In der Liste der Baudenkmäler in Völklingen sind alle Baudenkmäler der saarländischen Stadt Völklingen nach ihren Ortsteilen aufgelistet. Grundlage ist die Veröffentlichung der Landesdenkmalliste im Amtsblatt des Saarlandes vom 22. Dezember 2004 und die aktuelle Teildenkmalliste der Mittelstadt Völklingen in der Fassung vom 9. August 2017.

Fenne Lage Bezeichnung Beschreibung Bild Saarbrücker Straße/Am Holzplatz Ensemble Bahnhof Fürstenhausen Der 1906/07 erbaute Bahnhof war in der Blütezeit der Montanindustrie einer der bedeutenderen Haltepunkte der Rosseltalbahn, da die Strecke von Saarbrücken durch das Saartal hier ins Rosseltal abzweigte. Nachdem die Strecke 1976 für den Personenverkehr stillgelegt wurde, wurde der Bahnhof verkauft. Aufgrund des starken Güterverkehrs besaß der Bahnhof schon früh eine eigene Rangierlokomotive. Neben dem Empfangsgebäude entstanden auch drei Eisenbahnerwohnhäuser für die Angestellten des Bahnhofs.Karl H. Janson, Wolfgang Schöpp: Der Eisenbahnknoten Völklingen. Sutton Verlag, Erfurt 2014, ISBN 978-3-95400-397-6, S. 47, 50f Das große Empfangsgebäude hatte außerdem einen eigenen Anbau für einen großen Wartesaal.Saarbrücker Straße 116, Bahnhofsempfangsgebäude, 1906/07 (Einzeldenkmal)100pxSaarbrücker Straße 118, Eisenbahnerwohnhaus, 1907 (Ensemblebestandteil)Saarbrücker Straße 120, Eisenbahnerwohnhaus, 1907 (Ensemblebestandteil)Saarbrücker Straße 122/124, Eisenbahnerwohnhaus, 1908 (Ensemblebestandteil)Am Holzplatz, Wasserturm des Bahnhofs Fürstenhausen, 1907 (Einzeldenkmal)100px Hausenstraße/Leostraße Ensemble GlasmachersiedlungDie ehemalige Glasmachersiedlung besteht in der Hausenstraße aus Doppel- in der Leostraße aus Einzelhäusern, die alle zwischen 1904 und 1908 nach Plänen von Richard Schmidt entstanden sind.Hausenstraße 48a/b, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 49/51, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 50a/b, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 52a/b, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 53/55, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 54a/b, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 56a/b, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 57/59, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 58a/b, Doppelwohnhaus, Wohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 60a/b, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 62a/b, Doppelwohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Hausenstraße 64a/b, Wohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Leostraße 1a/b, Wohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Leostraße 2a/b/c/d, Wohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Leostraße 4a/b/c, Wohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)Leostraße 6a/b, Wohnhaus, 1904–08 von Richard Schmidt (Ensemblebestandteil)HausenstraßeWerkhalle der Fenner GlashütteNachdem Napoleon Bonaparte 1809 angeordnet hatte, dass die Fortführung der Konzession für die Karlsbrunner Glashütte nur genehmigt würde, wenn diese statt mit Holz mit Kohle befeuert würde, zog die Hütte zwischen 1811 und 1813 nach Fenne in die Nähe von zwei Kohlegruben. Unter Familie Raspiller blühte die Glashütte auf und musste mehrfach erweitert werden. Um 1900 entstand die Werkhalle der Glashütte mit ihren markanten Rundbogenfenstern. Mit Kriegsbeginn im Jahr 1939 wurde die Glasherstellung in Fenne vorläufig eingestellt und nach Kriegsende auch nicht wieder aufgenommen.Glashütte Fenne, memotransfront – Stätten grenzüberschreitender ErinnerungSaarbrücker StraßeKesselhaus des Kohlekraftwerks Fenne IDas Kraftwerk Fenne wurde 1922/23 errichtet und 1924 in Betrieb genommen. Sowohl das Kesselhaus aus dieser Zeit (erbaut 1922 bis 1926) wie auch die spätere Erweiterung stehen unter Denkmalschutz.Saarbrücker StraßeTurbinenhalle des Kohlekraftwerks Fenne INeben dem Kesselhaus von Kraftwerk Fenne steht auch die Turbinenhalle unter Denkmalschutz. Sie wurde ebenso wie das Kesselhaus in den Jahren 1922 bis 1926 erbaut.100pxSaarbrücker Straße 179Turnhalle der Volksschule FenneDie Turnhalle wurde zwischen 1957 und 1960 von einem Architekten Hoferer erbaut.

