In der Liste der Baudenkmale in Niedergörsdorf sind alle Baudenkmale der brandenburgischen Gemeinde Niedergörsdorf und ihrer Ortsteile aufgelistet. Grundlage ist die Veröffentlichung der Landesdenkmalliste mit dem Stand vom 31. Dezember 2021.
Baudenkmale in den Ortsteilen
Altes Lager Das Gebiet Altes Lager liegt nordwestlich von Jüterbog an der Straße von Jüterbog nach Treuenbrietzen. Ab 1870 standen hier ein temporäre Soldatenunterkünfte, 1896 wurde mit Neues Lager Jüterbog II und Teile des Gutes Kappen der Bezirk Schießplatz gebildet. 1937 wurde das Gebiet um das Alte Lager zum großen Truppenübungsplatz des Deutschen Reiches. Die Dörfer Zinna, Mehlsdorf und Felgentreu wurden dem Übungsplatz zugeschlagen. Im Jahre 1945 wurde Altes Lager eine selbständige Gemeinde, ab 1992 kam es zu Niedergörsdorf.Denkmale in Brandenburg, Landkreis Teltow-Fläming, Teil 1: Stadt Jüterbog mit Kloster Zinna und Gemeinde Niedergörsdorf, Marie-Luise Buchinger und Marcus Cante, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2009, ISBN 3-88462-154-8, Seite 235
Blönsdorf Möglicherweise wurde der Ort im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts gegründet.
Bochow Das erste Mal erwähnt wird Bochow indirekt durch einen Johanne de Buchow im Jahre 1225. Über die Entstehung des Ortes ist aber nichts bekannt. 1562 lebten hier 35 Hauswirte. Im Jahre 1842 zerstörten zwei Brände den Ort fast vollständig. die Gebäude des Ortes sind fast alle nach diesen Bränden entstanden.Denkmale in Brandenburg, Landkreis Teltow-Fläming, Teil 1: Stadt Jüterbog mit Kloster Zinna und Gemeinde Niedergörsdorf, Marie-Luise Buchinger und Marcus Cante, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2009, ISBN 3-88462-154-8, Seite 247–248
Dalichow Dalichow befindet sich elf Kilometer südwestlich von Jüterbog. Das erste Mal wird der Ort 1286 erwähnt, da wurde es vom Kloster Zinna erworben. Weiteres ist nicht bekannt. Im Jahre 1998 wurde Dalichow zu Niedergörsdorf eingemeindet, damals hat der Ort 42 Einwohner. Dalichow ist ein kleines Angerdorf, die Dorfstruktur ist weitgehend erhalten geblieben. Mittelpunkt des Dorfes ist die Dorfkirche auf einer kleinen Anhöhe.Denkmale in Brandenburg, Landkreis Teltow-Fläming, Teil 1: Stadt Jüterbog mit Kloster Zinna und Gemeinde Niedergörsdorf, Marie-Luise Buchinger und Marcus Cante, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2009, ISBN 3-88462-154-8, Seite 252
Danna Über die Entstehung des Ortes ist nichts bekannt. In der Umgebung des Ortes wurde 1256 zwei Dörfer erwähnt, diese waren 1528 wieder wüst.Denkmale in Brandenburg, Landkreis Teltow-Fläming, Teil 1: Stadt Jüterbog mit Kloster Zinna und Gemeinde Niedergörsdorf, Marie-Luise Buchinger und Marcus Cante, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2009, ISBN 3-88462-154-8, Seite 254
Dennewitz Das erste Mal wird Dennewitz im Jahre 1174 als Denewiz erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg brannte das Dorf bis auf die Kirche ab. Am 6. September 1813 fand in der Nähe des Ortes die Schlacht bei Dennewitz statt. Hier wurde die Napoleonische Armee unter Marschall Ney von der Nordarmee unter den Generälen Bülow und Tauentzien geschlagen. Berlin wurde so von dem Angriff der französischen Truppen verschont. 1813 wurde das Dorf geplündert und wurde von den Einwohnern vorübergehend verlassen.Denkmale in Brandenburg, Landkreis Teltow-Fläming, Teil 1: Stadt Jüterbog mit Kloster Zinna und Gemeinde Niedergörsdorf, Marie-Luise Buchinger und Marcus Cante, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2009, ISBN 3-88462-154-8, Seite 256–257
Eckmannsdorf Eckmannsdorf wird das erste Mal im Jahre 1354 als „Ekkerstorf“erwähnt.
