Walter Müller (* 6. Mai 1911 in Prag; † 2. März 1969 in Starnberg) war ein österreichischer Schauspieler und Sänger.
Leben Der Sohn von Anton und Theresia Müller wuchs in Wien auf und begann seine künstlerische Laufbahn 1927 als Chorsänger am Landestheater Linz. Danach wirkte er in Bodenbach als Chor-Eleve und in Bad Hall erstmals als Schauspieler.
Müller erhielt weitere Engagements in Reichenberg, Brünn, Iglau und Karlsbad. In Mährisch-Ostrau wurde er als Buffo- und Operettentenor eingesetzt. 1938 kam er als 2. Bass an die Wiener Volksoper und sang dort in Operetten wie Frau Luna und Der Graf von Luxemburg. 1939 wechselte er ans Theater am Schiffbauerdamm in Berlin, und von 1940 bis zur Theatersperre von 1944 war er Hauptdarsteller vieler Revuen und Operetten am Metropol-Theater. Nach dem Krieg spielte er am Wiener Bürgertheater, wo er gelegentlich auch Regie führte.
Seit 1938 arbeitete er auch umfangreich für den Rundfunk. Im Kino war Müller ab 1940 zu sehen und bald festgelegt auf den immer lustigen, singenden Sonnyboy. Als Freund oder Konkurrent des eigentlichen Helden wurde er in der ersten Hälfte der fünfziger Jahre zu einem häufig eingesetzten und beliebten Filmschauspieler. Dabei spielte oft er den Typus des komischen Liebhabers.
Zu Beginn der 1960er Jahre neigte sich seine Filmlaufbahn dem Ende zu. Er agierte wieder vornehmlich in Operettenrollen am Theater und feierte 1966 seinen letzten Erfolg in einer Aufführung von Maske in Blau im Theater des Westens an der Seite von Marika Rökk.
Walter Müller war seit 1937 mit Hedwig Jahnel verheiratet und Vater einer Tochter. Er betrieb zeitweilig in Wien ein Heurigen-Lokal. Müller erlag in Starnberg einem Herzinfarkt.
Die letzte Ruhestätte befindet sich am Waldfriedhof in Starnberg.
Filmografie 1933: Abel mit der Mundharmonika (Drehbuch) 1940: Herzensfreud – Herzensleid 1942: Ein Walzer mit dir 1944: Die Frau meiner Träume 1947: Das singende Haus 1949: Ein bezaubernder Schwindler 1950: Jetzt schlägt’s 13 (Es schlägt 13) 1950: Schwarzwaldmädel 1950: Gruß und Kuß aus der Wachau 1951: Durch Dick und Dünn 1951: Schwindel im Dreivierteltakt 1951: Die Csardasfürstin 1951: Johannes und die 13 Schönheitsköniginnen 1951: Die Dubarry 1951: Das Herz einer Frau 1952: Saison in Salzburg 1952: Das Land des Lächelns 1952: Im weißen Rößl 1953: Maske in Blau 1953: Einmal keine Sorgen haben 1953: Südliche Nächte 1953: Auf der grünen Wiese 1953: Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt 1953: Hab’ ich nur Deine Liebe 1953: Hurra – ein Junge! 1954: Kaisermanöver 1954: König der Manege 1954: Ball der Nationen 1955: Der falsche Adam 1955: Drei Tage Mittelarrest 1955: Die Drei von der Tankstelle 1956: Das Liebesleben des schönen Franz 1956: Holiday am Wörthersee 1956: Hurra – die Firma hat ein Kind 1957: Drei Mann auf einem Pferd 1958: Hoch klingt der Radetzkymarsch (Regie: Géza von Bolváry) 1958: Liebe, Mädchen und Soldaten 1960: Sooo nicht, meine Herren! 1961: Unsere tollen Tanten 1963: Hochzeit am Neusiedler See 1963: Das Kriminalmuseum – Nur ein Schuh 1965: Ein Ferienbett mit 100 PS 1966: Das Spukschloß im Salzkammergut 1969: Königin einer Nacht
Literatur Rainer Dick, Ingrun Spazier: Walter Müller – Schauspieler, in CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lg. 27 (1996) Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 580 f.
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