mini|Klassisches Transporthilfsmittel – Kaffeesack mini|Fässer auf einem Neumagener Weinschiff gehören zu den ältesten Transporthilfsmitteln Transporthilfsmittel (auch: Förderhilfsmittel) dienen in der Logistik zur Bildung von Ladeeinheiten und fassen mehrere einzelne Fracht- oder Transportgüter zu größeren Einheiten zusammen.

Allgemeines Synonym werden die Begriffe Förderhilfsmittel, Lagerhilfsmittel, Ladehilfsmittel und Lademittel verwandt.Peter Klaus/Winfried Krieger (Hrsg.), Gabler Lexikon Logistik, Management logistischer Netzwerke und Flüsse, 2. Auflage, 2000, S. 146 Transporthilfsmittel besitzen keinen eigenen Antrieb, was sie von den Transportmitteln unterscheidet, auf die sie zum Transport geladen werden. Da das Ziel eines einzigen zu bewegenden Fracht- oder Transportguts vom Absender zum Empfänger objektiv nicht realisierbar und unwirtschaftlich ist (Vielfalt der Objekte), werden Ladeeinheiten gebildet. Gemäß DIN 30781 bezeichnet man Güter, die zum Zwecke des Transports, der Handhabung und der Lagerung auf einem einheitlichen Ladungsträger zusammengefasst sind, als Ladeeinheiten.Heinz M. Hiersig (Hrsg.), VDI-Lexikon Maschinenbau, Band II, 1995, S. 1259 Diese Ladeeinheiten sind in Transporthilfsmitteln verstaut.

Arten Wichtige Transporthilfsmittel sind Behälter, Container (Binnencontainer, ISO-Container, Luftfrachtcontainer), Fässer, Flaschen (wie Flaschenpost), Flat Racks, Kartonagen (Bananenkisten, Faltschachteln, Umzugskartons), Kästen, Kisten (Getränkekisten), Koffer, Körbe, Säcke, Taschen, Tiertransportboxen, Transportpaletten (Europoolpaletten, Gitterboxpaletten, Rollcontainer, Silopaletten), Tablare, Trolleys, Werkstückträger oder Wechselpritschen.Heinz M. Hiersig (Hrsg.), VDI-Lexikon Maschinenbau, Band II, 1995, S. 1259 Auf oder in ihnen können mehrere Gegenstände verstaut werden, die ansonsten einzeln zu transportieren wären. Diese Transporthilfsmittel nehmen gleiche oder ungleichförmige Güter auf, bilden gleichartige Ladeeinheiten und bündeln Mengen.Klaus Bichler/Ralf Krohn/Peter Philippi, Gabler Kompakt-Lexikon Logistik, 2005, S. 104

Diese Transporthilfsmittel können wiederum in nicht bodenunterfahrbare und unterfahrbare Transporthilfsmittel unterteilt werden.Heinrich Martin, Transport- und Lagerlogistik, 2009, S. 62 ff. Nicht bodenunterfahrbare Transporthilfsmittel sind Kleinladungsträger mit nicht tragender Plattform, unterfahrbare Transporthilfsmittel (Großladungsträger) besitzen entsprechend eine tragende und umschließende Plattform.

Wirtschaftliche Aspekte Transporthilfsmittel sind im Beschaffungs-, Produktions- und Distributionsbereich unverzichtbar, stellen jedoch eine erhebliche Kapitalbindung dar.Deutsches Institut für Interne Revision (Hrsg.), Revision der Materialwirtschaft, Logistik, 1996, S. 113 Die Kapitalbindungskosten (Abschreibungen, Kreditzinsen oder Miete) können gesenkt werden, wenn Transporthilfsmittel intensiv genutzt und dadurch die Leerkosten vermindert werden. Durch Einsatz standardisierter Transporthilfsmittel wird die Handhabung in der gesamten Lieferkette erleichtert, weil Umpacken entfällt, die Produktqualität des Transportguts gesichert bleibt, Automatisierung und Standardisierung in der Peripherie (etwa Ladekräne, Laderampen, Hebebäume) ermöglicht wird und eine Ladeflächen- oder Laderaumoptimierung erreicht werden kann.Klaus Bichler/Ralf Krohn/Peter Philippi, Gabler Kompakt-Lexikon Logistik, 2005, S. 104 Transporthilfsmittel dienen dem Schutz der Transportgüter sowie deren rationellem Durchlauf durch die Transportkette.Deutsches Institut für Interne Revision (Hrsg.), Revision der Materialwirtschaft, Logistik, 1996, S. 113

Literatur Joachim Ihme, Logistik im Automobilbau. Hanser Verlag, München 2006, ISBN 978-3-446-40221-8.

Einzelnachweise

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