Mit dem Projekt Do 231 V-Jet gewann Dornier Anfang der 1970er-Jahre einen vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium ausgeschriebenen Entwurfswettbewerb für ein zukünftiges ziviles und militärisches V/STOL-Transportflugzeug für 100 Passagiere. Die Anforderungskriterien wurden von einem Sachverständigenausschuss unter Beteiligung der Ministerien für Wirtschaft, Verkehr und Verteidigung sowie von Experten der Luftfahrtforschung, der Lufthansa und der Industrie festgelegt.V/STOL-Airliner Dornier Do 231 V-Jet in Flug Revue Dezember 1969, S. 30 ff. Der von Dornier eingereichte Vorschlag fußte auf den Erfahrungen mit der Dornier Do 31.

Beschreibung Die Do 231 wurde als freitragender Schulterdecker mit gepfeilten Tragflächen und T-Leitwerk ausgelegt. Die Triebwerksanlage sollte aus zwei Zweikreis-Marschtriebwerken in Gondeln an Stielen im Flügelmittelteil und zwölf Hubtriebwerken bestehen. Je vier Hubtriebwerke waren in Gondeln an den Außenflügeln und je zwei weitere im Rumpfbug und Heck vorgesehen.

Die Energiekrise 1973 beendete die weiteren Planungen, da das Flugzeug mit dem hohen Energiebedarf beim Senkrechtstart nicht mehr wirtschaftlich gewesen wäre.

Projekt Daten Kenngröße Daten Länge 36,2 m Spannweite 26 m Höhe 9,55 m Streckung 5,633 Marschtriebwerke 2 × Rolls Royce RB.220 mit je 10.850 kp Schub Hubtriebwerke 12 × Rolls Royce RB.202-25 mit je 5.935 kp Schub Höchstgeschwindigkeit 900 km/h Normale Reichweite 800 km Passagiere 100 Max. sicheres Senkrechtstartgewicht 59.000 kg

Einzelnachweise

Dornier Do 231 Kategorie:Zweistrahliges Flugzeug Kategorie:VTOL-Flugzeug Kategorie:Nicht realisiertes Flugzeugprojekt Kategorie:Kurzstreckenflugzeug Kategorie:Transportflugzeug