Mauricio Roberto Pochettino Trossero (* 2. März 1972 in Murphy, Santa Fe) ist ein argentinischer Fußballtrainer und ehemaliger -spieler. Er begann seine Profikarriere als Innenverteidiger und spielte unter anderem für die Newell’s Old Boys, Espanyol Barcelona und Paris Saint-Germain. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wechselte er ins Trainergeschäft und machte sich vor allem durch seine Arbeit bei den Tottenham Hotspurs international einen Namen, mit denen er 2019 das Finale der UEFA Champions League erreichte. Pochettino gilt als Vertreter eines intensiven, pressingorientierten Spielstils und hat im Laufe seiner Trainerkarriere mehrere europäische Topklubs betreut. Seit September 2024 trainiert er die US-amerikanische Nationalmannschaft.
Karriere Verein Pochettino begann seine Karriere bei den Newell’s Old Boys. 1994 wechselte er nach Europa zu Espanyol Barcelona. Dort war er auf Anhieb Stammspieler und konnte 2000 den Gewinn der Copa del Rey feiern. Im selben Jahr wechselte Pochettino nach Frankreich, wo er einen Vertrag bei Paris Saint-Germain unterzeichnete. 2003 stand er im Finale der Coupe de France, das gegen AJ Auxerre mit 1:2 verloren wurde. In der Sommerpause wechselte er zum Ligakonkurrenten Girondins Bordeaux, wo sein Gastspiel jedoch nur eine Halbserie dauerte. Im Winter kehrte er zu Espanyol Barcelona zurück, wo er 2006 seine Karriere beendete.
Nationalmannschaft Zwischen 1999 und 2002 kam Pochettino 20-mal für die argentinische Nationalmannschaft zum Einsatz. Er gehörte zum Kader für die Copa América 1999 und der WM 2002.
Trainer Espanyol Barcelona Zu Beginn des Jahres 2009 wurde Pochettino als Nachfolger von José Manuel Esnal („Mané“) Cheftrainer von Espanyol Barcelona.
Trotz seiner geringen Erfahrung als Trainer gelang es Pochettino, Espanyol vor dem Abstieg zu bewahren und führte das Team nach fünf Monaten von den Abstiegsrängen auf den zehnten Tabellenplatz am Ende der Saison. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Mannschaft stetig und wurde im Verlauf der Rückrunde zu einer der erfolgreichsten der Liga. In den folgenden Spielzeiten etablierte er den Verein wieder im Mittelfeld der Liga. Am 26. November 2012 wurde sein Vertrag bei Espanyol nach einem schlechten Saisonstart 2012/13, als der Verein mit nur neun Punkten aus 13 Spielen den letzten Tabellenplatz belegte, aufgelöst.rcdespanyol.com: , 26. November 2012, abgerufen am 27. November 2012
FC Southampton Am 18. Januar 2013 übernahm er den Trainerposten beim mit 22 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz liegenden englischen Erstligisten FC Southampton als Nachfolger des entlassenen Nigel Adkins.saintsfc.co.uk: , 18. Januar 2013, abgerufen am 18. Januar 2013 Pochettino führte die Saints zum Saisonende zum Klassenerhalt.
Tottenham Hotspur Nachdem er Southampton in der Saison 2013/14 auf den achten Tabellenplatz geführt hatte, wurde er im Mai 2014 Trainer bei Tottenham Hotspur. Bei den Spurs unterschrieb er einen Vertrag über fünf Jahre.theguardian.com Tottenham set to name Mauricio Pochettino as new manager this week, 27. Mai 2014, abgerufen am 27. Mai 2014 In seiner ersten Saison führte Pochettino den Verein zu einem fünften Tabellenplatz, und ein Jahr später als Tabellendritter in die UEFA Champions League. In den folgenden zwei Saisons qualifizierten sich die Spurs erneut für die UEFA Champions League und platzierten sich in der Tabelle vor dem Erzrivalen FC Arsenal; in der Saison 2017/18 erreichte Tottenham Hotspur in der UEFA Champions League als Gruppensieger das Achtelfinale und schied knapp gegen Juventus Turin aus. In der Saison 2018/19 gelang ihm mit Platz vier die neuerliche Qualifikation für die Champions League. Außerdem erreichte er das Finale der Champions League, welches sein Team gegen den FC Liverpool mit 0:2 verlor.
Ende November 2019 trennte sich der Verein von Pochettino. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Spurs von den letzten zehn Pflichtspielen nur drei gewonnen, standen in der heimischen Liga mit 14 Punkten auf Rang 14 und waren auch bei noch zwei ausstehenden Partien in der Champions League noch nicht sicher für die Finalrunde qualifiziert.Mauricio leaves Club, tottenhamhotspur.com, abgerufen am 19. November 2019 (englisch)
Paris Saint-Germain Am 2. Januar 2021 gab Paris Saint-Germain bekannt, dass Pochettino der Nachfolger des zuvor freigestellten Cheftrainers Thomas Tuchel wird. Er besaß einen Vertrag bis Juni 2022 mit Option auf ein weiteres Jahr. Am 13. Januar 2021 holte er mit PSG seinen ersten Titel als Trainer: den französischen Supercup. In der Liga holte man am Ende nur Platz 2 hinter Lille, dafür gewann man den Pokal. Sein Vertrag wurde daraufhin bis 2023 verlängert. In der Saison 2021/22 holte er die Meisterschaft, aber Anfang Juli 2022 gab PSG die Trennung von Pochettino bekannt. 15 Millionen Euro soll er als Abfindung erhalten haben.
FC Chelsea Zum 1. Juli 2023 wurde Pochettino Cheftrainer des englischen Klubs FC Chelsea. Er folgte auf Frank Lampard. Chelsea startete durchwachsen in die Saison und stand nach der Hinrunde lediglich auf dem 11. Tabellenplatz trotz Neuzugängen für über 400 Millionen Pfund, darunter Cole Palmer, Nicolas Jackson, Moises Caicedo und Christopher Nkunku.bbc.com: Pochettino leaves Chelsea after one season (21. Mai 2024), abgerufen am 21. Mai 2024 In der Rückrunde steigerte sich das Team und schloss die Saison auf dem 6. Platz ab. Kurz nach Saisonende einigten sich Chelsea und Pochettino am 21. Mai 2024 auf die Auflösung des Vertrags.theguardian.com: Mauricio Pochettino leaves Chelsea by mutual agreement after one season (21. Mai 2024), abgerufen am 21. Mai 2024
Nationalmannschaft der Vereinigten Staaten Am 11. September 2024 übernahm Pochettino das Traineramt der US-amerikanischen Fußballnationalmannschaft.
Erfolge als Trainer Champions-League-Finalist: 2019 Französischer Pokal: 2020/21 Französischer Superpokal: 2020 Französischer Meister: 2022
Weblinks
Einzelnachweise
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