Montmorillon [] ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Vienne in der Region Nouvelle-Aquitaine; sie ist Verwaltungssitz des Arrondissements Montmorillon und gehört zum Kanton Montmorillon.

Die Gemeinde gilt in Frankreich als Bücherdorf.

Geografie mini|Die Gartempe in Montmorillon Montmorillon liegt 50 Kilometer südöstlich von Poitiers und 90 Kilometer nordwestlich von Limoges. Der Ort wird von der Gartempe durchflossen.

Geschichte Im Mittelalter gab es in Montmorillon eine Burg auf einem Felsen nahe der Kirche Notre-Dame, von der jedoch nichts geblieben ist.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2018 Einwohner 5743 6034 6685 6954 6667 6895 6410 5911

Sehenswürdigkeiten Das Oktogon von Montmorillon ist eine romanische Friedhofskapelle aus dem 12. Jahrhundert. Sie steht seit 1840 als Monument historique unter Denkmalschutz. Die Kirche Notre-Dame entstand vom 12. bis zum 14. Jahrhundert. Die Apsis der Krypta enthält ein großes Fresko, das die mystische Vermählung der heiligen Katharina mit dem Christuskind zeigt. Es ist das älteste Beispiel dieser Ikonografie aus dem ausgehenden 12. oder frühen 13. Jahrhundert. Im Zentrum ist die thronende Muttergottes dargestellt, die den Knaben hält, der seine rechte Hand zur gekrönten Katharina streckt. Die Kapelle Saint-Laurent des Maison-Dieu mit einer Fassade aus dem 12. Jahrhundert ist ebenfalls seit 1840 Monument historique. Die neugotische Kirche Saint-Martial aus dem 19. Jahrhundert steht an der Stelle einer romanischen Vorgängerkirche.

Geologie Montmorillon hat dem Montmorillonit seinen Namen gegeben, einem Schichtsilikat.

Städtepartnerschaften Wadern, Deutschland, seit 1977 Medina del Campo, Spanien, seit 1994 Safané, Burkina Faso, seit 1997 Gościno, Polen

Persönlichkeiten Étienne de Vignolles, genannt La Hire (1390–1442), Kampfgefährte Jeanne d’Arcs Paul de Ladmirault (1808–1898), General Régine Deforges (1935–2014), Schriftstellerin und Verlegerin

Literatur Le Patrimoine des Communes de la Vienne. Band 2, Flohic Editions, Paris 2002, ISBN 2-84234-128-7, S. 647ff. Thorsten Droste: Romanische Kunst in Frankreich. DuMont Buchverlag, Köln 1989, ISBN 3-7701-2009-4, S. 285.

Weblinks

Offizielle Website des Bücherdorfes

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