Nina Franoszek (* 16. März 1963 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben und Karriere Nina Franoszek wuchs in Berlin auf. Ihre Mutter Franek ist Malerinhttp://www.franek-berlin.de/?id=4&lang=d, ihr Vater Eduard Franoszekhttp://www.franoszek.org/?id=3&lang=d war Professor an der Universität der Künste Berlin. Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre war Franoszek das Model der Künstler Salomé, G. L. Gabriel und Rainer Fetting (vgl. Neue Wilde).http://www.ninafranoszek.com/pages/lebenslauf.html Sie nahm Tanzunterricht und trat in der von der Neuen Deutschen Welle geprägten Berliner Szene mit verschiedenen Künstlern auf. Mit 17 Jahren wurde Franoszek von Rainer Werner Fassbinder entdeckt.Deutsche Schauspieler in Hollywood: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Spiegel Online vom 21. August 2002 Ihr Kinodebüt gab sie 1982 mit Domino unter der Regie von Thomas Brasch und Sei zärtlich Pinguin unter der Regie von Peter Hajek. Nach dem Abitur absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover ein klassisches Schauspielstudium.http://www.schauspiel.hmtm-hannover.de/de/alumni/im-rampenlicht/ Engagements für nationale und internationalen Theaterproduktionen folgten.

1989 wurde sie in ihrer ersten englischsprachigen Rolle in dem Kinofilm Buster’s Bedroom besetzt, einer Komödie von Rebecca Horn mit Donald Sutherland und Geraldine Chaplin, die mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde.http://www.ninafranoszek.com/pdf/filme/1991_BUSTERS_BEDRROM.pdf In den folgenden Jahren war Franoszek in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Sie spielte Episodenhauptrollen u. a. in Tatort, Der letzte Zeuge und der französischen TV-Serie Julie Lescaut, Episode Die Spitze des Dreiecks (L’enfant témoin) (1994).

In durchgehenden weiblichen Hauptrollen konnte man sie in dem deutsch-italienischen TV-Mehrteiler Zwei Männer und die Frauen (1995), Regie Jörg Grünler, und der komödiantischen TV-Serie Körner & Köter (2002–2003), Regie Hans Werner, zusammen mit Max Tidof sehen. Für ihre Hauptrolle in dem Fernseh-Dreiteiler Sardsch erhielt sie 1998 zusammen mit Axel de Roche (Regie & Kamera), Hannes Jaenicke (Hauptdarsteller) und Rolf Hoppe (Hauptdarsteller) den Grimme-Preis. Unter der Regie von Claudia Prietzel spielte Franoszek 1999 im Fernsehfilm Schande, der im selben Jahr mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und Oliver Hirschbiegel inszenierte sie in dem interaktiven TV-Movie Mörderische Entscheidung (1991) und Kommissar Rex (1994). Neben Claudia Michelsen und Devid Striesow trat sie in dem Grimmepreis-nominierten Drama 12 heißt: Ich liebe dich (2007) auf.

Im Kino sah man Franoszek u. a. neben Tilda Swinton in The Party – Nature Morte (1990), Regie Cynthia Beatt, mit Götz Schubert in Der Zimmerspringbrunnen (2001), Regie Peter Timm, und in Roman Polańskis Kinofilm Der Pianist (2002) als polnische Flüchtlingsfrau.http://www.ninafranoszek.com/pdf/mappen/villa_aurora_auktion_2003.pdf

Seit 1998 hat sich Franoszek in Los Angeles einen zweiten Arbeitsschwerpunkt aufgebaut. 1999 gab sie ihr Regiedebüt am Pacific Resident Theater in Los Angeles mit zwei Strindberg-Inszenierungen (Spiel mit dem Feuer, Die Stärkere).http://www.pacificresidenttheatre.com/the-company/co-op-history/ Die Hauptrollen spielten Orson Bean, Alley Mills und Paula Malcomson. Es folgten zahlreiche Inszenierungen und szenische Lesungen u. a. mit Eric Braedenhttp://www.ninafranoszek.com/pdf/mappen/Ein_persoenlicher_Abend_mit_Lion_Feuchtwanger_at_Villa_Aurora.pdf und Curt Lowenshttp://www.ninafranoszek.com/pdf/mappen/Enemy_Number_One%20_Performance.pdf in der Villa Aurora und dem Goethe-Institut in Los Angeles.

Von ihrer Regiearbeit für den Episodenfilm GG 19 – Deutschland in 19 Artikeln Episode 5 Der große Videoschwindel (2007) hat Franoszek sich distanziert. Ihr Beitrag zur Verfilmung des Grundgesetzes wird im Abspann Alan Smithee zugeschrieben.

