Watsonia ist eine Pflanzengattung in der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Die 52 bis 54 Arten sind alle in Südafrika verbreitet, wobei wenige auch in Eswatini und Lesotho vorkommen. Einige Arten sind invasive Pflanzen in einigen warmen Ländern der Welt.

Beschreibung mini|links|Illustration von Watsonia marginata aus Botanical Magazine … London, 37, 1813, Tafel 1530 mini|Blüte von Watsonia borbonica subsp. borbonica Erscheinungsbild und Blätter Watsonia-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen, die Horste und Knollen bilden. Der Stängel ist einfach oder verzweigt. Die langen Laubblättern besitzen eine flache, lanzettliche bis lineale Blattspreite.

Generative Merkmale Sie bilden aufrechte, vielblütige, ährige Blütenstände. Die Hochblätter sind grün und oft rot getönt. Die relativ kurzlebigen, nur selten duftenden, zwittrigen Blüten sind dreizählig und meist zygomorph. Die sechs mehr oder weniger gleichen Blütenhüllblätter sind zu einer Röhre verwachsen, im oberen Bereich ausgebreitet oder fast aufrecht und vor allem orangefarben, rot oder rosafarben, selten weiß. Der Griffel ist ab etwa der Hälfte seiner Länge in drei dünne Griffeläste geteilt.

Die kugeligen bis meist länglichen Kapselfrüchte enthalten einige bis viele Samen. Die hellbraunen, kantigen Samen besitzen einen oder zwei Flügel.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 9.

Systematik und Verbreitung Die Gattung Watsonia wurde 1758 durch Philip Miller in Figures of Plants in the Gardeners Dictionary, 2, S. 184 aufgestellt. Typusart ist Watsonia meriana Der Gattungsname Watsonia ehrt den britischen Botaniker Sir William Watson (1715–1787). Synonyme für Watsonia sind: Callanthus , Lomenia , Lemonia , Warneria , Neuberia , Meriana .

Die Gattung Watsonia gehört zur Tribus Watsonieae in der Unterfamilie Crocoideae (Syn.: Ixioideae) innerhalb der Familie der Iridaceae.

Watsonia-Arten sind alle in Südafrika verbreitet, wobei wenige auch in Eswatini und Lesotho vorkommen.

mini|Watsonia aletroides mini|Watsonia angusta mini|Watsonia borbonica als invasive Pflanze in Hawaii mini|Blütenstand von Watsonia borbonica subsp. borbonica mini|Watsonia coccinea mini|Watsonia densiflora mini|Blütenstand von Watsonia densiflora im Habitat mini|Watsonia humilis mini|Watsonia marginata mini|Blüten von Watsonia meriana mini|Brutzwiebeln am Blütenstand von Watsonia meriana mini|Horst von Watsonia pillansii mini|Watsonia stenosiphon

