alternativtext=Mann mit Brille, Mütze und braunem Mantel steht vor Kölner Stadtmodell und deutet auf einzelne hervorgehobene Regionen.|mini|Paul Böhm 2024 mini|Islamisches Kulturzentrum und Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld, im April 2015 mini|St. Theodor, Köln 2003 Paul Böhm (* 1959 in Köln) ist ein deutscher Architekt und Hochschullehrer an der TH Köln im Ruhestand.

Leben Paul Böhm ist der jüngste Sohn des Architektenehepaars Gottfried und Elisabeth Böhm, sein Großvater Dominikus Böhm begründete die Kölner Architektenfamilie. Zwei seiner Brüder, Peter und Stephan Böhm sind Architekten, sein Bruder Markus Böhm ist Informatiker und Maler.

Böhm arbeitete nach dem Abitur im Jahre 1980 zwei Jahre im Münchner Landschaftsarchitekturbüro Gottfried Hansjakob und studierte anschließend bis 1990 Architektur an den Technischen Hochschulen in Berlin und Wien. 1990 war er Mitarbeiter von Bernhard Strecker und Jürgen Eckhardt, 1991 bei Richard Meier in New York. Anschließend arbeitete er als Mitarbeiter im Büro Böhm, das zu der Zeit neben seinem Vater durch die Partner Stephan und Peter Böhm geleitet wurde. 1997 wurde er Partner.

Im Jahre 2001 machte er sich selbständig. Viele seiner Aufträge gehen auf den Erfolg in Wettbewerben zurück. Im Jahr 2006 gewann er mit seinem Büro den von der Türkisch-Islamischen Union (DITIB) ausgeschriebenen Wettbewerb für den Bau der Zentralmoschee Köln. auf der Internetpräsenz von arcTourLIVE.de

Böhm war Hochschullehrer am Institut für Entwerfen-Konstruieren-Gebäudelehre und Dekan der Fakultät für Architektur der TH Köln. Ende April 2026 wurde Böhm an der TH Köln in den Ruhestand verabschiedet.Kölner Stadt-Anzeiger Köln vom 29. April 2026: Architekt der Ehrenfelder Moschee. TH Köln verabschiedet Paul Böhm in den Ruhestand (gam), abgerufen am 1. Mai 2026

Seit Ende 2012 ist er Vorstandsmitglied im Haus der Architektur Köln.

Bauten (Auswahl) Islamisches Kulturzentrum Zentralmoschee Köln, 2006–2011 Seminargebäude der Universität zu Köln, 2009–2010 Erweiterung Kaufhaus Peek & Cloppenburg Berlin, 2005–2008 Kaufhaus Peek & Cloppenburg, Wuppertal, 2005–2008 Pfarrkirche St. Theodor in Köln-Vingst, 1999–2001 Hans Otto Theater in Potsdam (Ausführungsplanung) 1999–2006 Arbeitsamt in Trier 1998–2002

Wettbewerbe (Auswahl) Gemeindezentrum St. Konrad Neuss, 1. Preis, 2012 Seminargebäude der Universität zu Köln, 1. Preis, 2008 Islamisches Kulturzentrum Zentralmoschee Köln, 1. Preis, 2006 Städtebauliches Projekt, Nanchang, China, 1. Preis, 2005 Multiversakirche Wünsdorf, 2. Preis, 2005 Pfarrkirche St. Theodor in Köln-Vingst, 1. Preis, 1999 Deutsche Post, Hauptverwaltung, Bonn, 1. Preis, 1998

Literatur Ulrich Weisner (Hrsg.): Böhm: Väter und Söhne. Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle, Bielefeld 1994, Kerber Verlag. Wolfgang Pehnt: Paul Böhm – Buildings and Projects / Bauten und Projekte (deutsch / englisch); Edition Axel Menges, Fellbach 2017, ISBN 978-3-936681-85-7. Stefanie Lieb und Hartmut Junker: Sakralbauten der Architektenfamilie Böhm. Schnell & Steiner, Regensburg 2019, ISBN 978-3-7954-3347-5.

Dokumentarfilm Die Böhms – Architektur einer Familie (2014)

Weblinks

Website des Architekturbüros Paul Böhm Joachim Frank: Interview mit Moscheebauer Böhm; „Diese Diskussion ist gefährlich“, Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) Kultur vom 18. Oktober 2013 Entwürfe des Islamischen Kulturzentrums auf der Website der Zentralmoschee Köln WDR 3 (Westdeutscher Rundfunk) Kulturfeature 2023: Das Haus Böhm - Eine Architektendynastie, von Marc Bädorf

Einzelnachweise

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