Uffheim ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse, zum Kanton Brunstatt-Didenheim und zum Gemeindeverband Saint-Louis Agglomération.

Geografie Uffheim liegt etwa auf halbem Weg zwischen Mülhausen und Basel und ungefähr eineinhalb Kilometer südwestlich von Sierentz. Das Gemeindegebiet umfasst 436 Hektar und liegt 270 bis 319 Meter über dem Meeresspiegel. Drei Bäche fließen parallel von Westen nach Osten durch das Gemeindegebiet: die Sauruntz, der Muehlbach und der Eschenbachgraben.

Geschichte Uffheim wird 916 im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Einsiedeln erstmals urkundlich erwähnt. Das Gebiet um Uffheim und Sierentz wurde schon während der Bronzezeit besiedelt, was Ausgrabungen bestätigten (bronzezeitliche Siedlung im Gewann Linsenberg). Gräber der Merowingerzeit. Die Ortsnamenendung -heim deutet auf eine frühe fränkische Ansiedlung. Das Dorf gehörte zum alten Besitz der Habsburger im Oberelsass. Verwaltungssitz war Landser. Im Westfälischen Frieden ging der Ort 1648 mit dem gesamten elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone. Von 1871 bis 1918 gehörte Uffheim zum Reichland Elsass-Lothringen.

Eine 1170 genannte, im 14. Jahrhundert erloschene Adelsfamilie, die hier auch eine Burg besaß, nannte sich nach dem Dorf. Der Gewannname Burggraben erinnert an diesen verschwundenen Wohnsitz. Die Pfarrkirche war einst die schon in einem Vertrag von 870 erwähnte Hochkirche, die Mutterkirche von Sierentz, Uffheim, Geispitzen und Waltenheim. Erst 1782 wurde Uffheim selbständige Pfarrei. 1829 entstand die jetzige Pfarrkirche, wobei der mittelalterliche Turm beibehalten wurde. Die ehemalige Synagoge in der Rue Roche (nur noch der Hauseingang erhalten) erinnert an die bedeutende jüdische Gemeinde im Ort. 1766 war über ein Drittel der Bevölkerung jüdisch. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurden die verbliebenen jüdischen Einwohner 1940 nach Südfrankreich deportiert. Nach Angaben von Yad Vashem fielen später vierzehn ehemalige Einwohner dem Holocaust zum Opfer.Uffheim (Elsass). Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 31. Dezember 2024. Die Befreiung des Dorfes von der Naziherrschaft erfolgte durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny im Zuge der Endoffensive gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).

Eine der heute aufgegebenen fünf Mühlen des Dorfes erscheint bereits 1284 in den Urkunden.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017Einwohner 552 573 585 658 767 860 859 885

Sehenswürdigkeiten Die heutige Kirche entstand 1829 anstelle einer Kapelle, die 1782 zur Pfarrkirche ernannt wurde. Vom Vorgängerbau wurde der Satteldachturm des 14. Jahrhunderts beibehalten. In der Kirche zwei Gemälde von dem aus Uffheim stammenden Sebastian Gutzwiller (St. Michael und eine Immaculata). Schlecht erhaltene spätmittelalterliche Wandmalereien. Schlichte spätklassizistische Portalfassade.

Kasematte der Maginot-Linie: Die Aschenbach-Kasematte des Mémorial Maginot de Haute Alsace kann besichtigt werden.

Einige gut erhaltene Fachwerkbauten

mini|links|Kirche St. Michael

Persönlichkeiten Der Maler Sebastian Gutzwiller (1798–1872) stammt aus Uffheim.

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 1163–1166.

Weblinks

Uffheim auf der Website des Gemeindeverbands (französisch)

Einzelnachweise

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