George Moorse (* 1. Mai 1936 in New York City, New York; † 30. Juli 1999 in Köln) war ein US-amerikanischer Filmregisseur.

Moorse begann seine Arbeit in Deutschland als Drehbuchautor, unter anderem für Peter Lilienthal (Claire). Er galt als einer der führenden Regisseure des Jungen Deutschen Films und arbeitete an der Fernsehserie Anderland mit. Er inszenierte die Filme Kuckucksjahre (1967) und Der Findling (1967, nach der Novelle von Heinrich von Kleist). Bundesfilmpreise erhielt er für den Kurzfilm In side out (1965) und den Spielfilm Lenz (1971). Im Jahr 1971 drehte er zudem den TV-Horrorfilm Vampira.

Moorse verfilmte Arbeiten Peter Zadeks fürs Fernsehen und erreichte besondere Popularität als Regisseur von 186 Folgen der Kult-Serie Lindenstraße, für die er bis zu seinem Tod arbeitete. Er führte auch Regie bei dem Film Entführung aus der Lindenstraße aus dem Produktionsjahr 1995. George Moorse starb 1999 an den Folgen eines Herzinfarkts.

Im Gedenken an George Moorse wurde das Eiscafé in der Serie Lindenstraße erst „Café Moorse“ und ab Mitte 2009 „Café George“ genannt.

Darüber hinaus ist ihm der Film Am Tag als Bobby Ewing starb (D 2005) gewidmet.

Filmografie (Auswahl) 1967: Der Findling 1967: Kuckucksjahre 1968: Der Griller 1968: Liebe und so weiter 1970: Kannibal Komix oder Das Haus in Weiß 1971: Lenz 1973: Pan 1974: Inki 1974: Schattenreiter 1980: Daniel 1983: Brandmale 1983: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge 7) 1984: Gespenstergeschichten 1988: Harald und Eddi, Comedy-Reihe, Staffel 2, Folgen 7–12 1994: Harald und Eddi Extra, Special 1995: Entführung aus der Lindenstraße

Literatur Munzinger-Archiv: Internationales Biographisches Archiv. 44/1999 vom 25. Oktober 1999

Weblinks

Deutsches Filmhaus: George Moorse Nachruf in Der Spiegel

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