mini|hochkant=1.25|Ittling ist die östlichste Gemarkung im Stadtgebiet von Straubing
Ittling ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Straubing (Regierungsbezirk Niederbayern, Bayern) und die östlichste im Stadtgebiet liegende Gemarkung.
Geographie Ittling liegt im Osten des Stadtgebietes und verfügt über eine Anbindung an die Bundesstraße 20 und die Bahnstrecke Straubing–Miltach. Durch den Ort fließen der Obere Leimbach und die Aitrach.
In der Gemarkung Ittling, die in etwa das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Ittling repräsentiert, liegen die Orte der damaligen Gemeinde. Dies sind neben dem namengebenden Dorf Ittling die Dörfer Haid, Oberöbling und Unteröbling, die Weiler Hofstetten und Rohrhof sowie die Einöde Gut Eglsee.
Geschichte Bei Ittling-Sand fanden sich Hinweise auf eine bereits vorgeschichtliche Besiedelung. Bei Ittling-Hofstetten wurden Gräber aus der Merowingerzeit entdeckt.
Ittling gehörte zum außerhalb der Stadt Straubing gelegenen Propsteiland des Augsburger Domkapitels und war laut Salbuch von 1444 Sitz eines Amtes. 1535 erwarb der Landesherr den Besitz. Im Gerichtsverzeichnis von 1599 wird Ittling als eine dem Renthaus Straubing unterworfene Hofmark erwähnt. Eine während des Spanischen Erbfolgekrieges entstandene nicht genehmigte Wallfahrt nach Ittling wurde im März 1708 auf Anordnung der österreichischen Besatzung stillgelegt.
Die Gemeinde Ittling gehörte zum Landkreis Straubing. Sie wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Stadt Straubing eingemeindet. Der ländlich geprägte Stadtteil entwickelte sich wegen seiner günstigen Lage an der B 20 sowie der Nähe der Gewerbe- und Industriegebiete Straubing-Ost und Straubing-Sand zur bevorzugten Wohngegend. Mit seinen ausgedehnten Wohnsiedlungen und etwa 6500 Einwohnern hat Ittling einen vorstädtischen Charakter. Der Stadtteil ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Durch Ansiedlung im Neubaugebiet Zwiequanterin verdoppelte sich die Fläche von Ittling in den vergangenen Jahren nahezu.
Einwohnerentwicklung 1835: 253 Einwohner 1871: 364 Einwohner 1885: 402 Einwohner 1900: 441 Einwohner 1925: 503 Einwohner 1950: 936 Einwohner 1961: 1004 Einwohner 1970: 2652 Einwohner 1987: 3839 Einwohner
Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche St. Johannes Baptist, erbaut 1848 bis 1850 im neuromanischen Baustil mit unverputzter Klinkerfassade. Die Vorgängerkirche war 1841 niedergebrannt.
Bildung Grundschule Straubing-Ittling Mittelschule Straubing-Ittling Kindergarten St. Johannes AWO Kindergarten Zweigstelle der Stadtbücherei Straubing, eröffnet 1991
Vereine Rasensportverein Ittling 1931 Freunde Ittlings e. V. CSU Ortsverband Straubing-Ittling TC Ittling Aitrachschützen Ittling, gegründet 1960 Freiwillige Feuerwehr der Stadt Straubing Löschzug Ittling Schlittschuhclub Kondor Ittling 1. MWSC Straubing, Motorboot und Wasserskier Club, Aitrachstrasse Stockclub Ittling KLJB Ittling-Amselfing Krieger- und Soldatenkameradschaft Ittling-Amselfing Wanderverein Gäubodenwanderer Ittling
Persönlichkeiten Edmund Buchner (1923–2011), Althistoriker und Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, in Ittling geboren
Weblinks
Hofmark Ittling im Historischen Atlas von Bayern
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Straubing Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Straubing) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)