mini|hochkant|Kloster Santo Toribio de Liébana mini|hochkant|Die vier apokalyptischen Reiter, Illustration in den Beatus-Apokalypsen des Klosters Valladolid

Beatus von Liébana (* unbekannt; † nach 798) war ein Mönch und Theologe.

Leben und Werk Beatus gehörte dem Konvent San Martin de Turieno im Tal von Liébana im Königreich Asturien an. Das Kloster trägt heute das Patrozinium Santo Toribio de Liébana und liegt in der autonomen Gemeinschaft Kantabrien im Bereich der Picos de Europa im Norden Spaniens.

Bruder Beatus wurde zum Wortführer der Gegner des Adoptianismus des Elipandus von Toledo und korrespondierte mit Alkuin. Bekannt ist er vor allem durch sein Hauptwerk, einen Kommentar zur biblischen Apokalypse in zwölf Büchern (um 776), bei dem es sich um eine Katene handelt. Der Text ist in 34 Handschriften und Fragmenten des 9. bis 16. Jahrhunderts erhalten. Die illustrierten Handschriften werden jeweils ebenfalls Beatus genannt. Beatus’ Motivation für den Apokalypsenkommentar war das mit dem Jahr 800 erwartete jüngste Gericht.

Teile des Werkes zur Apokalypse, welche sich in Spanien und Portugal befinden, wurde 2015 von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärt.

Literatur Wilhelm Bousset: Die Nachfolger des Ticonius – Beatus. In: Die Offenbarung Johannis, 6. Auflage, Göttingen 1906, S. 68–69. Brigitte Englisch: Ordo orbis terrae. Die Weltsicht in den Mappae mundi des frühen und hohen Mittelalters. Berlin 2002, ISBN 3-05-003635-4, S. 171 ff.

Mireille Mentré: Spanische Buchmalerei des Mittelalters. Wiesbaden 2006, ISBN 3-89500-196-1.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Mönch (römisch-katholisch) Kategorie:Christlicher Theologe (8. Jahrhundert) Kategorie:Heiliger (8. Jahrhundert) Kategorie:Mittelalterliche Weltkarte Kategorie:Person (Kantabrien) Kategorie:Person (Königreich Asturien) Kategorie:Geboren im 7. oder 8. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 8. oder 9. Jahrhundert Kategorie:Mann