In den USA war sie Gaststar in der vielfach ausgezeichneten TV-Serie Mad Men (Episode Jet Set)http://www.tvspielfilm.de/news-und-specials/interviewsundstories/icke-traeum-von-hollywood-deutsche-in-hollywood,4787151,ApplicationGallery.html?page=8 und sie spielte die schwedische Rolle Galahttp://www.germanworldonline.com/index.php/nina-franoszek-is-starring-in-easy-to-assemble/ in der Webserie Easy to Assemblehttp://www.imdb.com/title/tt1300926/fullcredits#cast von und mit Illeana Douglas.

2013 spielte sie in der zweiten Staffel von Weissensee die durchgehende Rolle der Psychologin Ute Dannowski und erhielt 2014 mit dem Schauspielensemble den Deutschen Schauspielerpreis für Bestes Ensemble.http://www.filmstarts.de/nachrichten/18482971.html

In der neunten Staffel von Heidi Klums Germany's Next Topmodel-Folge Expression Edition bringt Franoszek den Kandidatinnen als Schauspielcoach bei, wie man auf Knopfdruck weint, und in dem Videospiel Wolfenstein: The New Order spielt sie die Antagonistin Frau Engel."Game Review: Wolfenstein – The New Order". Push-Start. Sie entwickelte die Figur in Motion Capture unter der Regie von Tom Keegan und ist auch die deutsche Stimme von Frau Engel."Wolfenstein: The New Order is a great 'what if' adventure". ABC10, 20. Mai 2014

Franoszek ist Mitglied der Deutschen Filmakademiehttp://www.deutsche-filmakademie.de/index.php?action=popup&id=62&num=627, des Bundesverbands RegieSiehe , des Bundesverbands der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) und der amerikanischen Screen Actors Guild (SAG)Siehe http://www.sag.org/iactor/NinaFranoszek. Sie ist Finalistin des Actor’s Studio und Mitglied der Villa Aurora. Von 2007 bis 2013 war sie Jurorin der International Academy of Television Arts & Sciences.http://www.imdb.de/media/rm2697167104/nm0291711

Filmografie (Auswahl) Kino 1982: Domino 1982: Sei zärtlich, Pinguin 1991: Buster’s Bedroom 1991: The Party – Nature Morte 1993: Ohne Mich (Kurzfilm) 1994: Joint Venture 1995: Stille Nacht – Ein Fest der Liebe 2000: Casting About 2001: Der Zimmerspringbrunnen 2001: Marlene Dietrich – Her Own Song 2002: Der Pianist 2004: Beyond the Sea – Musik war sein Leben 2005: Miriam 2008: Martha (Kurzfilm) 2015: En Route (Kurzfilm)

Fernsehen 1990: Steuergeheimnisse 1992: Die Liebesreise des Herrn Matzke 1994: Kommissar Rex – Tödliche Teddys (Fernsehserie) 1994: Julie Lescaut – Die Spitze des Dreiecks 1995: Zwei Männer und die Frauen (deutsch-italienische Fernsehserie) 1997: Nur für eine Nacht 1998: SK Kölsch – Du sollst nicht stehlen (Fernsehserie) 1998: Im Atem der Berge 1998: Krambambuli 1998: Kommissar Rex – Tod eines Schülers (Fernsehserie) 1999: Schande 1999: Tatort – Tödliches Labyrinth (Fernsehreihe) 2001: Der Zimmerspringbrunnen 2002: Tatort – Endspiel 2002–2003: Körner und Köter (Fernsehserie) 2004: Im Namen des Gesetzes – Das Spiel ist aus (Fernsehserie) 2006: Ein Sommer mit Paul 2007: 12 heißt: Ich liebe dich 2007: The Loop – Windows  (US-Fernsehserie) 2008: Mad Men US – The Jet Set (US-Fernsehserie) 2009: Jenseits der Mauer 2011: Easy to Assemble 2011: Scharfe Hunde 2013: Children’s Hospital – The Gang Gets Sushi (US-Fernsehserie) 2013: Weissensee – Die Rückkehr (Fernsehserie) 2013: Weissensee – Julia (Fernsehserie) 2014: Germany's Next Topmodel Schauspielcoach 2016: Katie Fforde – Hexensommer 2017: Germany's Next Topmodel Emotioncoach 2017: München Mord – Auf der Straße, nachts, allein (Fernsehreihe) 2018: Katie Fforde – Familie auf Bewährung 2019: Letzte Spur Berlin – Sommersonnenwende 2019: Camping mit Herz

Auszeichnungen 1998: Adolf-Grimme-Preis für Sardsch 2014: Deutscher Schauspielerpreis Bestes Ensemble in einer Fernsehserie für Weissensee (2 Staffel)

Weblinks

Nina Franoszek bei castupload.com Offizielle Website von Nina Franoszek Deutsche Schauspieler in Hollywood: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Spiegel Online vom 21. August 2002 Interview mit Nina Franoszek Ihr Leben als Schauspielerin in Los Angeles

Einzelnachweise

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