Es gibt 52 bis 54 Watsonia-Arten: Watsonia aletroides : Sie gedeiht im Fynbos von Bot River bis Knysna und Uniondale im Westkap. Mindestens die Hälfte der bekannten Fundorte sind durch Felder verschwunden. Sie wurde in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „Near Threatened“ = „gering gefährdet“ bewertet. Watsonia amabilis : Sie gedeiht im Fynbos von Paarl bis Sir Lowry’s Pass im Westkap. Durch Landwirtschaft glaubte man, dass sie bereits ausgestorben sei. Doch gibt es an einigen voneinander stark isolierten Standorten noch Bestände. Diese restlichen Bestände sind auch durch Buschbrände und invasive Pflanzen gefährdet. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „Critically Endangered“ = „vom Aussterben bedroht“ bewertet. Watsonia amatolae : Dieser Endemit ist von fünf Aufsammlungen aus den Amathole Mountains und von Katberg sowie Gaika’s Kop bis Hogsback sowie Dohne Peak aus dem Ostkap bekannt. Die Bestände gelten als stabil. Sie wurde in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „Rare“ = „selten, aber nicht gefährdet“ bewertet. Watsonia angusta : Sie ist in den südafrikanischen Provinzen West- sowie Ostkap und KwaZulu-Natal verbreitet. Die Bestände gelten als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia bachmannii : Die seltene Art ist nur von zehn Fundorten in Höhenlagen von 50 bis 500 Metern von Umtamvuna bis Mkweni River im Ostkap sowie KwaZulu-Natal bekannt. Ihre Bestände sind oft sehr klein, manchmal nur mit einem Exemplar. Es gibt vielfältige Ursachen für die fortlaufende Verringerung der Bestände. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „vulnerable“ = „gefährdet“ eingestuft. Watsonia bella : Sie kommt in Eswatini und Mpumalanga vor. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia borbonica : Es gibt zwei Unterarten: Watsonia borbonica subsp. ardernei (Syn.: Watsonia ardernei , Watsonia obrienii ): Es sind nur sechs Fundorte von Paarl bis Rawsonville im Westkap bekannt. Es gibt drei Fundorte in Bergregionen, die relativ sicher sind, aber durch invasive Pflanzenarten beeinträchtigt sind. Die Bestände der drei Fundorte im Tiefland nehmen im Breede-River-Tal durch Ausweitung von Weingärten ab und in der Stellenboschregion sind invasive Pflanzenarten ein Problem. Sie gedeihen im Fynbos in niedrigen bis mittleren Höhenlagen auf felsigen Hängen über Sandstein. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „vulnerable“ = „gefährdet“ eingestuft. Watsonia borbonica subsp. borbonica (Syn.: Tritonia cooperi , Tritonia quinquenervata , Watsonia cooperi , Watsonia pyramidata ): Sie kommt im Westkap vor. Die Bestände gelten als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia canaliculata : Dieser Endemit gedeiht im Mistbelt Grassland in den KwaZulu-Natal Midlands und ist von weniger als fünf Fundorten bekannt. Die Bestände nehmen fortlaufend ab durch Aufforstung und invasive Pflanzenarten. Sie wurde in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „endangered“ = „stark gefährdet“ bewertet. Watsonia coccinea : Sie kommt im Westkap vor. Die Bestände gelten als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia confusa : Sie kommt im Ostkap und KwaZulu-Natal vor. Die Bestände gelten als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia densiflora : Sie kommt im Ostkap und KwaZulu-Natal vor. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia distans : Dieser Endemit kam von Franschhoek bis Villiersdorp im Westkap vor. Er gedeiht in Bergsümpfen. Von den früheren neun Fundorten ist nur einer verblieben. Die Gründe für den Verlust an Habitaten sind vielfältig. Der letzte Fundort wurde 1997 im Gipfelbereich des Stettynsberg mit weniger als 250 ausgewachsenen Exemplaren gefunden. Sie wurde 2007 in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „endangered“ = „stark gefährdet“ bewertet. Watsonia dubia : Dieser Endemit kommt nur im nördlichen Swartland im Westkap vor. Von seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet zwischen Citrusdal und Wellington gingen in den letzten 120 Jahren über 80 % durch Ackerbau verloren. Es sind nur noch drei Fundorte im Tiefland mit weniger als 250 ausgewachsenen Exemplaren verblieben. Er gedeiht auf Granit- und Lehmhängen