mini|Expressionistische Feierhalle von 1930/31
Der Friedhof Zehlendorf ist ein landeseigener Friedhof von Berlin im Ortsteil Zehlendorf, Onkel-Tom-Straße 30. Seine Fläche beträgt 91.995 m².Liste der Friedhöfe in Berlin Das Ensemble der beiden Friedhofskapellen steht unter Denkmalschutz.
Geschichte
Er wurde 1871 angelegt, nachdem der Kirchhof um die Zehlendorfer Dorfkirche zu klein geworden war. Die erste Beisetzung erfolgte im Januar 1871. Zu Beginn stand auf dem Friedhof nur ein Leichenschuppen zur Verfügung, erst 1885, 14 Jahre nach der Eröffnung, wurde eine massive Kapelle mit Leichenhalle errichtet. Dieser Ziegelbau auf rechteckigem Grundriss weist neugotische Formen auf. Der Architekt ist nicht bekannt. Das ursprüngliche Portal ist heute zugemauert. 1905/06 fand eine Erweiterung des Friedhofs nach Westen und 1910 nach Norden statt. Beide Erweiterungen erfolgten durch den Stadtgartendirektor Emil Schubert, der auch hier bestattet wurde. Ab 1925 erfolgte eine dritte Erweiterung des Friedhofs, die unter der Leitung von Max Dietrich durchgeführt wurde. 1930/31 wurde im Bereich dieser nördlichen Erweiterung eine neue Feierhalle errichtet. Nach den Entwürfen von Erich Schwiertz entstand ein expressionistischer Ziegelbau.Berlin und seine Bauten, Teil X, Band A (Anlagen und Bauten für die Verwaltung), (3) Bestattungswesen, S. 117f Mit diesem im Zusammenhang wurde ein neuer Haupteingang an der Onkel-Tom-Straße angelegt; Eine Trauerkapelle liegt etwas südöstlich der Feierhalle.
Kriegsgräberstätte mini|Unbekannter auf Kriegsgräberstätte Auf dem nördlichen Gelände des Friedhofes liegt eine Kriegsgräberstätte mit 600 Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft. Sie besteht aus den in Berlin typischen Kissensteinen und einem etwa zwei Meter hohen Kreuz. Eine weitere Kriegsgräberstätte für etwa 50 Opfer des Ersten Weltkriegs befindet sich südlich der Feierhalle.
Beigesetzte Persönlichkeiten