zentriert|350px|Siegel Arnulfs von Kärnten Arnulf von Kärnten übernimmt das Königsamt im Ostfrankenreich und zwingt Karl III. zum Rücktritt. 887 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 335/336 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 879/880 Buddhistische Zeitrechnung 1430/31 (südlicher Buddhismus); 1429/30 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 59. (60.) Zyklus Jahr des Feuer-Schafes 丁未 (am Beginn des Jahres Feuer-Pferd 丙午) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 249/250 (Jahreswechsel April) Iranischer Kalender 265/266 (um den 21. März) Islamischer Kalender 273/274 (27./28. Mai) Jüdischer Kalender 4647/48 (20./21. September) Koptischer Kalender 603/604 Malayalam-Kalender 62/63 Römischer Kalender ab urbe condita MDCXL (1640) Ära Diokletians: 603/604 (Jahreswechsel November) Seleukidische Ära Babylon: 1197/98 (Jahreswechsel April) Syrien: 1198/99 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 925 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 943/944 (Jahreswechsel April)

Im Jahr 887 endet die letzte Gesamtherrschaft über das Frankenreich. Kaiser Karl III. wird von Arnulf von Kärnten gezwungen, auf den Thron des Ostfrankenreichs zu verzichten und behält nur die Herrschaft über das Westfrankenreich und Reichsitalien.

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Frankenreich

Juni: Liutward von Vercelli, der wichtigste Berater Kaiser Karls III., wird durch eine Hofintrige gestürzt, bei der ihm unter anderem Ehebruch mit Karls Gattin Richardis vorgeworfen wird. Nachfolger als Erzkaplan und Erzkanzler wird der Mainzer Erzbischof Liutbert.

11. November: Arnulf von Kärnten übernimmt das Königsamt im Ostfrankenreich und zwingt mit Heeresmacht seinen Onkel, König Karl III., auf einem Reichstag in der Pfalz Trebur zum Rücktritt. Damit endet die letzte Gesamtherrschaft über das Frankenreich. Karl behält die Kaiserkrone sowie die Herrschaft über das Westfrankenreich und Reichsitalien. Nach seinem Amtsantritt versucht Arnulf, die Anhänger seines Vorgängers zu schwächen und nimmt unter anderem den fränkischen Babenbergern nach und nach ihre Grafschaften ab, um die mit ihm verwandten Konradiner damit zu belehnen. Damit beginnt die Babenberger Fehde. Die Langobarden erobern Teile der Inselgruppe der Ionischen Inseln, verlieren diese jedoch an die Normannen.

Republik Venedig

miniatur|links|hochkant|Wappen Pietro Candianos 17. April: Giovanni II. Particiaco dankt als Doge von Venedig ab. Zu seinem Nachfolger wird Pietro I. Candiano gewählt. 18. September: Die Venezianer erleiden an der Mündung der Neretva bei Makarska eine Niederlage in einer Seeschlacht gegen die Dalmatiner. Der Doge Pietro I. Candiano wird getötet. Venedig verliert für beinahe 100 Jahre die Vorherrschaft in der Adria und muss Tribute an die Piraten entrichten. Neuer Doge wird Pietro Tribuno, Neffe des früheren Dogen Pietro Tradonico.

Japan

26. August: Uda wird Tennō von Japan nach dem Tod von Kōkō. Die Krönung erfolgt am 5. Dezember.

Urkundliche Ersterwähnungen

24. Juli: In einer Urkunde des karolingischen Kaisers Karl III., des Dicken, wird Lustenau zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Großeneder wird erstmals urkundlich erwähnt.

Gesellschaft und Religion

Juni: Nachdem sie von ihrem Mann Karl dem Dicken des Ehebruchs mit Liutward von Vercelli beschuldigt worden ist, zieht sich Kaiserin Richardis in die Abtei Andlau zurück, wo sie ihren Lebensabend verbringt.

Geboren um 887: Frederuna, westfränkische Königin († 917)

Gestorben 11. Januar: Boso von Vienne, König von Niederburgund (* 825/828) 26. August: Kōkō, japanischer Kaiser (* 830) 18. September: Pietro I. Candiano, Doge von Venedig (* um 842) Haduwy von Herford, Äbtissin (* um 810) Ibn Madscha, islamischer Schriftsteller und Sammler von Hadithen (* 824) Luithard, Bischof von Paderborn

Weblinks