im Renosterveld. Etwa 100 Exemplare sind im Elandsberg Private Nature Reserve und Voëlvlei Provincial Nature Reserve geschützt. Die restlichen Exemplare befinden sich auf einem privaten Farmland nahe Wolseley und ihr Bestand verringert sich fortlaufend. Sie wurde 2007 in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „endangered“ = „stark gefährdet“ bewertet. Watsonia elsiae : Sie ist nur von drei Fundorten von Uniondale bis Joubertina im Ost- sowie Westkap bekannt. Sie gedeiht auf trockenen Fynbos-Hängen. Ihre Bestände sind auf vielfältige Weise beeinträchtigt, trotzdem gelten sie als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „vulnerable“ = „gefährdet“ eingestuft. Watsonia emiliae : Dieser Endemit gedeiht im Fynbos an steinigen Sandsteinhängen in größeren Höhenlagen in Swartberg und den Langebergen im Westkap. Er blüht nur nach Buschbränden. Es sind nur zwei Fundorte bekannt, die beide geschützt sind, deshalb gelten die Bestände als stabil. Sie wurde in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „Rare“ = „selten, aber nicht gefährdet“ bewertet. Watsonia fergusoniae : Dieser Endemit ist von weniger als zehn Fundorten nur von Agulhasebene bis zum Gourits River im Westkap bekannt. Er gedeiht im Fynbos. Die Bestände nehmen durch Habitatverlust aufgrund von Landwirtschaft und invasive Pflanzenarten ab. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „vulnerable“ = „gefährdet“ eingestuft. Watsonia fourcadei : Sie ist in den südafrikanischen Provinzen West- sowie Ostkap verbreitet. Die Bestände gelten als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia galpinii : Sie ist in den südafrikanischen Provinzen West- sowie Ostkap verbreitet. Die Bestände gelten als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia gladioloides : Sie ist in den südafrikanischen Provinzen Ostkap sowie KwaZulu-Natal verbreitet. Die Bestände gelten als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia humilis : Diese Art war früher im Westkap im Breede-River-Tal von Tulbagh bis Worcester und im Tiefland von Malmesbury bis Franschhoek sowie Gordon’s Bay verbreitet. Es sind nur noch zwei voneinander isolierte Fundorte verblieben: Gordon’s Bay (mit weniger als 50 blühfähigen Exemplaren) und über 80 km entfernt wurde 2012 im Breede-River-Tal nahe Wolseley ein zweiter Fundort wiederentdeckt. Sie gedeiht im Fynbos in saisonal feuchten lehmigen und tonigen Alluvialebenen. Die beiden Bestände nehmen durch vielfältige Faktoren fortlaufend ab. Sie wird 2013 in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „Critically Endangered“ = „vom Aussterben bedroht“ bewertet. Watsonia hysterantha : Dieser Endemit kommt nur von Saldanha bis Langebaan in der Provinz Westkap vor. Er gedeiht im Fynbos auf Granitaufschlüssen im Küstenbereich. Alle acht bekannten Fundorte sind durch Verstädterung und Industrie gefährdet. Die Bestände gelten als stabil. Sie wurde in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „Near Threatened“ = „gering gefährdet“ bewertet. Watsonia inclinata : Dieser Endemit kommt nur von vom Umtamvuna River bis zum Mkweni River im Ostkap sowie KwaZulu-Natal vor. Alte Herbarbelege zeigen, dass man nahe Kokstad nach dieser Art suchen sollte. Sie gedeiht im Küstengürtel des Indischen Ozeans und in der Savanne in niedrigen, offenen und oft steinigen Grasland über der Msikaba-Sandstein-Formation. Die höchstens fünf Fundorte sind durch Landwirtschaft, insbesondere Überweidung gefährdet. Trotzdem gelten Bestände als stabil. Der Fundort in Umtamvuna Nature Reserve ist geschützt. Sie wird 2007 in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „vulnerable“ = „gefährdet“ eingestuft. Watsonia knysnana : Sie ist in den südafrikanischen Provinzen West- sowie Ostkap verbreitet. Die Bestände gelten als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia laccata (Syn.: Watsonia albertiniensis , Watsonia brevifolia , Watsonia caledonica , Watsonia muirii ): Sie kommt in der südafrikanischen Provinz Ostkap vor. Die Bestände gelten als stabil. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft. Watsonia latifolia : Sie ist in Eswatini, Mpumalanga sowie KwaZulu-Natal verbreitet. Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft.