Die Fußball-Regionalliga West der Frauen ist in Nordrhein-Westfalen die dritthöchste Spielklasse im Frauenfußball. Die Liga untersteht dem Westdeutschen Fußballverband (WDFV).

Geschichte Die Regionalliga West wurde 1985 gegründet und war damals die erste verbandsübergreifende Liga im deutschen Frauenfußball. In den ersten Jahren dominierten die damals zu den deutschen Spitzenvereinen zählenden Clubs wie der TSV Siegen, die SSG 09 Bergisch Gladbach und der KBC Duisburg. Die jeweils bestplatzierte Mannschaft der drei Verbände Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein zogen in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft ein. Zwischen 1986 und 1990 war jedes Mal eine Mannschaft aus der Regionalliga West deutscher Meister. 1988 und 1990 stellte die Regionalliga West auch den deutschen Vizemeister. Die Saison 1989/90 stand ganz im Zeichen der Qualifikation für die neu eingeführte Bundesliga. Vier Plätze waren zu vergeben, die von den drei Eingangs erwähnten Topclubs sowie dem VfB Rheine eingenommen wurden. Rheine schaffte damals als Aufsteiger überraschend den zweiten Platz. Die Dominanz der Westvereine spiegelte sich in der ersten Bundesligasaison wider, in der das Westquartett die Plätze eins, zwei, drei und fünf der Nordgruppe einnahmen. Lediglich der Schmalfelder SV konnte in die Phalanx einbrechen.

Nach der Einführung der Bundesliga war die Regionalliga West nur noch die zweithöchste Spielklasse. Der Regionalligameister (in einigen Jahren auch der Vizemeister) musste sich mit den Meistern der Regionalligen Nord und Nordost in einer Aufstiegsrunde um zwei Aufstiegsplätze messen. Zwischen 1990 und 2004 schaffte acht Mal eine Mannschaft der Regionalliga West den Aufstieg ins Oberhaus. Allerdings scheiterten mehr Vereine in ebendiesen Aufstiegsrunden. 1991 schaffte Grün-Weiß Brauweiler als erste Mannschaft den Aufstieg und erreichte auf Anhieb das Finale. Bis heute sind die Brauweilerinnen der beste Bundesligaaufsteiger aller Zeiten. Die erfolgreichsten Vereine der 1990er Jahre waren die SpVgg Oberaußem-Fortuna mit vier bzw. die SG Wattenscheid 09 mit drei Meisterschaften. Als letzter Regionalligameister stieg die SG Essen-Schönebeck 2004 in die Bundesliga auf.

Im Sommer 2004 wurde die zweigleisige 2. Bundesliga aus der Taufe gehoben. Aus der Regionalliga qualifizierten sich Wattenscheid 09, der FC Gütersloh 2000, die SpVgg Oberaußem-Fortuna und die SG Lütgendortmund. Der TuS Köln rrh. war sportlich qualifiziert, verzichtete jedoch auf die Teilnahme. Ebenso verzichtete die zweite Mannschaft des FCR 2001 Duisburg aufs Nachrücken. Somit ist die Regionalliga West nur noch die dritthöchste Spielklasse.

Modus Die Regionalliga West besteht aus vierzehn (bis zur Saison 2007/08 zwölf) Mannschaften, die im Ligasystem gegeneinander antreten. Ein Sieg wird mit drei, ein Unentschieden mit einem Punkt belohnt. Bis 2017 war die punktbeste Mannschaft Meister und steigt in die 2. Bundesliga auf. Ab 2019 ermitteln die fünf Regionalligameister und ein Regionalligavizemeister in drei gelosten Paarungen mit Hin- und Rückspiel die Aufsteiger in die 2. Bundesliga. Der teilnehmende Regionalligavizemeister wird anhand einer Leistungstabelle der Regionalverbände ermittelt, in die das Abschneiden der Vereine in den letzten drei Spielzeiten in der ersten und zweiten Bundesliga eingeht. Verzichtet der Meister der Aufstiegsspiele auf sein Aufstiegsrecht bzw. wird dem Meister der Aufstieg vom DFB verwehrt, rückt der Verlierer nach. Wird auch dem Verlierer der Aufstieg verwehrt, steigt keine Mannschaft auf. Im Gegensatz zum Männerfußball dürfen auch zweite Mannschaften in die 2. Bundesliga aufsteigen. Bis jetzt ist es, im Gegensatz zu den Regionalligen Nord und Südwest, dazu aber noch nicht gekommen.

Auf der anderen Seite der Tabelle steigen die zwei bis sechs letztplatzierten Mannschaften ab (je nach Zahl Absteiger aus der 2. Bundesliga). Die drei Meister der Verbandsligen Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein steigen entsprechend auf. Zieht ein Verein vor dem Beginn der Saison bzw. während der Saison seine Mannschaft zurück, so wird diese automatisch an das Tabellenende gesetzt und gilt als erster Absteiger.

Aktuelle Teilnehmer

Bisherige Meister

Rekordmeister Rang Verein Titel Saisons 1 20px SpVgg Oberaußem-Fortuna 4 1995, 1999, 2001, 2002 20px TSV Siegen 4 1986, 1987, 1989, 1990 20px 1. FC Köln II 4 2017, 2020, 2022, 2026 4 20px Borussia Mönchengladbach 3 2011, 2015, 2023 20px SG Wattenscheid 09 3 1994, 1996, 1997 6 20px Arminia Bielefeld 2 2016, 2019 20px VfL Bochum 2 2013, 2024 20px FFC Brauweiler Pulheim 2 1991, 2009 20px 1. FFC Recklinghausen 2 2010, 2012 10 20px SSG 09 Bergisch Gladbach 1 1988 20px Borussia Bocholt 1 2018 20px FC Gütersloh 2000 1 2003 20px FCR 2001 Duisburg II 1 2007 20px SG Essen-Schönebeck 1 2004 20px SG Essen-Schönebeck II 1 2008 20px Herforder SV 1 2006 20px Rot-Weiß Hillen 1 1998 20px TuS Köln rrh. 1 2005 20px STV Lövenich 1 1992 FFC Heike Rheine 1 2000 20px FC Rumeln-Kaldenhausen 1 1993 20px VfR Warbeyen 1 2025

Alle Teilnehmer der Regionalliga West Die folgenden Vereine haben bislang in der Regionalliga West gespielt, die fett gedruckten Vereine spielen auch in der Saison 2025/26 in der Regionalliga West.

