Ronen Unkoordinierte Bewegung: Austrian Psycho (UA) Münchner Volkstheater: Der große Gatsby, Regie Abdullah Kenan Karaca si vous pouviez lécher mon coeur mit Festival d’Avignon u. a.: les particules élémentaires, Regie Julien Gosselin (Gewinner des Publikumspreises) Nationaltheater Mannheim mit Hessischer Theaterakademie: Hurenkinder Schusterjungen (UA), Regie Tarik Goetzke Schauspiel Frankfurt: 2. Sinfonie-Rausch (UA), Regie Ersan Mondtag

2015 Schauspiel Leipzig: Das Tierreich (UA), Regie: Gordon Kämmerer Theater Bremen: Der perfekte Mensch (UA), Regie: Alexander Giesche Monster Truck und Theater Thikwa: Dschingis Khan (UA) Schauspiel Köln: Invasion!, Regie: Pinar Karabulut Ballhaus Naunynstraße: Kings (UA), Regie: Nora Abdel-Maksoud Düsseldorfer Schauspielhaus: La chemise Lacoste (UA), Regie: Alia Luque Schauspiel Frankfurt: Orpheus# (UA), Regie: Ersan Mondtag Staatstheater Darmstadt: Prinz Friedrich von Homburg, Regie: Juliane Kann Gastspiel aus der Ukraine: R + J (UA), Regie: Sashko Brama Monster Truck und Theater Thikwa: Regie (UA), Regie: Sabrina Braemer, Jonny Chambilla, Oliver Rinke Münchner Volkstheater: Und jetzt: Die Welt!, Regie: Jessica Glause (Gewinnerin des Publikumspreises)

2016 Flimmerskotom (UA), Autorenteam und Regie: Gregor Glogowski, Alisa Hecke und Benjamin Hoesch. Diese Produktion zeigt keine Menschen und basiere, so die Kuratoren, auf viel „Dunkelheit und Technik“. Schauspiel Frankfurt: Fräulein Julie, Regie: Daniel Foerster Regie 2 (UA), Regie und Produktion: Monstertruck in Koproduktion mit No Limits Berlin und Sophiensæle. Monstertruck, zum zweiten Mal ausgewählt, ist eine Gruppe aus Berlin, die mit Schauspielern mit Down-Syndrom Stücke erarbeitet. Staatstheater Kassel: Tyrannis (UA), Regisseur und Autor: Ersan Mondtag. Mondtag wurde bereits zum dritten Mal ausgewählt, damit das Publikum Gelegenheit erhalte, die Entwicklung von Regisseuren zu begleiten. Das Stück kommt ohne Sprache aus. Münchner Volkstheater: Katzelmacher (nach dem gleichnamigen Film von Rainer Werner Fassbinder, Regie: Abdullah Kenan Karaca) J.U.D.I.T.H. (UA), Regie und Autorinnenteam: Marja Christians und Isabel Schwenk Caliband Théâtre Rouen: Raging Bull (UA), Regie: Mathieu Létuvé (Gewinner des Publikumspreises), nach der Biografie von Jake LaMotta Teatro Nacional D. Maria II, Lissabon: António e Cléopatra, Regie: Tiago Rodrigues, nach William Shakespeare Nationaltheater Mannheim: die unverheiratete (Deutsche Erstaufführung), Regie: Florian Fischer, von Ewald Palmetshofer Campo Gent, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main, Julius-Hans-Spiegel-Zentrum Theater Freiburg: Schönheitsabend (UA), Regie und Autorenteam: Florentina Holzinger und Vincent Riebeek

2017 Thalia Theater Hamburg: Nathan die Weise, Regie: Leonie Böhm, nach Gotthold Ephraim Lessing Maxim Gorki Theater Berlin: STÖREN, Regie: Suna Gürler, von Suna Gürler und Ensemble Maxim-Gorki-Theater Berlin: The Making-of, Regie: Nora Abdel-Maksoud, von Nora Abdel-Maksoud Thalia Theater Hamburg: Wenn die Rolle singt oder der vollkommene Angler, Regie: Johanna Louise Witt (Gewinnerin des Publikumspreises), von Thomas Niehaus und Paul Schröder Koproduktion studioNAXOS und der Hessischen Theaterakademie: Der 2. Mai, Regie: Jan Philip Stange, von Jan Philip Stange Münchner Volkstheater: Das Schloss, Regie: Nicolas Charaux, von Franz Kafka Staatsschauspiel Dresden: Gott wartet an der Haltestelle, Regie: Pinar Karabulut, von Maya Arad Yasur Cock, Cock... Who's There?, Regie: Samira Elagoz, von Samira Elagoz Nt Gent: Kroniek oder wie man einen Toten im Apartment nebenan für 28 Monate vergisst, Regie: Florian Fischer

2018 Schauspiel Köln: Romeo und Julia, Regie: Pinar Karabulut, von William Shakespeare Münchner Kammerspiele: Mittelreich, Regie: Anta Helena Recke, nach dem Roman von Josef Bierbichler Schauspiel Köln: Alles, was ich nicht erinnere, Regie: Charlotte Sprenger, nach dem Roman von Jonas Hassen Khemiri Thalia Theater Hamburg: Bilder deiner großen Liebe, Regie: Marie Rosa Tietjen, von Wolfgang Herrndorf Maxim-Gorki-Theater Berlin: Skelett eines Elefanten in der Wüste, Regie: Ayham Majid Agha, von Ayham Majid Agha Staatsschauspiel Stuttgart: Fahrenheit 451, Regie: Wilke Weermann, nach dem Roman von Ray Bradbury Not Letting It In, Regie: Jason Danino Holt, von Jason Danino Holt Orchiektomie rechts, Regie: Noam Brusilovsky, von Noam Brusilovsky DON'T WORRY BE YONCÉ XS edition, Regie: Stephanie van Batum, von Stephanie van Batum und Stacyian Jackson Maxim Gorki Theater Berlin Studio Я: Valeska Gert - The Animal Show, Regie: Marina Frenk, von Marina Frenk Deutsches Theater Berlin: Tropfen auf heiße Steine, Regie: Philipp Arnold, von Rainer Werner Fassbinder Münchner Volkstheater: Children of Tomorrow, Regie: Corinne Maier (geteilte Gewinnerin des Publikumspreises), von Tina Müller und Corinne Maier Theater Rabenhof Wien: JA EH! Beisl, Bier und Bachmannpreis, Regie: Christina Tscharyiski (geteilte Gewinnerin des Publikumspreises), von Stefanie Sargnagel

2019