Der HC Energie Karlovy Vary ist ein tschechischer Eishockeyverein aus Karlsbad (), der seit 2018 erneut an der höchsten tschechischen Eishockeyliga, der Extraliga, teilnimmt.

Geschichte mini|links|Spieler des HC Energie, 2007 Der Club wurde 1932 gegründet und spielte zunächst nur auf regionaler Ebene. 1951 gelang der Aufstieg in die höchste Spielklasse der Tschechoslowakei, der 1. Liga. 1955 konnte die Mannschaft in diesem Wettbewerb den dritten Platz ihrer Staffel belegenhockeyarchives.info, Championnat de Tchécoslovaquie 1954/55, was bis in die 1990er Jahre der größte Erfolg des Vereins blieb. Ein Jahr später folgte der Abstieg in die zweite Spielklasse und 1971 sogar in die dritte Spielklasse. Bis Mitte der 1990er Jahre wechselte der Verein zwischen zweiter und dritter Spielklasse hin und her, bevor 1997 der Aufstieg in die Extraliga gelang. Als Meister der 1. Liga nahm der Verein an der Extraliga-Relegation teil. In dieser war die Mannschaft am HC Slezan Opava gescheitert. Nach Saisonende erwarb das Management des HC Becherovka die Lizenz des HC Olomouc und stieg dadurch wirtschaftlich in die höchste Spielklasse Tschechiens auf.hockeyarchives.info, Championnat de République Tchèque 1996/97

Seit der Saison 1997/98 gehört Energie damit der höchsten Spielklasse im tschechischen Profi-Eishockey an. Seit 2002 ist der HC Energie Tochtergesellschaft der KAREL HOLOUBEK – Trade Group a.s., einem der größten tschechischen Brennstofflieferanten, durch den der Betrieb des Eishockeyclubs und die finanzielle Zukunft des Vereins sichergestellt wird. Am Ende der Saison 2007/08 erreichte der Verein das Finale der Extraliga-Playoffs. Dort unterlag Energie dem HC Slavia Prag nach insgesamt sieben Spielen und erreichte die Vizemeisterschaft.

mini|150px|Logo des Klubs zwischen 2002 und 2020 Während der ersten Saison der neu gegründeten KHL bekundete das Management des Klubs Interesse an einer Aufnahme in diese Liga.hockeyweb.de, Ernsthafte Verhandlungen mit HC Energie Karlsbad Dafür sollte eine konkurrenzfähige Mannschaft aus tschechischen Nationalspielern nach dem Vorbild von Dinamo Riga und HK Dinamo Minsk zusammengestellt werden, während ein zweites Farmteam weiter in der Extraliga spielen sollte. Doch im Zuge der Finanzkrise wurden diese Bemühungen eingestellt. Im Dezember 2008 nahm der Klub am Spengler Cup teil und belegte den vierten Platz.

Mit der Meisterschaft in der Saison 2008/09 unter Trainer Josef Paleček – der Hauptrundenerste HC Slavia Prag wurde in der Best-of-Seven-Serie mit 4:2 besiegt – wurde der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte gefeiert.

Die Juniorenmannschaft des Klubs spielte zwischen 2012 und 2015 in der Molodjoschnaja Chokkeinaja Liga.

Im Frühjahr 2017 musste die Profimannschaft nach 20 Jahren in der Extraliga den Gang in die Zweitklassigkeit antreten, schaffte aber bereits im folgenden Jahr den Wiederaufstieg.

Im Mai 2020 veröffentlichte der Klub ein komplett überarbeitetes Corporate-Identity-Konzept, um die Veränderungen der Eigentumsverhältnisse zu berücksichtigen und dem Klub ein moderneres Image zu geben. Unter anderem wurden die Vereinsfarben auf Schwarz, Weiß und Grau umgestellt sowie ein neues Hauptlogo (ein stilisiertes E) und Alternativlogo eingeführt.

Ligenzugehörigkeit

Saisonstatistik 1951–1956 Statistik der fünf Spielzeiten in der 1. Liga zwischen 1951 und 1956.hokejkv.cz, Historie Saison Staffel Punkte Gesamt Teams 1951/1952 5. Platz 6 13. Platz 18 1952/1953 4. Platz 11 8. Platz 21 1953/1954 4. Platz 8 13. Platz 18 1954/1955 3. Platz 14 6. Platz 16 1955/1956 8. Platz 2 14. Platz 15

