Aggrogant ist das erste Mixtape des Rappers G-Hot. Es erschien am 17. November 2006 über das Berliner Label Aggro Berlin. Aggrogant ist die erste und einzige Soloveröffentlichung, welche der Rapper während seiner Vertragszeit bei Aggro Berlin veröffentlichte.
Entstehung Nachdem G-Hot 2005 durch seinen Beitrag auf dem Song Jump, Jump von DJ Tomekk seinen Bekanntheitsgrad stark gesteigert hatte, folgte Ende 2005 die Vertragsunterzeichnung bei dem Berliner Independent-Label Aggro Berlin. Dort erschien der Labelsampler Aggro Ansage Nr. 5, welcher G-Hot seine erste Goldene Schallplatte einbrachte. Im Folgenden begann der Rapper an den Arbeiten an seinem ersten Solotonträger. In einem Interview vor der Veröffentlichung von Aggrogant äußerte sich G-Hot zu der Produktion des Mixtapes.
Titelliste G-Hot es geschafft (feat. Fler) – 3:40 A.G.G.R.O. Mafia (feat. Fler) – 2:47 Von A nach B – 4:40 Ab wann bist du ein Gee? – 4:29 Wieviele Rapper rappen – 4:01 Skit – 0:09 Berliner Sommer (feat. Boss A) – 4:04 Ja, Ja, Ja, Ja, Ja (feat. Fler) – 3:52 Titten & Popo’z (feat. Sido & B-Tight) – 4:13 Rette sich wer kann! – 3:17 Der Hater Song – 3:26 Blackout – 3:21 62 Assis (feat. B-Tight) – 3:23 Wer will jetzt Streit? (feat. Fler) – 3:32 Du Opfer Part II – 2:49 Alles worum es geht! (feat. Frauenarzt) – 2:45 3 Loch Zicke (feat. Boss A, Major & MV Schlampe) – 3:53 Schlabber Schlabber (feat. MOK) – 3:44 Mein bester Freund – 3:43 Arm oder reich (feat. MC Bogy) – 2:25 Ach ja, damals – 3:05 Outro – 2:44
Texte Humoristische Texte G-Hot lässt in seinen Texten vereinzelt humoristische Elemente mit einfließen. Dies kommt zum Beispiel bei der Verwendung zahlreicher Metaphern zum Ausdruck. Auf Aggrogant hervorzuheben ist das Musikstück Mein bester Freund. Dieses ist ein Liebeslied, welches sich an den Penis des Rappers richtet.
Disstracks Aggrogant beinhaltet das Lied Du Opfer Part II. Dieses ist ein Diss-Song, der sich gegen den Rapper Eko Fresh richtet. Im Jahr 2005 erschien der erste Teil des Musikstückes von B-Tight und Fler auf einer CD des Hip-Hop-Magazins Juice. Du Opfer Part II wurde bereits vor Veröffentlichung des Mixtapes gratis von Aggro Berlin zur Verfügung gestellt.
Produktionen Da es sich bei Aggrogant um ein Mixtape handelt, stammen zahlreiche Beats von bereits veröffentlichten Tonträgern amerikanischer Rapper. In der ursprünglichen Planung waren für das Mixtape keine Beats von amerikanischen Produzenten geplant. G-Hot wollte seine Beats selber produzieren, was allerdings an seiner geringen Erfahrung bei der Produktion scheiterte.
mini|links|102px|DMX (links) Die Produktion von G-Hot es geschafft stammt von dem Fat-Joe-Song My Lifestyle, der Beat von Ab wann bist du ein Gee? von dem Ludacris-Titel Blow It Out, die Melodie von Wieviele Rapper rappen von dem Bon-Jovi-Song Runaway und der Beat von Titten & Popo'z von dem Titel Still Tippin’ der Rapper Mike Jones, Paul Wall und Slim Thug. Aus dem G-Unit-Album Beg for Mercy wurde des Weiteren der Beat von Salute U für den Titel Von A nach B verwendet. A.G.G.R.O. Mafia wurde von G-Hot auf der Produktion von Boobas N10, Wer will jetzt Streit? auf den Beat von Cam’rons Wet Wipes, Du Opfer Part II auf der Produktion von Go to Sleep der Rapper Eminem, DMX und Obie Trice und Ach ja, damals auf die Melodie des Van-Halen-Songs Right now gerappt. Zwei Tracks des Mixtapes sind Liedern des Duos Capone-N-Noreaga entnommen. Diese sind Alles worum es geht! (von Bang Bang) und Arm oder reich (von Blood Money). Außerdem wurde für den Titel Schlabber Schlabber der Beat zu der D4L-Single Laffy Taffy und für das Outro die Melodie zu November Rain von Guns N’ Roses verwendet.