Verein Zeitraum Bemerkung Alemannia Aachen 2009–2014, 2016–2022, 2023–2025 Meister 2014 SpVg Berghofen 2017–2020, 2021–2023 Rückzug 2023 SSG 09 Bergisch Gladbach 1985–1990, 1994–1996 Meister 1988, ab 1996 TuS Köln rrh. Rot-Weiß Berrendorf 1985–1988 Arminia Bielefeld 2015–2016, 2018–2019, 2021– Meister 2016, 2019 Borussia Bocholt 2011–2020, 2022–2023 Meister 2018, Rückzug 2023 VfL Bochum 2010–2013, 2015–2024 Meister 2013, 2024 VfL Bochum II 2013–2015 SV Bökendorf 2018–2021 Rückzug 2021 Preußen Borghorst 1995–1996, 1997–1998, 1999–2003 FC Bottrop-Batenbrock 1986–1987, 1988–1989 Rhenania Bottrop seit 2026 SV Brackel 06 1986–2000 FFC Brauweiler Pulheim 2008–2009 Meister 2009 FFC Brauweiler Pulheim II 2000–2001 Grün-Weiß Brauweiler 1985–1986, 1987–1991 Meister 1991 Grün-Weiß Brauweiler II 1998–2000 ab 2000 FFC Brauweiler Pulheim II SV Brünen 1997–1998, 2001–2002 SV Budberg 2015–2016, 2018–2022 DJK Eintracht Coesfeld 2007–2010 SV Deutz 05 2025–2026 TuRa Dieringhausen 1999–2000, 2004–2005 DJK Fortuna Dilkrath 1993–1997, 2007–2008, 2010–2011 Rückzug 2011 Borussia Dortmund seit 2025 KBC Duisburg 1985–1990 MSV Duisburg seit 2026 MSV Duisburg II 2013–2017 FCR 2001 Duisburg II 2003–2007, 2012–2013 Düsseldorfer CfR links 2014–2015, 2017–2018 Rheinfranken Düsseldorf 1991–1996 SG Essen-Schönebeck 2000–2004 Meister 2004 SG Essen-Schönebeck II 2006–2011, 2012– Meister 2008, ab 2009 SGS Essen Fortuna Freudenberg seit 2026 Garather SV 1995–1996, 2000–2001, 2004–2006 Concordia Goch 1987–1990, 1992–1993 FC Gütersloh 2000 2001–2004 Meister 2003 FC Gütersloh 2000 II 2006–2009 ab 2009 FSV Gütersloh 2009 FSV Gütersloh 2009 seit 2025 FSV Gütersloh 2009 II 2011–2012, 2022–2025 TuS Harpen 2008–2010 ab 2010 VfL Bochum Germania Hauenhorst 2013–2014, 2016–2019 Herforder SV 1985–1986, 1993–1995, 1996–2006, 2018–2020 Rückzug 1986, 2020; Meister 2006 SG Hillen 1992–1995, 1996–1999 Meister 1998 DJK Arminia Ibbenbüren 1998–2000, 2004–2014 Arminia Kapellen-Hamb 1994–1995 1. FC Köln II 2011–2012, 2013–2017, 2018–2022, 2023–2026 Meister 2017, 2020, 2022, 2026 SC Fortuna Köln 2007–2010, 2012–2013, 2014–2019, 2022– Gebäudereiniger Köln 1992–1994 DJK Südwest Köln 2024–2025, seit 2026 TuS Köln rrh. 1997–1999, 2000–2005 Meister 2005 Vorwärts Spoho Köln 2015–2017, 2018– VfL Kommern 2008–2013 Rückzug 2013 Bayer 04 Leverkusen II 2010–2018, 2020– Lohausener SV 1998–2002 STV Lövenich 1985–1992, 1993–1997, 2001–2004 Meister 1992, Rückzug 2004 SG Lütgendortmund 2002–2004, 2006–2008, 2009–2011 DJK Wacker Mecklenbeck 2024– SV Menden 2017–2018, 2019–2022 Rot-Weiß Merl 1997–1998, 2004–2005, 2006–2010 Borussia Mönchengladbach 2009–2011, 2012–2015, 2021–2023 Meister 2011, 2015, 2023 Borussia Mönchengladbach II 2016–2021, 2024–2026 FSC Mönchengladbach 2002–2007, 2008–2009 FV Mönchengladbach 2022–2023 GSV Moers 1985–2018, 2019–2022, 2025–2026 BSV Müssen 1990–1999 FC Oeding 2000–2002, 2005–2006 TuS Rahm 1985–1986 Ratingen 04/19 2005–2007 Rückzug 2007 1. FFC Recklinghausen 2009–2010, 2011–2012, 2013–2014, seit 2019 Meister 2010, 2012 SSV Rhade seit 2023 FFC Heike Rheine 1999–2000, 2008–2015 Meister 2000 VfB Rheine 1989–1990 ab 1994: FC Eintracht Rheineab 1998 FFC Heike Rheine FC Rumeln-Kaldenhausen 1990–1993 Meister 1993 FC Schalke 04 1985–1987, 2026– Rückzug 1987 Grün-Weiß Schönebeck 1996–1997, 1999–2000 ab 2000 SG Essen-Schönebeck Sportfreunde Siegen 2001–2003, 2004–2009, 2010–2016, 2020–2023 Rückzug 2023 TSV Siegen 1985–1990 Meister 1986, 1987, 1989, 1990 TSV Siegen II 1991–1992 SV Eintracht Solingen 2013–2016 FC Sankt Augustin 1986–1987, 1988–1991, 1993–1994, 1995–1997, 2003–2004, 2009–2011 VfB Uerdingen 1985–1988, 1989–1992 Rückzug 1992 Sportfreunde Uevekoven 2016–2018 SV Walbeck 2023–2024 VfR Warbeyen 2020–2025, seit 2026 Meister 2025 Rot-Weiß Waldenrath-Straeten 1990–1991 Warendorfer SU 2014–2019 SG Wattenscheid 09 1985–1986, 1988–1989, 1990–2004 Meister 1994, 1996, 1997,ab 2010 VfL Bochum FC Teutonia Weiden 1989–1994, 1996–1999, 2002–2003, 2005–2009 ab 2009: Alemannia Aachen Sportfreunde Werne-West 1987–1989

