mini|Verbandsab­zeichen des Artillerie-Lehr­bataillon: das allgemeine Wappen mit den gekreuzten Schwertern und dem „L“ (für Lehr-) ist umrahmt (Bord) mit der Waffenfarbe der Artillerie „Hoch­rot“.|alternativtext=Ein rotes Wappen mit zwei gekreuzten Schwertern (mit gelben Griffen) und dem Buchstaben L in weiss Lehrbataillone sind militärische Verbände einer Truppengattung, in denen neue Ausrüstungsgegenstände und Verfahren erprobt werden, bevor sie für alle anderen Bataillone der Truppengattung verbindlich vorgeschrieben werden. Meist sind Lehrbataillone in der Nähe von Truppenschulen (wie z. B. TSH oder Pi-Schule) stationiert und werden auch für Gefechtsvorführungen vor ausländischen Gästen oder Lehrvorführungen für eigene Truppen (vorwiegend Unteroffiziere und Offiziere) eingesetzt. Da insbesondere die Vorführungen und Erprobungen vor 1918 in erster Linie von Gardetruppenteilen durchgeführt wurden, dienten die wenigen Lehrtruppen in dieser Zeit vor allem der Standardisierung und Vermittlung bereits erprobter Verfahren in der gesamten Armee.

Bei den folgenden Listen von Lehrbataillonen darf nicht übersehen werden, dass es darüber hinaus noch etliche weitere Lehrtruppenteile gibt und gab, die aber als Lehr­kompanien, -regimenter, -brigaden oder -divisionen in dieser Liste nicht erscheinen.

Bis 1945 gab es folgende Lehrbataillone: Lehr-Infanterie Bataillon, ab 1895 in Potsdam dem 1. Garde-Regiment zu Fuß angegliedert Infanterie-Lehr-Bataillon, ab 1920 in Döberitz, später (1939) teilweise im Infanterie-Regiment Großdeutschland aufgegangen

Die Bundeswehr hatte seit ihrer Gründung eine Vielzahl von Lehrbataillonen, hier eine kleine Auswahl: Legende aktiv