Gölsdorf
Kaltenborn Das Dorf Kaltenborn wurde das erste Mal im Jahre 1225 erwähnt.
Kurzlipsdorf Kurzlipsdorf wurde das erste Mal im Jahre 1331 erwähnt.
Langenlipsdorf Auf dem Gebiet des Dorfes hat es Funde aus dem 11. und 12. Jahrhundert gegeben. Erwähnt wurde Langenlipsdorf das erste Mal im Jahre 1227. 1577 starben 64 Einwohner an Pest. Im Jahre 1813 wurde der Ort geplündert. 1875 brannten 21 Gehöfte ab.Denkmale in Brandenburg, Landkreis Teltow-Fläming, Teil 1: Stadt Jüterbog mit Kloster Zinna und Gemeinde Niedergörsdorf, Marie-Luise Buchinger und Marcus Cante, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2009, ISBN 3-88462-154-8, Seite 323–327
Lindow Lindow wurde im 12. Jahrhundert gegründet.
Malterhausen
Mellnsdorf
Niedergörsdorf Niedergörsdorf bildet auch das Zentrum der gleichnamigen Gemeinde, die 1998 gegründet wurde. In der Nähe des Ortes befindet sich die gute Nuthequelle. Der Ort besteht aus dem Dorfkern, den östlichen Ortsteil Denkmal, den südlichen Ortsteil Bahnhof und den etwa 2 Kilometer nördlich liegenden Ortsteil Flughafen. Urkundlich erwähnt wurde Niedergörsdorf das erste Mal im Jahre 1225 als „Gerichtdorp“. Um den Ort von Hohengörsdorf wurde ab 1383 der Zusatz „Nieder“ hinzugefügt. In den Befreiungskriegen fand bei Niedergörsdorf die Schlacht bei Dennewitz statt. Die Gegen und Niedergörsdorf wurde teilweise zerstört.
Oehna
Rohrbeck
Schönefeld
Seehausen Seehausen wurde das erste Mal 1385 erwähnt, angelegt wurde der Ort aber danach. Weitere Dörfer befanden sich südlich von Seehausen wie Schönau, Brösen und Schweinsdorf, die alle im 16. Jahrhundert wüst fielen. Im Jahre 1538 wurde auf der Landstraße von Seehausen nach Zahna der Händler Georg Reiche durch Hans Kohlhase überfallen. Es war Vorbild für die Novelle Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort verwüstet, es waren nur drei Bauernhöfe bewohnt. Weitere Kriegsschäden gab es 1813, da brannte das halbe Dorf ab. Brände gab es im Jahre 1754 und drei weitere von 1866 bis 1886. Aus diesem Grund gibt es in Seehausen kein Bestand an alten Häusern.Denkmale in Brandenburg, Landkreis Teltow-Fläming, Teil 1: Stadt Jüterbog mit Kloster Zinna und Gemeinde Niedergörsdorf, Marie-Luise Buchinger und Marcus Cante, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2009, ISBN 3-88462-154-8, Seite 374.
Wergzahna Wergzahna wird das erste Mal urkundlich zwischen 1388 und 1440 erwähnt, der Ort hieß damals „Werkzana“. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wohnten hier 70 Einwohner, sieben Hüfner, zwei Gärtner, drei Häusler und ein Hirt. Im März 2000 lebten hier 112 Einwohner.Denkmale in Brandenburg, Landkreis Teltow-Fläming, Teil 1: Stadt Jüterbog mit Kloster Zinna und Gemeinde Niedergörsdorf, Marie-Luise Buchinger und Marcus Cante, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2009, ISBN 3-88462-154-8, Seite 386
Wölmsdorf
Zellendorf
Ehemalige Baudenkmale
Einzelnachweise Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Begründet vom Tag für Denkmalpflege 1900, Fortgeführt von Ernst Gall, Neubearbeitung besorgt durch die Dehio-Vereinigung und die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum. Brandenburg: bearbeitet von Gerhard Vinken und anderen, durchgesehen von Barbara Rimpel. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4.
Weblinks
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