Tabellen 1985/86

1986/87 Der Herforder SV zog seine Mannschaft vor Saisonbeginn zurück.

1987/88 Der FC Schalke 04 zog seine Mannschaft vor Saisonbeginn zurück.

1988/89 Da der Verband Mittelrhein bereits durch Bergisch Gladbach vertreten wird qualifiziert sich Brauweiler nicht für die deutsche Meisterschaft.

1989/90 Da der Verband Westfalen bereits durch Siegen und der Verband Mittelrhein bereits durch Bergisch Gladbach vertreten wird qualifiziert sich Rheine bzw. Brauweiler nicht für die deutsche Meisterschaft. Siegen, Rheine, Bergisch Gladbach und Duisburg qualifizieren sich für die neu geschaffene Bundesliga.

1990/91 Ab dieser Saison war die Regionalliga West nur noch zweitklassig. Der Verein SFD 75 Düsseldorf zog nach dem 13. Spieltag die Mannschaft zurück.

1991/92 Der VfB Uerdingen zog nach dem 2. Spieltag die Mannschaft zurück.

1992/93 Die SpVgg Oberaußem-Fortuna zog vor Saisonbeginn die Mannschaft zurück.

1993/94

1994/95

1995/96 Zu dieser Saison wurde die Drei-Punkte-Regel eingeführt.

1996/97 Die Frauenfußballabteilung der SSG 09 Bergisch Gladbach wechselte vor Saisonbeginn geschlossen zum TuS Köln rrh. 1874.

1997/98

1998/99

1999/2000

2000/01 Grün-Weiß Schönebeck fusionierte mit dem VfB Borbeck zur SG Essen-Schönebeck. Der Garather SV zog seine Mannschaft am Saisonende freiwillig zurück.

Ab 2001 siehe Fußball-Regionalliga 2001/02 (Frauen) ff

Rekorde Meiste Siege: Borussia Mönchengladbach gewann in der Saison 2014/15 24 von 26 Spielen. Wenigste Siege: Der Düsseldorfer CfR Links (2017/18), der FFC Brauweiler Pulheim II (2000/01), der FC St. Augustin (1990/91) und Teutonia Weiden (1989/90) kamen jeweils zu keinem Saisonsieg. Weiden schaffte dabei das Kunststück, nicht Letzter zu werden. Meiste Unentschieden: Der TuS Köln rrh. (1998/99) und der GSV Moers (2008/09) spielten jeweils elf Mal in einer Saison unentschieden. Wenigste Unentschieden: Fünf Vereine blieben in einer Saison ohne Unentschieden. Als erstes schaffte dies der FC Bottrop-Batenbrock (1986/87), zuletzt die DJK Eintracht Coesfeld (2009/10). Meiste Niederlagen: Der Düsseldorfer CfR links in der Saison 2017/18 verlor 25 Saisonspiele. Wenigste Niederlagen: Sechsmal blieb eine Mannschaft in einer Saison ungeschlagen. Der TSV Siegen schaffte dies zweimal (1985/86 und 1989/90), Grün-Weiß Brauweiler (1990/91), der FFC Heike Rheine (1999/2000), Borussia Mönchengladbach (2014/15) und Arminia Bielefeld (2015/16) jeweils einmal. Meiste Tore geschossen: Torhungrigste Mannschaft der Ligageschichte war Arminia Bielefeld, der in der Saison 2015/16 124 Mal ins gegnerische Tor traf. Wenigste Tore geschossen: Der Garather SV erzielte in der Saison 2005/06 nur zehn Tore.