George Rice „Joie“ Chitwood (* 14. April 1912 in Denison, Texas; † 3. Januar 1988 in Tampa Bay Florida) war ein US-amerikanischer Automobilrennfahrer. Chitwood war indianischer Abstammung.
Karriere Joie Chitwood startete zwischen 1940 und 1950 sieben Mal bei den 500 Meilen von Indianapolis. Dabei erreichte er 1946, 1949 und 1950 jeweils einen fünften Platz. 1946 fuhr er allerdings nur rund ein Viertel der Distanz selbst, danach wurde er von Sam Hanks abgelöst. 1950 übernahm Tony Bettenhausen für 51 Runden das Steuer seines Wagens. Lediglich 1949 fuhr er das Rennen alleine zu Ende. Da 1950 das Rennen mit zur Fahrerweltmeisterschaft der Formel 1 zählte, steht für ihn auch ein Grand-Prix-Start zu Buche.
Nach dem Ende seiner Motorsportkarriere gründete er in den 1950er-Jahren ein Automobil-Stunt-Unternehmen. Die „Joie Chitwood Thrill Show“ wurde in den USA rasch zu einer nationalen Institution und Chitwood konnte einige Rekorde als Stuntfahrer aufstellen. Am 3. Mai 1978 stellte er einen neuen Weltrekord auf, als er auf einem Chevrolet Chevette neun Kilometer auf zwei Rädern fuhr.
Auch in Hollywood war er als Stuntfahrer aktiv. Sein wichtigstes Engagement war seine Tätigkeit als Fahrer und Stuntkoordinator beim James-Bond-Film Leben und sterben lassen 1973.
Statistik
Indy-500-Ergebnisse JahrStartnr.StartQual (km/h)ErgebnisRundenFührungAusfall1940 42 26 195,920 15 190 0 1941 25 27 193,619 14 177 0 1946 24 12 192,798 52 51 0 Übergabe an Hanks1947 8 22 198,173 22 51 0 Getriebe1948 55 10 200,522 173 53 0 Übergabe an Russo1949 77 16 204,143 5 200 0 1950 17 9 210,403 52 85 0 Übergabe an T. Bettenhausen
Literatur Rick Popely, L. Spencer Riggs: Indianapolis 500 Chronicle. Publications International Ltd., Lincolnwood IL 1998, ISBN 0-7853-2798-3.
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