Das Kloster Julita (auch Säby, lateinisch Saba) ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster in Schweden. Das Kloster lag in Södermanland in der Kommune Katrineholm und wurde 1526 aufgelöst. Es ist heute ein großes Freilichtmuseum mit dem auf dem abgerissenen Kloster erbauten Herrenhaus Julita Gård.
Geschichte Das Kloster wurde um 1160 durch Abt Gerhard von Alvastra als Tochterkloster von Kloster Alvastra aus der Filiation der Primarabtei Clairvaux in Viby bei Sigtuna gegründet. Dank einer Schenkung des Königs Knut Eriksson wurde es um 1180 nach Säby (von daher der lateinische Name Saba) am Öljaren-See im Kirchspiel Julita verlegt. Die Klosterkirche wurde nach einem Brand im Jahr 1382 wiederaufgebaut. Das Kloster wurde in der Reformation 1526 enteignet und darauf abgerissen.
König Gustav I. Wasa belehnte 1527 Olof Arvidsson, einen Amtmann in Nyköping, mit den Gütern des Klosters. Das so entstandene weltliche Gut Julita Gård hatte später verschiedene Besitzer, darunter Paul Khevenhüller,Schnabel: Österreichische Exulanten in oberdeutschen Reichsstädten. Beck, München 1992, S. 298–309. seinen Schwiegersohn Matthias Palbitzki und Mitglieder der Familie Lewenhaupt.Julita Socken i Södermanlands län, Oppunda härad Nordisk familjebok, vol. 13 (1910) (schwedisch).
Im Jahr 1944 übernahm das Nordische Museum gemäß dem Testament des letzten privaten Besitzers, Arthur Bäckström (1861–1941), das Gut. Es ist heute ein großes Freilichtmuseum, in dem auch ein kleiner Teil der früheren Abtei zu sehen ist.
Bauten und Anlage Das Kloster lag südlich des bestehenden, um 1670 errichteten Herrenhofs Julita Gård, die Kirche teilweise unter dem Südflügel des jetzigen Corps de logis.
Das westliche Ende des früheren Konversenbaus ist noch im jetzigen Herrenhaus erhalten. Zusammen mit einem weiteren kleinen Gebäude, das sich ursprünglich außerhalb des Kreuzgangs befand, ist dies alles, was heute von der Abtei zu sehen ist, obwohl archäologische Ausgrabungen das gesamte Ausmaß der Hauptgebäude der Abtei freigelegt haben.
Literatur Rudolf Zeitler: Reclams Kunstführer Schweden, 1985, S. 250, ISBN 3-15-010335-5. Ralph Edenheim, Hans A. Lidén: Julita Kloster, 1978, ISBN 91-7402-062-5 (schwedisch). Nils Sundquist: Julita Kloster, Nordiska museets och Skansens årsbok Fataburen 1951 (schwedisch).
Einzelnachweise
Julita Kategorie:Gemeinde Katrineholm Kategorie:Bauwerk in Södermanlands län Kategorie:Religion (Södermanlands län) Julita Kategorie:Aufgelöst 1526