Bezeichnung (letzter) Standort VerbleibBemerkung30x30px ABC-Abwehrlehrbataillon 210 Sonthofen aufgelöst (Teilaktiv als Geräte-Einheit)https://www.deutsche-militaerstandorte-nach1945.de/view_standorte.cfm?fnkt=3Aufstellung: 01.04.1980 / Auflösung: 31.03.2005 (Grünten-Kaserne)30x30px Artillerielehrbataillon 325 Munster aktiv 2015 aus Panzerartillerielehrbataillon 325 umbenannt34x34px Artillerielehrbataillon 345 Idar-Oberstein aktiv 2014 aus Artillerielehrregiment 345 umbenannt30x30px Aufklärungslehrbataillon 3 „Lüneburg“ (Beiname seit 2008) Lüneburg aktiv bis 2007 Panzeraufklärungslehrbataillon 333x33px Fernmeldelehrbataillon 990Maxhof aufgelöstPöcking-Maxhof / General-Fellgiebel-Kaserne30x30px Flugabwehrlehrbataillon 610Rendsburg 2001 aufgelöst später umbenannt in Panzerflugabwehrraketenlehrbataillon 61029x29px Gebirgsstabs-/Fernmeldelehrbataillon 8Murnau am Staffelsee 2006 umbenannt Umbenennung in Führungsunterstützungsbataillon 29331x31px Panzergrenadier(Lehr)Bataillon 351 Hammelburg im Rahmen der Heeresstruktur IV 1980 umgegliedert in Jäger(Lehr)Bataillon 3511./351 Stabs- und Versorgungskompanie, 2./3./4./351 Jägerkompanie M113 später SPz Marder, 5./ Schwere Jägerkompanie, RaketenAbwehrZug Cobra später MILAN, Mörserzug 120 mm, Schützenpanzerzug HS 3033x33px Jägerlehrbataillon 353 Hammelburg 2006 aufgelöstbis Oktober 1991 Panzergrenadierlehrbataillon30x30px Nachschublehrbataillon 130 1972 umbenannt Umbenennung in Nachschubbataillon 130 zum 1. Oktober 197231x31px Panzerartillerielehrbataillon 95 Munster 2002 aufgelöstNach der Auflösung des Panzerartillerielehrbataillons 95 in Munster mit Ablauf des 30. September 2002 war das Panzerartillerielehrbataillon 325 das einzige Brigadeartilleriebataillon der Panzerlehrbrigade 9. 34x34px Panzeraufklärungslehrbataillon 11 Munster 1997 aufgelöst Der Lehrauftrag, der seit 1958 beim Panzeraufklärungslehrbataillon 11 gelegen hatte, ging 1995 auf das Panzeraufklärungsbataillon 3 über.29x29px Panzerflugabwehrkanonenlehrbataillon 6Lütjenburg 2012 aufgelöst umgegliedert in Panzerflugabwehrkanonenlehrregiment 6, später in Flugabwehrlehrregiment30x30px Panzergrenadierlehrbataillon Munster 1958 umbenannt Umbenennung in Panzergrenadierlehrbataillon 9230x30px Panzergrenadierlehrbataillon 21 Hannover 1973 umbenannt entstanden 1960 durch Umbenennung Panzergrenadierbataillon 13Umbenennung 1973 in Panzergrenadierbataillon 2134x34px Panzergrenadierlehrbataillon 92 Munster aktiv entstanden 1958 aus Panzergrenadierlehrbataillon31x31px Panzergrenadierlehrbataillon 283 (PzGrenLehrBtl 283) München 1970 aufgelöst Aufstellung: 04.1959 als Lehr-Btl der HOS III in der Kronprinz-Rupprecht-Kaserne. Auflösung (bzw. Umbenennung in PzGrenLehrBtl 243) am 04.197028x28px Panzergrenadierlehrbataillon 332 Wesendorf 1997 umbenannt entstanden 1992 durch Umbenennung Panzergrenadierbataillon 332Umbenennung 1997 in Panzergrenadierbataillon 33229x29px Panzerlehrbataillon 334 Celle 2006 aufgelöst1. Oktober 1992 bis 30. Juni 200634x34px Panzerlehrbataillon 91 Munster 1992 aufgelöstAufstellung: 02.01.1980 / Auflösung: 30.09.1992 34x34px Panzerlehrbataillon 93 Munster aktiv entstanden 1958 durch Umbenennung Panzerlehrbataillon30x30px Panzerlehrbataillon 94 Munster 1992 aufgelöstAufstellung: 13.10.1961 / Auflösung: 30.09.1992 – Schulz-Lutz-Kaserne29x29px Pionierbrückenlehrbataillon 230 Ingolstadt 1997 umgegliedert entstanden 1993 aus Amphibisches Pionierbataillon 2301997 umgegliedert und umbenannt in „Schweres Pionierlehrbataillon 230“30x30px Pionierlehrbataillon Ingolstadt 1959 umbenannt Umbenennung und Umgliederung zum Pionierlehrregiment 31x31pxPionierbataillon 210 München 1993 aufgelöstNeuaufstellung 1956. Umbenennung „Schweres Pionierlehrbataillon 210“ 1959. Umbenennung „Pionierbataillon 210“ 198126x26px Pionierlehrbataillon 220 München 1993 aufgelöst Aufstellung: 21.04.1981 / Auflösung: 31.10.1993. Entstanden durch Umgliederung und Umbenennung „Schweres Pionierlehrbataillon 210“ (Funkkaserne München)27x27px Raketenartillerielehrbataillon 52 Hermeskeil 2006 aufgelöstAufstellung: 01.04.1993 in Idar-Oberstein (Klotzberg-Kaserne) / Verlegung: 01.10.1996 nach Hermeskeil.29x29px Raketenartillerielehrbataillon 72 Wuppertal 1981 umbenanntUmbenennung in Raketenartilleriebataillon 7232x32px Sanitätslehrbataillon 851 München aufgelöst (Teilaktiv als Geräte-Einheit)Aufstellung: 01.04.1981 / Auflösung: 31.03.1997 (Ernst-von-Bergmann-Kaserne)30x30px Sanitätslehrbataillon 865 München aufgelöst (Teilaktiv als Geräte-Einheit)Aufstellung: 01.01.1973 / Auflösung: 31.03.1981 31x31px Sanitätslehrregiment „Niederbayern“ Feldkirchen aktiv aufgestellt im Juli 2003 aus dem Gemischten Lazarettregiment 1228x28px „Schweres Pionierlehrbataillon 230“ Ingolstadt 2002 aufgelöst entstanden 1997 durch Umgliederung und Umbenennung Pionierbrückenlehrbataillon 23033x33px Beobachtungspanzerartillerielehrbataillon 51 Idar-Oberstein 2003 aufgelöst Aufgestellt 1956 als Artillerielehrbataillon (erster Lehrverband der Artillerie), später umbenannt in Feldartillerielehrbataillon 51

Einzelnachweise

Kategorie:Ausbildung (Bundeswehr) Kategorie:Bataillon im Heer (Bundeswehr)