Die Chemikalien-Ozonschichtverordnung (ChemOzonSchichtV), Langtitel (seit 24. April 2026): Verordnung über ozonabbauende Stoffe und zur Durchführung der Verordnung (EU) 2024/590, ist eine deutsche bundesrechtliche Verordnung zum Verbot von bestimmten die Ozonschicht abbauenden Halogenkohlenwasserstoffen (Halonen). Sie löste am 1. Dezember 2006 die deutsche FCKW-Halon-Verbots-Verordnung (FCKWHalonVerbV) ab.

Rechtliche Grundlagen Die Chemikalien-Ozonschichtverordnung dient zur Ergänzung der seit 11. März 2024 gültigen EU-Verordnung VO (EU) 2024/590 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Februar 2024 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 (Text von Bedeutung für den EWR) (§ 1 ChemOzonSchichtV). Die Chemikalien-Ozonschichtverordnung galt ursprünglich ergänzend zu der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen in der jeweils geltenden Fassung (§ 1 Abs. 1 ChemOzonSchichtV a.F.), die aber durch die VO (EU) 2024/590 aufgehoben wurde.

Inhalte der ChemOzonSchichtV Die ChemOzonSchichtV regelt Anzeigepflichten beim Umgang mit Halonen (§ 1 ChemOzonSchichtV), Pflichten zur Rückgewinnung und Rücknahme verwendeter Stoffe (§ 2 ChemOzonSchichtV), Verpflichtungen zur Verhinderung des Austritts in die Atmosphäre (§ 3 ChemOzonSchichtV), Vorgaben zur Sachkunde, technischen Befähigung sowie Zuverlässigkeit der beteiligten Personen bei der Rückgewinnung von ozonabbauenden Stoffen, bei der Dichtheitsprüfung sowie bei der Reparatur von festgestellten Undichtigkeiten (§ 4 ChemOzonSchichtV unter Verweis auf konkrete Einzelbestimmungen der VO (EU) 2024/590).

Verstöße gegen einzelne Anforderungen der ChemOzonSchichtV sind nach § 5 ChemOzonSchichtV (je nach Verstoß in Verbindung mit § 26 Chemikaliengesetz (Deutschland) (ChemG) oder in Verbindung mit § 69 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)) bußgeldbewehrt.

Weitergehende Hinweise Im deutschen Chemikalienrecht sind weitere Verwendungsbeschränkungen und -verbote im Hinblick auf Chemikalien (inklusive Zubereitungen, Erzeugnissen usw., die diese enthalten) in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und in der Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV) festgelegt.

Für den Betrieb bestehender Kälteanlagen finden sich ergänzende Regelungen, beispielsweise zu den Anforderungen an die Dichtheit der Anlagen, in der Chemikalien-Klimaschutzverordnung.

Weblinks

Verordnung (EU) 2024/590 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Februar 2024 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 (Text von Bedeutung für den EWR) Regelungen zu ozonabbauenden Stoffen (Stand: 24. Juli 2025), Informationen auf den Seiten des UBA (Umweltbundesamt) (Abruf: 27. April 2026) Aspekte der Kältemittelumstellung Gewerbe- und Industrieanlagen, Informationen des WD (Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages) vom 31. August 2023 (WD 8 - 3000 - 043/23) (PDF-Datei, Abruf: 27. April 2026)

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