mini|Diamantquader-Mauerwerk am Palazzo dei Diamanti, Ferrara (Italien) Der Diamantquader ist in der Architektur ein Quader, dessen Ansichtsfläche einem geschliffenen Diamanten ähnlich bearbeitet ist.Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (, abgerufen am 30. Dezember 2023), S. 131. Durch das gleichmäßige glatte Bearbeiten entstehen Strukturen, die geometrisch Pyramiden oder Walmdächern ähneln.

Geschichte mini|Schemazeichnung eines Quaders mit Diamantierung Diamantquader-Mauerwerk ist eine kunstvolle Variante und neuzeitliche Weiterentwicklung der antiken Rustizierung und eine Erfindung der italienischen Renaissance. Es wurde nördlich der Alpen besonders zur Fassadengliederung (z. B. am Sockel) verwendet und kommt auch noch in der Barockarchitektur sowie im Historismus vor.

Beispiele Casa dos Bicos, Lissabon Casa de los Picos, Segovia Gesù Nuovo in Neapel (ehemals Fassade des Palazzo Sanseverino) Palacio del Infantado, Guadalajara Palazzo dei Diamanti, Ferrara

Siehe auch Rustizierung Bossenwerk Buckelquader

Literatur

Jürgen Christern: Diamantquader. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. III, 1954, Sp. 1424–1429. (Abschrift auf rdklabor.de, abgerufen am 30. Dezember 2023) Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 25. Dezember 2023), S. 131.

Einzelnachweise

Kategorie:Ornament (Bauteil) Kategorie:Mauerstein