mini|Eingang des Gebäudes in Wiesbaden

Das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB) ist eine Oberste Landesbehörde des Landes Hessen. An der Spitze des Hauses steht als Mitglied der Hessischen Landesregierung Staatsminister Armin Schwarz (CDU). Als Staatssekretär steht ihm Manuel Lösel (CDU) zur Seite.

Bezeichnung Das Ministerium wurde im Vorfeld der Gründung des Landes Hessen ab Oktober 1945 unter der Bezeichnung Ministerium für Kultus und Unterricht aufgebaut und Anfang der 1950er Jahre in Hessisches Ministerium für Erziehung und Volksbildung umbenannt.Clemens Albrecht: Vom Konsens der 50er zur Lagerbildung der 60er Jahre: Horkheimers Institutspolitik. In: ders. u. a.: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik. Eine Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule. Campus Verlag, Frankfurt/New York 1999, ISBN 3-593-36214-7, S. 132–168 (hier: S. 140 m. Anm. 5). Ab 1963 firmierte das Amt unter der Bezeichnung Der Hessische Kultusminister. Vom 1. Januar 1988 bis zum 18. Januar 2024 trug die Behörde den Namen Hessisches Kultusministerium; seit dem 18. Januar 2024 heißt sie Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen.

Aufgaben Die Aufgaben des Hessischen Kultusministeriums sind:

Bildungsplanung und Lehrplanentwicklung Lehreraus- und -weiterbildung sowie die Versorgung der Schulen mit Lehrern Regelung der Rechtsbeziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften und die Schulaufsicht

Das Ministerium hatte im Jahr 2013 etwa 243 Mitarbeiter. Weitere 7.445 Mitarbeiter waren in den nachgeordneten Behörden tätig und 49.837 Mitarbeiter waren direkt in den Schulen eingesetzt. Damit ist das Kultusressort das mit Abstand personalintensivste der hessischen Landesverwaltung.Hessisches Ministerium der Finanzen: Stand 13. März 2013

Schulaufsicht Das Kultusministerium ist die oberste Schulaufsichtsbehörde. Darunter bestehen 15 regionale Schulämter als untere Schulaufsichtsbehörde, die die Fach- und Dienstaufsicht über die Schulen ausübt. Ziel der Schulaufsicht ist es, die Qualität der schulischen Arbeit, die Vergleichbarkeit der Abschlüsse und die Durchlässigkeit der Bildungsgänge zu sichern. Weiterhin berät das Landesschulamt die Schulen und steuert die Qualitätsentwicklungen der Schulen.

Organisation Ministerium Das Ministerium besteht neben dem Ministerbüro mit vier Referaten aus fünf Abteilungen mit folgenden inhaltlichen Zuordnungen:

Abteilung Z: Personal, Recht, Organisation, Kultusangelegenheiten, E-Government Ressort Abteilung I: Dienstaufsicht über die Staatlichen Schulämter, Aufsicht über die Hessische Lehrkräfteakademie, Lehrkräftebildung, schulformübergreifende Bildungsaufgaben Abteilung II: Haushalt, Ressourcensteuerung Schulen, Statistik,  Lehrkräfteversorgung, lebensbegleitendes Lernen, schulformübergreifende Bildungsaufgaben Abteilung III: Allgemein bildende und berufliche Schulen, Wertevermittlung, politische Bildung Bildungssprache Deutsch, berufliche Orientierung, schulische Integration, Fremdsprachen, MINT Abteilung IV: Digitalisierung Schule und Bildungsverwaltung, ganztägig arbeitende Schulen, Lernen in der digitalen Welt,  E-Government-Verfahren, Qualitätsentwicklung, Schulträgerangelegenheiten In den Abteilungen wird in Großreferate mit untergeordneten Referaten, eigenständige Referate und Koordinierungsstellen unterschieden.

Nachgeordnete Behörden Seit dem 1. April 2015 ist dem Hessischen Kultusministerium die Hessische Lehrkräfteakademie nachgeordnet, die weite Bereiche des seitherigen Landesschulamts übernahm. Die Staatlichen Schulämter sind dem Ministerium seitdem wieder direkt unterstellt: Landkreis Bergstraße und Odenwaldkreis in Heppenheim (Bergstraße) Landkreis Darmstadt-Dieburg in Darmstadt Frankfurt in Frankfurt am Main Landkreis Fulda in Fulda Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis in Gießen Landkreis Groß-Gerau und Main-Taunus-Kreis in Rüsselsheim am Main Main-Kinzig-Kreis in Hanau Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner-Kreis in Bebra Hochtaunuskreis und Wetteraukreis in Friedberg Stadt Kassel und Landkreis Kassel in Kassel Lahn-Dill-Kreis und Landkreis Limburg-Weilburg in Weilburg Landkreis Marburg-Biedenkopf in Marburg Stadt Offenbach am Main und Landkreis Offenbach in Offenbach am Main Rheingau-Taunus-Kreis und Landeshauptstadt Wiesbaden in Wiesbaden Schwalm-Eder-Kreis und Landkreis Waldeck-Frankenberg in Fritzlar

Daneben ist dem Ministerium noch die Hessische Landesstelle für Technologiefortbildung – Dr.-Frank-Niethammer-Institut – nachgeordnet.

Staatsaufsicht Das Kultusministerium nimmt bei folgenden Stiftungen die Staatsaufsicht wahr:

kirchliche Stiftungen dem Lyzeum in Fulda – Lyzeumsfonds Rasdorf dem Nassauischen Zentralstudienfonds.

Dienstsitz Das hessische Kultusministerium liegt in einem historischen Gebäude am Luisenplatz 10 in Wiesbaden. Das Gebäude wurde 1831 als Schulgebäude für das 1817 gegründete Pädagogium errichtet. 1933 wurde das Gebäude durch die Verwaltung des Reichsarbeitsdienstes und die SA genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude seit 1949 als Hessisches Kultusministerium genutzt. Heute steht es unter Denkmalschutz.

Aktueller und bisherige Minister mini|Staatsminister Armin Schwarz

Weblinks Webpräsenz des Hessischen Kultusministeriums Geschichte des Hessischen Kultusministeriums (Hessisches Hauptstaatsarchiv)

Einzelnachweise

Kultus Bildung und Chancen Hessen Kategorie:Wiesbaden-Mitte Kategorie:Behördengründung 1945 Hessen