300px|mini|Mit zunehmender Leistungsaufnahme der Last steigt die Amplitude des Netzstroms Die Amplitudenregelung (auch Amplitudensteuerung genannt) dient zur Leistungsregelung elektrischer Verbraucher, die mit Wechselspannungen betrieben werden. Typische Anwendungen sind die Heizungsregelungen industrieller Hochtemperaturöfen.

Funktionsweise 300px|mini|Der Sinus wird in seiner Form nicht verändert Im Gegensatz zur konventionellen Phasenanschnitt- oder Vollwellensteuerung wird bei der Amplitudenregelung nur die Amplitude des sinusförmigen Netzstroms verändert. Die Höhe der Amplitude richtet sich nur nach der entnommenen Leistung. Der Sinus wird in seiner Form nicht verändert.

Bedingt dadurch, dass Spannung und Strom in Phase liegen, die Differenz der beiden Phasenwinkel also Null ist, wird bei der Amplitudenregelung nur Wirkleistung entnommen; die Blindleistung ist Null. Hierdurch wird die Stromaufnahme auf der Netzseite im Vergleich zur Stromaufnahme bei Phasenanschnittsteuerung wesentlich verringert.

Vorteile Der kontinuierliche Stromfluss führt zu einem schonenden Betrieb der verwendeten Heizelemente und somit zu einer erheblichen Verlängerung der Lebensdauer. In Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen ist eine Verdopplung möglich.

Das Prinzip reduziert besonders in den Grenzbereichen die Oberflächenbelastung der Heizelemente.

Die Amplitudenregelung beseitigt die bei Thyristorstellern bekannten Flicker-Effekte und Oberwellen, sodass die Normvorgaben gemäß EN 61000-3-2 und EN 61000-3-3 eingehalten werden.

Blindleistungskompensationen sind nicht notwendig, die Kosten für Blindstrom entfallen.

Anwendungsbereiche Beispiele für Anwendungsbereiche von Amplitudenregelung sind Sinussteller bzw. IGBT-Steller zur Leistungsregelung von: Widerstandsheizungen Siliciumcarbid-(SiC-)Heizelementen Molybdändisilicid-(MoSi2-)Heizelementen Infrarotstrahlern

Literatur Manfred Schleicher, Winfried Schneider: Elektronische Leistungssteller. JUMO, Fulda 2016, ISBN 978-3-935742-04-7.

Kategorie:Leistungselektronik