Saisonstatistik seit 1997 Saison Hauptrunde Punkte Endrunde Kapitän Trainer1997/1998 13. Platz 30 13. Platz Pavel Bláha Karel Trachta, Milan Kašpárek, Josef Beránek senior1998/1999 11. Platz 38 11. Platz Pavel Bláha Josef Beránek senior, Karel Trachta, Milan Kašpárek1999/200011. Platz 40 11. Platz Petr PavlasMiloš Říha und Martin Pešout2000/2001 14. Platz 49 14. Platz Libor ProcházkaMiloš Říha und Martin PešoutTomáš HerstusRadim Rulík, Tomáš Herstus, Jaromír Látal, Marek Sýkora2001/2002 10. Platz 61 10. Platz Jaromír KverkaRadim Rulík und Marek Sýkora2002/2003 10. Platz 71 10. Platz Michal MádlMarek Sýkora und Jan Votruba2003/200412. Platz 62 12. Platz Ladislav SvobodaMiloslav HořavaRichard Farda und Radim Rulík2004/200510. Platz 69 10. Platz František PtáčekRadim Rulík, Václav Baďouček, Pavel Kněžický2005/200610. Platz 71 10. Platz František PtáčekZdeněk Venera, Václav Baďouček und Pavel Kněžický2006/20077. Platz 80 9. Platz František PtáčekZdeněk Venera, Václav Baďouček und Pavel Kněžický2007/20084. Platz 85 2. Platz Václav Skuhravý Zdeněk Venera2008/20096. Platz 83 Meister Václav Skuhravý Josef Paleček, Mikuláš Antonik und Pavel Kněžický2009/2010 11. Platz 66 13. Platz Václav Skuhravý Josef Paleček, Mikuláš Antonik und Pavel Kněžický; ab November 2009 Pavel Hynek und Václav Baďouček; ab März 2010 wieder Josef Paleček und Josef Řezníček2010/2011 10. Platz 71 10. Platz Václav Skuhravý Antonín Stavjaňa, Václav Baďouček und Pavel Kněžický, ersetzt durch Václav Baďouček, Martin Pešout und Pavel Kněžický2011/2012 11. Platz 67 11. Platz Václav Skuhravý Václav Baďouček, Martin Pešout und Pavel Kněžický, ab 1. Januar 2012 Vladimír Kýhos für Václav Baďouček2012/2013 12. Platz 67 12. Platz Václav Skuhravý, Martin Zaťovič Vladimír Kýhos, Martin Pešout und Pavel Kněžický – Richard Žemlička, Jaromír Kverka und Pavel Kněžický2013/2014 12. Platz 66 12. Platz Martin Zaťovič Richard Žemlička, Karel Mlejnek und Pavel Kněžický – Karel Mlejnek, Jaromír Kverka und Pavel Kněžický2014/2015 12. Platz 62 11. Platz Radek Duda Karel Mlejnek, Jaromír Kverka und Pavel Kněžický2015/2016 14. Platz 47 14. Platz Radek Duda, Radim Bičánek Karel Mlejnek, Tomáš Mariška und Pavel Kněžický – Peter Oremus – Karel Mlejnek, Tomáš Mariška und Mikuláš Antonik2016/2017 13. Platz 49 13. Platz Václav Skuhravý Jan Tlačil, Mikuláš Antonik und Pavel Kněžický2017/20181. Liga 1. Platz 109 Meister Václav Skuhravý Martin Pešout, Tomáš Mariška und Pavel Kněžický2018/2019 13. Platz 53 12. Platz Václav Skuhravý Martin Pešout, Tomáš Mariška und Pavel Kněžický2019/2020 9. Platz 71 – Václav Skuhravý Martin Pešout, Tomáš Mariška und Pavel Kněžický2020/2021 10. Platz 73 – Václav Skuhravý Martin Pešout, Tomáš Mariška und Pavel Kněžický

Spieler Bekannte aktuelle Spieler Jakub Flek Ondřej Beránek Lukáš Pulpán Tomáš Rachůnek Petr Koblasa

Bekannte ehemalige Spieler

Meistermannschaft 2008/09 Torhüter Lukáš Mensator, Lukáš Sáblík Abwehrspieler Ondřej Němec, Josef Řezníček, Roman Prošek, Jakub Čutta, Petr Mudroch, František Bombic, Kamil Černý, Miroslav Duben, Vojtěch Kloz, Michal Dobroň Angriffsspieler Vít Budínský, Rastislav Dej, Milan Hluchý, Jan Košťál, Jaroslav Kristek, Petr Kumstát, Marek Melenovský, Lukáš Pech, Milan Procházka, Petr Sailer, František Skladaný, Václav Skuhravý, Martin Zaťovič, David Zucker Trainer Josef Paleček, Mikuláš Antonik und Pavel Kněžický

Spielstätte Seine Heimspiele trug der HC Energie Karlsbad bis zum Ende der Saison 2008/09 im 4.680 Zuschauer fassenden Zimní Stadion Karlovy Vary aus, das 1947 als Kunsteisstadion erbaut und 1975 überdacht wurde. 1990 erfolgte eine umfangreiche Sanierung der Eishalle. Den besten Zuschauerschnitt erreichte der Verein in der ersten Extraliga-Saison 1997/98, als durchschnittlich 4.318 Zuschauer die Heimspiele des Vereins besuchten.

Seit der Saison 2009/10 werden die Heimspiele in einer neuen Multifunktionsarena, der KV Arena, ausgetragen, mit deren Bau im Januar 2007 begonnen wurde. Die Eröffnung des Baukomplexes, der auch für Konzerte genutzt wird, fand am 19. Juni 2009 statt.kvarena.cz, kv arena – sportovně kulturní a společenské centrum

Weblinks

Offizielle Vereinsseite

Einzelnachweise

Karlovy Vary, HC Energie

Kategorie:Vereinsgründung 1932 Kategorie:Organisation (Karlsbad)