Fürstenhausen Lage Bezeichnung Beschreibung BildFürstenstraße 25Wohn- und ForsthausDer nahe Warndtwald veranlasste die Grafen von Saarbrücken im Bereich des heutigen Fürstenhausen ein Jagd- und Forsthaus zu erbauen und die waldreiche Region zur Jagd und Forstwirtschaft zu nutzen. Bereits im 17. Jahrhundert stand hier ein Forsthaus. Das erhaltene Forsthaus wurde 1792 erbaut und dient heute als Wohnhaus.

Geislautern Lage Bezeichnung Beschreibung BildIm KirchenfeldKath. Kirche Mariä HimmelfahrtDie kath. Kirche Mariä Himmelfahrt 1906/1907 nach dem Plan des Architekten Wilhelm Hector im Stil der Neugotik erbaut. Das helle Gebäude mit auffällig rustizierten Lisenen, Strebepfeilern und Gesimsen aus Sandstein ist asymmetrisch aufgebaut und besitzt ein auffällig breites Querschiff. Am Eingangsportal angebaut ist ein achteckiges Türmchen.100pxLudweiler StraßeBahnhofsempfangsgebäude des Bahnhofs GeislauternDer Bahnhof Geislautern wurde 1906 im Zusammenhang mit dem Bau der Rosseltalbahn erbaut.Ludweilerstraße 169WegekreuzDas Wegekreuz stammt aus dem 4. Viertel des 19. Jahrhunderts.

Lauterbach Lage Bezeichnung Beschreibung BildHauptstraße 146DorfkreuzDas Wegekreuz wurde 1786 erbaut.PaulinusstraßeKath. Kirche St. Paulinus mit AusstattungDie „Warndtdom“ genannte Kirche wurde 1911/12 nach Entwürfen von Peter Marx erbaut. Das wuchtige Kirchengebäude wurde im Stil des Historismus errichtet und orientiert sich insbesondere an der Romanik. St. Paulinus besitzt ein breites Mittelschiff mit einem langgestreckten und kassettierten Tonnengewölbe und zwei schmalen Seitenschiffen. Im Inneren erinnert eher an ein klassizistisches Gebäude. In den 1920er-Jahren wurde die Kirche innen aufwendig ausgemalt.100pxBergmannsdenkmal LauterbachAm 5. Juli 1876 kamen im Bergwerk in L’Hôpital („Spittel“) 42 Bergleute ums Leben, darunter 26 aus Lauterbach. Die Lauterbacher Bergleute wurden in einem Massengrab auf dem alten Friedhof der St.-Paulinus-Kirche beigesetzt.100px

Ludweiler Lage Bezeichnung Beschreibung BildAm Bürgermeisteramt 5RathausDas Rathaus in Ludweiler wurde 1830 erbaut und um 1910 sowie in den 1950er-Jahren erweitert. Heute ist es Sitz des Heimatkundlichen Vereins Warndt.Hugenottenstraße 14ArbeiterbauernhausErbaut 1848Landstraße 276 nach KarlsbrunnWasserwerkErbaut 1908Lauterbacher Straße 136Arbeiterbauernhaus mit AusstattungErbaut 1863Lauterbacher Straße 150Kath. Kapelle St. WendalinusSt. Wendalinus wurde 1898/99 nach den Plänen von Reinhold Wirtz von der Pfarrei St. Wendalinus in Großrosseln als Kapelle gebaut. Ursprünglich war sie als Chor einer später zu erbauenden größeren Kirche geplant. Diese wurde jedoch nie ausgeführt. Nachdem die Kirche in den 1970er-Jahren immer stärker verfiel, wurde sie in den 1980er-Jahren und 1997 umfassend renoviert. Die Malereien im Inneren stammen von dem Maler H. Klein aus Merzig und wurden 1901 angefertigt.Kapelle St. Wendalinus, Pfarreiengemeinschaft WarndtLauterbacher Straße 136BauernhausErbaut 1863Schulstraße 10Alte SchuleErbaut 1909/10Schulstraße 12Neue SchuleDie neue Schule in Ludweiler wurde 1930/31 von Fritz Otto und Driesch neben der alten Schule erbaut und 1950 bis 1960 erweitert.Völklinger Straßeev. KircheDie Hugenottenkirche wurde 1786 nach Plänen von Architekt und Baumeister Balthasar Wilhelm Stengel als schlichter Saalbau im Barockstil erbaut. Der Dachreiter wurde 1876/77 durch einen Turm ersetzt, der in neugotischen und -romanischen Formen ausgeführt wurde und vor der Kirche steht. Der Zugang erfolgt über eine zweiläufige Treppe durch den Turm. 1958 wurde die Kirche nach Osten erweitert. Die Betonglasfenster zu beiden Seiten des Querschiffs, die perspektivisch sich verkleinernende Kreuze darstellen, symbolisieren die Vertreibung der Hugenotten über die ganze Welt. Zur Ausstattung gehören auch eine Stumm-Orgel von 1857 und der Grabstein Familie de Guiffardierre aus dem 18. Jahrhundert.100pxVölklinger Straße 2iBauernhausDas Bauernhaus wurde um 1790 erbaut und im 19. Jahrhundert zur Gaststätte umgebaut. Erhalten sind in der Gaststube Graffiti aus der Zeit der französischen Einquartierung im Jahr 1793.

