Leubetha ist einer der acht Ortsteile der Stadt Adorf/Vogtl. im sächsischen Vogtlandkreis. Die ehemalige Landgemeinde wurde 1999 eingemeindet.

Geographie Leubetha liegt im Norden der Gemeinde und grenzt an drei weitere Stadtteile Adorfs und an zwei Ortsteile einer anderen Gemeinde.

Der Stadtteil besteht zum größten Teil aus Wald und landwirtschaftlicher Nutzfläche. Durch das Dorf fließt der Eisenbach, der an der Grenze zu Rebersreuth in die Weiße Elster mündet. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geschichte Das etwa 321 Hektar große Waldhufendorf wurde 1328 als Lewbatein erstmals erwähnt. Der Name leitet sich vom slawischen Stamm l’ub-, zu deutsch lieb, eines Orts- oder Personennamen her. Der Ort gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Voigtsberg.Historisches Ortsverzeichnis Sachsen Mit den hier bereits im 14. Jahrhundert ausgebeuteten Eisenerzvorkommen entstand eine bekannte Hammerschmiede. Sie wurde später zur Hammermühle Leubetha, die sich im 19. Jahrhundert zu einem regionalen Gewerbestandort entwickelte.

Die Gemeinde Leubetha gehörte ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Oelsnitz und anschließend zum Kreis Oelsnitz und, seit der ersten sächsischen Kreisreform, zum Vogtlandkreis. Am 1. Januar 1999 wurde die Gemeinde in die Stadt Adorf/Vogtl. eingemeindet.

Durch das Dorf verlief entlang des Eisenbaches die Grenze zwischen den Bistümern Regensburg und Naumburg. Dadurch wurden die Bewohner des Dorfes bis 1940 in zwei verschiedene Pfarrbezirke gepfarrt.

Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl 1557 / 83 15 besessene Mann 1764 22 besessene Mann, 2 1/2 Hufen je 30 Scheffel 1834 248 1871 259 1890 206 Jahr Einwohnerzahl 1910 213 1925 248 1939 261 1946 248 1950 267 Jahr Einwohnerzahl 1964 232 1990 194 1991 194 1992 199 1993 204 Jahr Einwohnerzahl 1994 200 1995 204 1996 207 1997 209 1998 210 2014 186

Politik Ortschaftsrat Der Ortschaftsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Seit der letzten Wahl 2009 besteht der Rat ausschließlich aus Mitgliedern der Freien Wähler. Ehrenamtlicher Ortsvorsteher ist Peter Wolke.

Die Ortschaftsratswahlen von 1999 bis 2009 hatten folgende Ergebnisse (zum Vergleich ist auch noch die letzte Wahl zum Gemeinderat 1994 mit aufgeführt):

Parteien und Wählergemeinschaften 2009 2004 1999 19941994 fand die letzte Wahl zum Gemeinderat der damals noch selbstständigen Gemeinde statt. % Sitze % Sitze % Sitze % SitzeFWGFreie WählerLeubethaBis 1999 als Freie Wähler Adorf (FWA).98,0Die restlichen Stimmen zu 100 % entfielen auf fünf Einzelbewerber.699,0Die restlichen Stimmen zu 100 % entfielen auf zwei Einzelbewerber.7100,06––FFw LFreiwillige Feuerwehr Leubetha––––––52,15HV LDorf- und Heimatverein Leubetha e. V.––––––47,93Wahlbeteiligung in %66,550,780,496,8

Verkehr mini|Ehemaliger Haltepunkt Leubetha (2019)

Der Haltepunkt Leubetha lag an der Bahnstrecke Aš–Adorf. Diese Strecke wurde 1945 nach Zerstörung der Brücke über die Weiße Elster stillgelegt.

Der Ort ist mit der vertakteten RufBus-Linie 37 des Verkehrsverbunds Vogtland an Adorf angebunden. An der nahen B 92 liegt zudem die Haltestelle „Abzweig Leubetha“, die von der TaktBus-Linie 92 von Plauen nach Bad Elster bedient wird.

Weblinks

Ortsteil Leubetha In: Webauftritt der Stadt Adorf/Vogtl.

Einzelnachweise

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