Norbert Kückelmann (* 1. Mai 1930 in München; † 31. August 2017) war ein deutscher Filmregisseur, Rechtsanwalt und Autor.
Biographie Norbert Kückelmann studierte in den 1950er Jahren Jura. Während seiner Studienzeit arbeitete er als Filmkritiker für das Radio. 1957 legte er das Staatsexamen ab und war anschließend als Rechtsanwalt in München und Mainz tätig. Durch seine Kritikertätigkeit stand er in Verbindung mit der Münchner Filmszene. 1965 gründete er mit Alexander Kluge und Hans Rolf Strobel das Kuratorium Junger Deutscher Film. Er arbeitete weiter als Rechtsanwalt, auch als er 1972 seinen ersten Spielfilm Die Sachverständigen drehte.Biographische Daten von Norbert Kückelmann in: Der neue deutsche Film, von Robert Fischer, Joe Hembus, Goldmann, 1981, Seite 243 Der Film wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
1974 gründete er mit Peter Lilienthal die Film- und Fernseh Autoren GmbH, die fortan seine Filme produzierte. Kückelmann drehte häufig nach einer wahren Begebenheit, so den Film Morgen in Alabama – inspiriert durch den rechtsradikalen Hintergrund des Oktoberfestattentats – und den Fernsehfilm Abgetrieben nach dem aufsehenerregende Fall eines Memminger Arztes, der Schwangerschaftsabbrüche in den 80er Jahren vorgenommen hatte.
Norbert Kückelmann war der Bruder der Schauspielerin Gertrud Kückelmann. Seit 1968 war er verheiratet mit der Autorin Dagmar Kekulé.
Sein Archiv befindet sich im Archiv der Akademie der Künste in Berlin.Norbert-Kückelmann-Archiv Bestandsübersicht auf den Webseiten der Akademie der Künste in Berlin. Filmografie 1973: Die Sachverständigen 1974: Die Angst ist ein zweiter Schatten 1979: Die letzten Jahre der Kindheit 1984: Morgen in Alabama 1989: Schweinegeld – Ein Märchen der Gebrüder Nimm 1992: Abgetrieben 1996: Alle haben geschwiegen 1997: Porträt eines Richters 2000: Verlorene Kinder 2002: Ich hab es nicht gewollt – Anatomie eines Mordfalls
Auszeichnungen 1973: Silberner Bär bei der Berlinale für Die Sachverständigen 1973: Deutschen Filmpreis als bester Spielfilm für Die Sachverständigen 1982: Adolf-Grimme-Preis mit Bronze für Die letzten Jahre der Kindheit (zusammen mit Gerhard Gundel) 1982: Ehrende Anerkennung beim Adolf-Grimme-Preis für Die Knapp-Familie: Die Gretelfrage (zusammen mit Stephan Meyer) 1984: Silberner Bär bei der Berlinale für Morgen in Alabama 1993: Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für Abgetrieben (ZDF) 1993: Adolf-Grimme-Preis mit Gold für Abgetrieben
Werke Robert K. oder die fünfte Gewalt (Roman), München 2013 (belleville) ISBN 978-3-923646-48-7
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 4: H – L. Botho Höfer – Richard Lester. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 506.
Weblinks
Norbert-Kückelmann-Archiv im Archiv der Akademie der Künste, Berlin
Einzelnachweise
Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland) Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Fernsehproduzent Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Dichterjurist Kategorie:Grimme-Preisträger Kategorie:Person (München) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Mann