Luisenthal Lage Bezeichnung Beschreibung BildParkstraßeVilla StutzDie Villa Stutz wurde um 1910/1920 als Direktorenwohnhaus erbaut und wurde nach ihrem ersten Bewohner, dem preußischen Bergrat Ernst Stutz, benannt.ParkstraßeBerginspektionsgebäudeDas Berginspektionsgebäude der Königlichen Berginspektion II wurde um 1900 erbaut.100pxParkstraßeWaschkaue der Grube LuisenthalDie 1820 gegründete Grube erhielt 1862 mit dem Albert-Schacht ihren ersten Schacht. Zur Erschließung von größeren Fettkohlevorkommen wurde ab 1899 der Richardschacht I abgeteuft. 1912 folgte Schacht Richard II. In den 1970er-Jahren bildete Luisenthal zusammen mit der Grube Camphausen ein Verbundbergwerk. In den 1990er-Jahren wurde Luisenthal mit der Grube Warndt zum Bergwerk Warndt/Luisenthal zusammengelegt und 1995 ein untertägiger Verbund eingerichtet. Die Kohleförderung am Standort Luisenthal wurde Ende 1994 eingestellt. Die Waschkaue der Grube wurde um 1905 erbaut und wurde später als mechanische Werkstatt genutzt.100pxParkstraßeFördermaschinenhaus I am Richard-Schacht I der Grube LuisenthalDas Fördermaschinenhaus I am Richard-Schacht I wurde um 1900 erbaut.100pxParkstraße 1/3Wohn- und GeschäftshausDas Gebäude wurde 1892 von Richard Schmidt erbaut.Straße des 13. Januar 273Doppelmundloch des Veltheim-Stollens und Albert StollensDas Doppelmundloch der beiden Stollen wurde um 1840 aus Sandstein gefertigt.100px

Völklingen Lage Bezeichnung Beschreibung Bild Hohenzollernstraße/Heinestraße Ensemble Hohenzollernstraße Die Wohnhäuser in der Hohenzollern- und der Heinestraße wurden 1905/06 von H. A. Sturm und Hans Großwendt erbaut.Hohenzollernstraße 32, Wohnhaus, um 1905/06 von H. A. Sturm und Hans Großwendt (Ensemblebestandteil)Hohenzollernstraße 36, Wohnhaus, um 1905/06 von H. A. Sturm und Hans Großwendt (Ensemblebestandteil)100pxHohenzollernstraße 38, Wohnhaus, um 1905/06 von H. A. Sturm und Hans Großwendt (Ensemblebestandteil)Hohenzollernstraße 40, Wohnhaus, um 1905/06 von H. A. Sturm und Hans Großwendt (Ensemblebestandteil)Hohenzollernstraße 42, Wohnhaus, um 1905/06 von H. A. Sturm und Hans Großwendt (Ensemblebestandteil)Hohenzollernstraße 44, Wohnhaus, um 1905/06 von H. A. Sturm und Hans Großwendt (Ensemblebestandteil)Heinestraße 35, Wohnhaus, um 1905/06 von H. A. Sturm und Hans Großwendt (Ensemblebestandteil) Richardstraße Ensemble Richardstraße Zum Denkmalensemble in der Richardstraße gehören das Direktorenwohnhaus der Völklinger Hütte, das um 1905 von Hans Großwendterbaut wurde, sowie die Villa Röchling und mehrere Beamtenwohnhäuser des preußischen Bergfiskus.Richardstraße 1, Direktorenwohnhaus der Völklinger Hütte, um 1905 von Hans Großwendt, Umbau um 1948 (Ensemblebestandteil)100pxRichardstraße 2, Beamtenwohnhaus der Völklinger Hütte, 1904–06 von Hans Großwendt (Ensemblebestandteil)Richardstraße 3/3a, Villa Röchling mit Park und Ökonomiegebäude, 4. Viertel 19. Jh. von Hans Großwendt, Erweiterungen 1907 und 1922, um 1946 Umbau zum Wohnsitz des frz. Generaldirektors der Röchling’schen Eisen- und Stahlwerke, Ökonomiegebäude von 1907 bis