mini|Beschäftigungsschwelle in der Bundesrepublik Deutschland Die Beschäftigungsschwelle ist ein volkswirtschaftlicher Begriff und wird als Zusammenhang zwischen steigendem Bruttoinlandsprodukt und steigender Beschäftigung angegeben. In der Vergangenheit waren in Deutschland rund 1 %–1,5 % BIP-Wachstum notwendig, um die Erwerbstätigkeit um 1 % zu erhöhen.
Sie muss von der Arbeitslosigkeitsschwelle unterschieden werden, da es neben Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit zumindest auch noch die stille Reserve gibt, daher sind die Zahlen nicht einfach gegensätzliche Betrachtungen, sondern tatsächlich verschieden.
Bei der Arbeitslosigkeitsschwelle wird der Zusammenhang zwischen steigendem Bruttoinlandsprodukt und Arbeitslosenquote betrachtet. Durch den Anstieg der Produktivität und dem Anstieg der Nachfrage ändern sich die Wirtschaftsverhältnisse im Laufe der Zeit. Verschiedene Untersuchungen haben einen negativen empirischen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Arbeitslosigkeit und dem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts gefunden (Verdoorn-Gesetz, Okunsches Gesetz). Mit diesen Gesetzen wird eine Beschäftigungsschwelle postuliert, nach der ein bestimmtes Wirtschaftswachstum notwendig ist, damit die Arbeitslosigkeit nicht zunimmt, bzw. bei Übersteigen der Beschäftigungsschwelle abnimmt.
Kritik Weiterhin ist zu beachten, dass die genannten Zusammenhänge keine unbestrittenen Tatsachen sind. So berichtet Holger Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln:
Literatur Joachim Weeber: Einführung in die Volkswirtschaftslehre. 2006, S. 111.
Einzelnachweise
Kategorie:Makroökonomie Kategorie:Arbeitslosigkeit