Gastbeiträge mini|Sido, der auf dem Lied Titten & Popo’z zu hören ist Auf insgesamt elf der zweiundzwanzig Songs sind Features zu hören. Fler, mit welchem G-Hot zur Zeit der Veröffentlichung eng befreundet war, ist an vier Liedern beteiligt. Auch die Aggro Berlin-Rapper Sido und B-Tight sind mit Gastbeiträgen vertreten. Aus dem engeren Freundeskreis von G-Hot ist außerdem Boss A vertreten. Dieser war 2005 unter anderem an dem H.A.C.K.-Projekt um Marcus Staiger und Big Derill Mack beteiligt und nahm später mit G-Hot den Track Keine Toleranz, welcher zu G-Hots endgültigem Ausscheiden aus dem Umfeld Aggro Berlins führte, auf.
Des Weiteren treten Frauenarzt, MOK, MC Bogy sowie Major und MV Schlampe mit je einem Gastbeitrag auf Aggrogant auf.
Covergestaltung Das Cover zeigt den Rapper vor einem schwarzen Hintergrund. G-Hot sitzt mit heruntergelassener Hose auf einer Toilette. Ein Aggro-Berlin-Schal hängt über G-Hots Schulter, auf dem Kopf trägt der Rapper ein weißes Käppi. Auf dem Boden, verteilt um G-Hots Füße, sind Waschbecken und Klopapierrollen zu erkennen. Vom Betrachter aus rechts steht in weißer Schrift G-Hot und darunter der Titel Aggrogant. Über dem Schriftzug sind in weißer Farbe gezeichnete Flammen abgebildet. In der rechten unteren Ecke kann der Betrachter das Aggro-Berlin-Logo sehen.
Videos Zu Aggrogant wurde ein Video produziert. Dieses ist der Clip zum Song G-Hot es geschafft, auf welchem G-Hots Förderer Fler die Hookline beisteuert. Für das Video wurden Aufnahmen der beiden Rapper am Bahnhof, im Auto und im Studio gemacht. Außerdem sprüht Fler einige Graffiti-Tags an Wände. Das Video wurde umsonst im Internet auf Aggro-Berlins-Video-Homepage Aggro.tv zur Verfügung gestellt.
Rezeption Rezensionen Die Kritiken, die zum Mixtape Aggrogant verfasst wurden, fielen zu einem Großteil negativ aus. Als Beispiele lassen sich die Bewertungen von drei Internetplattformen, die sich mit dem Tonträger von G-Hot auseinandergesetzt haben, heranziehen.
Die Kritiker der Internetseite Laut.de gaben G-Hots Mixtape lediglich einen von fünf möglichen Bewertungspunkten. Damit erhielt der Rapper von der Redaktion die niedrigste Bewertung, die möglich ist. In der Begründung wurde der Tonträger als „weder interessant, noch innovativ oder amüsant“ bezeichnet. Des Weiteren kritisiert die Autorin Dani Fromm die geringe Themenvielfalt und die simplen Reime.Rezension auf Laut.de
Eine ähnlich negative Meinung liefern die Autoren der Internetseite Worldofhiphop.de. Auch diese gestehen dem ersten Mixtape von G-Hot nur einen von möglichen fünf Bewertungspunkten zu. Insbesondere ein kaum vorhandener Flow sowie einfallslose Punchlines werden negativ kritisiert.
Auch die Review der Internetseite WebBeatz.de sieht Aggrogant als „Musik für pubertierende Teenager“ an. Dennoch wird in der Kritik hervorgehoben, dass das Mixtape als „Gesamtwerk“ unterhaltsamer als das wenige Wochen zuvor erschienene X-Tasy des Aggro-Berlin-Rappers B-Tight ist und einige unterhaltsame Songs enthält.
Geringer Erfolg Aggrogant konnte trotz der Vermarktung durch das Berliner Label Aggro Berlin nicht in die deutschen Albumcharts einsteigen. Nachdem Aggro Berlin zuvor mit F.L.E.R. 90210, dem ersten Mixtape des Rappers Fler, auf Platz 19, Der Neue Standard, einem Mixtape des Produzentenduos Beathoavenz, auf Platz 81 und X-Tasy, der zweiten EP von B-Tight, auf Platz 55 der Albumcharts eingestiegen waren, war G-Hots Mixtape somit der einzige Tonträger des Labels im Jahr 2006, der keine Position in der Liste der 100 meistverkauften Alben der Woche belegen konnte.
Weblinks Aggrogant bei Discogs
Einzelnachweise
Kategorie:Album (Hip-Hop) Kategorie:Album 2006 Kategorie:Mixtape