Blamage [] bezeichnet eine „peinliche Beschämung“Knaur, Das deutsche Wörterbuch. Lexikographisches Institut, München 1985, S. 215. oder steht für „Bloßstellung“, „Kompromittierung“, „Peinlichkeit“.Mackensen – Großes Deutsches Wörterbuch. Südwest Verlag, München 1977.

Etymologie Das Wort Blamage stammt aus der deutschen Studentensprache in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.blamieren, Blamage. In: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. dwds.de Es wurde in der Bedeutung „Beschämung, Schande“ aus dem französischen („tadeln“) neu gebildet. Es handelt sich also nicht um eine Entlehnung, sondern um einen Scheingallizismus. Das französische geht auf das lateinische „lästern“, „schmähen“ zurück.Duden „Etymologie“ – Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 1989. Das davon abgeleitete Verb „blamieren“ wird im deutschen Sprachraum bereits seit dem 17. Jahrhundert verwendet und bedeutete entsprechend seiner französischen Vorlage zunächst „schmähen, beschimpfen“, seit dem 19. Jahrhundert dann „bloßstellen, beschämen“. Das Adjektiv „blamabel“ für „beschämend“ ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Gebrauch.

Das deutsche Wort Bloßstellung verweist auf das nackte Zurschaustellen des Betreffenden in seiner Blöße (Nacktheit) vor anderen Personen.

Literatur Georg Verweyen: Literarische Blamagen: Darstellung und Funktion eines peinlichen Topos in der deutschsprachigen Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts. LIT Verlag, 2009, ISBN 978-3-8258-1977-4 (books.google.de). Christian Saehrendt: Blamage! Geschichte der Peinlichkeit. Bloomsbury, Berlin 2012.Autoren-Interview zum Thema „Blamage“. Spiegel Online, kulturspiegel, 2012.

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Einzelnachweise

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