mini|hochkant|Ortswappen

Hohenwutzen ist ein Dorf der sogenannten Insel Neuenhagen im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland. Seit der Eingemeindung im Jahre 2003 ist Hohenwutzen ein Ortsteil der Stadt Bad Freienwalde (Oder). Der Ortsteil umfasst die Gemarkung Hohenwutzen. Er hat entsprechend der brandenburgischen Kommunalverfassung und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.Brandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf; §46 In: bravors.brandenburg.de.

Geographische Lage Hohenwutzen liegt zusammen mit den Dörfern Altglietzen, Bralitz, Neuenhagen und Schiffmühle auf der Insel Neuenhagen im Norden des Oderbruchs. Hohenwutzen liegt an der Bundesstraße 158a und ist Grenzübergang nach Polen. Der polnische Nachbarort, getrennt durch die Oder-Neiße-Grenze, ist Osinów Dolny (deutsch: Niederwutzen). Mit Hohenwutzen zusammengewachsen ist das im Süden des Ortes gelegene Neuglietzen. Hohenwutzen lag an der Bahnstrecke Freienwalde–Zehden.

Geschichte mini|Grenze Deutschland/Polen in Hohenwutzen mini|hochkant|Tafel zur Erinnerung an die Befestigung des Steilufers

Hohenwutzen wurde 1337 zum ersten Mal zusammen mit anderen Dörfern der Insel Neuenhagen im Landbuch der Neumark unter dem Namen Botzow erwähnt. Das Dorf war im frühen Mittelalter von slawischen Siedlern gegründet worden. Die alte Dorfanlage weist noch die Form des wendischen Rundlings auf. Die Gehöfte sind in Hufeisenform um den Anger angeordnet. Dort wurden die Netze aufgehängt und das Vieh nachts verwahrt. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts flossen die Wasser der Oder träge und seicht durch Sumpf und Bruch. Besonders im Frühjahr kam es häufig zu Hochwassern. Unter König Friedrich II. wurde 1747–1753 der neue Oderkanal gebaut – dadurch entstand die Neuenhagener Insel – und das Oderbruch trockengelegt. Das neu dazugewonnene, fruchtbare Land wurde unter den alten Bauern, den Fischern und neuen Siedlern verteilt. Neben der Fischerei entwickelte sich der Ackerbau und die Schifffahrt. Im Jahre 1789 entstand die Siedlung Hohenwutzener Sand, in der sich immer mehr Schiffer niederließen. Hohenwutzen Sand übertraf das alte Dorf bald an Größe. Conradsbrück, ein anderer Ortsteil, entstand in einer Talmulde an der Straße nach Bad Freienwalde. Am 1. Juli 1945 wurde der Ortsteil Neuglietzen einbezogen.Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 42

Während der Zeit der DDR wurde im Ort eine zehnklassige Polytechnische Oberschule mit Turnhalle gebaut. Am 26. Oktober 2003 wurde Hohenwutzen nach Bad Freienwalde (Oder) eingemeindet.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003

Bevölkerung Jahr Einwohner1875 8521890 9321910 8681925 8471933 9531939 1.0521946 904 Jahr Einwohner1950 1.0741964 1.0001971 9791981 8611985 8451989 8231990 818 Jahr Einwohner1991 8101992 8201993 8201994 8241995 8291996 8201997 824 Jahr Einwohner1998 8241999 8372000 8372001 8172002 8192011 7502017 728 Gebietsstand des jeweiligen JahresHistorisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 18–21

Am 30. Juni 2011 hatte Hohenwutzen 750 Einwohner.Ortsteile von Bad Freienwalde

Einzelnachweise

Weblinks

Hohenwutzen In: Webauftritt der Stadt Bad Freienwalde. Hohenwutzen in der RBB-Sendung Landschleicher vom 27. März 2018

Kategorie:Ort im Landkreis Märkisch-Oderland Kategorie:Geographie (Bad Freienwalde (Oder)) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Märkisch-Oderland) Kategorie:Ersterwähnung 1337 Kategorie:Gemeindeauflösung 2003 Kategorie:Ort an der Oder