André Delvaux (* 21. März 1926 in Heverlee, Brabant; † 3. Oktober 2002 in Valencia) war ein belgischer Filmregisseur.

Leben André Delvaux studierte deutsche Philologie, Jura und Musik. Seine ersten Filme waren Dokumentarfilme für das belgische Fernsehen. Sein Kinodebüt als Spielfilmregisseur gab er 1965 mit dem Film Der Mann, der sich die Haare kurz schneiden ließ. Er nahm mit seinen Filmen dreimal am Filmfestival von Cannes und an der Berlinale 1971 teil. 1975 und 1980 war er Mitglied der Jury des Festivals in Cannes. André Delvaux starb nach einem Herzinfarkt 2002 in Valencia.

Die Website belgischer Obödienzen nennt ihn als Freimaurer. auf mason.be Die Académie André Delvaux, die seit 2011 den belgischen Filmpreis Magritte jährlich vergibt, wurde nach ihm benannt.L’Académie André Delvaux auf lesmagritteducinema.com 2011 wurde ihm postum der Magritte-Ehrenpreis zuteil.

Filmografie 1965: Der Mann, der sich die Haare kurz schneiden ließ (De Man die zijn haar kort liet knippen) 1968: Ein Abend, ein Zug (Un soir, un train) 1971: Rendezvous in Bray (Rendez-vous à Bray) 1973: Belle 1979: Eine Frau zwischen Hund und Wolf (Een Vrouw tussen hond en wolf) 1983: Das anonyme Bekenntnis (Benvenuta) 1988: L’Œuvre au noir

Auszeichnungen (Auswahl) 1971: Louis-Delluc-Preis für Rendezvous in Bray 1971: Nominierung für den Goldenen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin für Rendezvous in Bray 1973: Nominierung für die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für Belle 1979: Nominierung für die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für Eine Frau zwischen Hund und Wolf 1983: Spezialpreis der Jury beim Montreal World Film Festival für Das anonyme Bekenntnis 1984: Nominierung für den César in der Kategorie Bester französischsprachiger Film für Das anonyme Bekenntnis 1988: Nominierung für die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für L’Œuvre au noir 1988: Joseph-Plateau-Preis in der Kategorie Beste Regie für L’Œuvre au noir 1991: Joseph-Plateau-Preis für das Lebenswerk 2011: Magritte-Ehrenpreis für das Lebenswerk (postum)

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Einzelnachweise

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