Die Burg Altmannstein ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg auf einem hohen Berg nordöstlich des Marktes Altmannstein im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.

Geschichte Die ersten Herrscher über den damals noch namenlosen Ort, die Herren von Stein, wurden 1120 erstmals urkundlich erwähnt. Als die Herren von Stein 1232 ausgestorben waren, gelangte Altmannstein in den Besitz von Altmann II. von Abensberg, einem Verwandten der Herren von Stein. Dieser ließ die Burg errichten. 1291 erwarb Herzog Ludwig der Strenge von Bayern von Ulrich II. die Burg. Im Jahre 1340 wurde die Burg an Konrad und Heinrich von Hautzendorf weiterveräußert. Da die Grafen von Abensberg 1374 das Pfandrecht erwarben, gelangte die Burg wieder in deren Besitz. Doch Nürnberger Truppen eroberten 1446 die Burg, weil der Burgherr Johann von Abensberg Kontakte zu Raubrittern hatte, und sich solche auch auf der Festung befanden. 1485 wurde Niklas von Abensberg und Altmannstein, der letzte Babone, von Herzog Christoph überfallen, und Seitz der Frauenberger tötete den Babonen.

Stammliste der Herren von Stein, Sittling und Wöhr NN.Stammliste auf Basis von Johann Auer: Befestigungen und Burgen im Landkreis Kelheim vom Neolithikum bis zum Spätmittelalter. Verlag der Weltenburger Akademie Aventinum e. V., Abensberg 2008, Anhang - Stammbäume. Grimold I. Sigbert von Arnhofen, 1089 – 1100/20 Grimold II. von Sittling, von Arnhofen, Vogt von Weltenburg Gottfried I. von Sittling, von Arnhofen, von Wöhr, Vogt von Weltenburg, 1118 – 1147 Gottfried II., von Sittling, von Wöhr, Vogt von Weltenburg, ca. 1147 – 1184 Konrad von Wöhr, Vogt von Weltenburg, ca. 1175 – 1193 Ulrich von Wöhr, Regensburger Erzdiakon Gottfried III. von Wöhr, Domherr von Bamberg, Propst der Alten Kapelle Bertha, ⚭ Werner IV. von Laaber Otto von Wöhr, Vogt von Weltenburg, 1189 – 1217 Otto von Wöhr, 1220 – 1264, unebenbürtig, das Erbe fällt an die Wittelsbacher Heinrich I. von Sittling, ⚭ Bertha, Tochter des Eberhard I. von Ratzenhofen Eberhard, 1133 – 1147 Abt von Kloster Biburg, 1147 – 1164 Erzbischof von Salzburg († 11. Juni 1164) Meinhard, 1133 – 1161, Propst der Alten Kapelle Konrad von Biburg, 1133 – 1147, Teilnehmer am Zweiten Kreuzzug Aribo von Biburg, von Tattendorf, 1120 – 1165, Mönch Heinrich II. von Vilsbiburg Ulrich I., von Biburg, von Stein, ca. 1120 – 1165 Otto, 1140 Bertha, ⚭ Gottfried II. von Wöhr Burchard von Stein, Vogt von Biburg, ca. 1138 – 1197 Ulrich III., Archidiakon von Aquileia Heinrich III. von Stein, Vogt von Biburg, ca. 1195 – 1230 N.N., Tochter, Erbin der Allode, ⚭ Altmann II. von Abensberg Ulrich IV. von Stein, Vogt von Biburg, 1220 – 1231 († 12. April 1232 in Italien), ultimus familiae

1911 wurden auf einem Teil des zerstörten Burgareals ein Wohngebäude und Nebengebäude errichtet. Seit 1991 ist die Gemeinde Altmannstein Eigentümer der Burg.

Beschreibung Von der Burganlage, geschützt durch einen Abschnittsgraben gegen das Hinterland, sind noch der dreigeschossige 18 Meter hohe Bergfried mit seinem Hocheingang in 4,3 Meter Höhe, einem Durchmesser von 10,2 Meter und einer Mauerstärke von 3,5 Meter und geringe Reste des Wohnbaus sowie Mauerreste erhalten. Der spätmittelalterliche Hungerturm war mit der noch teilweise erhaltenen Schenkelmauer mit der Ortsbefestigung verbunden. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-1-76-112-74 als denkmalgeschütztes Baudenkmal von Altmannstein verzeichnet. Ebenso wird sie als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-7135-0206 im Bayernatlas als „mittelalterliche Burg“ geführt.

Literatur

Weblinks

Burgruine Altmannstein auf burgenseite.de

Einzelnachweise

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