thumb|300px|Kartenblatt 1:250.000 (1962) mit Schouten Islands Die Le-Maire-Inseln (vereinzelt noch Schouten-Inseln genannt) sind eine kleine Inselgruppe im Pazifischen Ozean gelegen vor der Mündung des Sepik-Flusses nahe der Ostküste Neuguineas.
Die Gruppe gehört zur Provinz East Sepik des südpazifischen Inselstaats Papua-Neuguinea; während der deutschen Kolonialzeit zählte sie zum Kaiser-Wilhelms-Land.
Geographie Zur Inselgruppe gehören folgende Inseln (von West nach Ost), mit Bevölkerungsangaben aus der Volkszählung 2000:
Nr. Insel frühererName Flächekm²Bevölkerung2000 1 Vokeo Roissy 16 899 2 Koil Deblois 2 721 3 Wiei Jacquinot 9 68 4 Kadovar Blosseville 1 434 5 Blup Blup Garnot 3,5 513 6 Bam Lesson 3,8 1154 Le-Maire-Inseln 35 3789
Nicht alle Inseln sind bewohnt; auf einigen befinden sich erloschene oder noch tätige Vulkane.
Verwaltung Die Inselgruppe bildet einen Teil der Wewak Island LLG (Local Level Government Area im Wewak District der East Sepik Province).
Geschichte Die Le-Maire-Inseln wurden vermutlich schon 1545 von dem spanischen Seefahrer Íñigo Ortiz de Retez entdeckt, aber erst 1616 auf einer Expedition der beiden Holländer Willem Cornelisz Schouten und Jacob Le Maire wiedergefunden.
1823 benannte der französische Kartograph Louis Isidore Duperrey die Inselgruppe Schouten-Inseln. Allerdings hatte Le Maire schon 1616 eine rund 800 km nordwestlich in der Cenderawasih-Bucht (Indonesien, Provinz Papua) liegende Inselgruppe als Schouten-Inseln bezeichnet. Wegen der Mehrdeutigkeit wurde die von Duperrey versehentlich vergebene doppelte Bezeichnung (Schouten) später durch Le Maire ersetzt.
Siehe auch Wewak
Einzelnachweise
Quellen und Weblinks Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 450
Kategorie:Inselgruppe (Australien und Ozeanien) Kategorie:Inselgruppe (Papua-Neuguinea) Kategorie:Inselgruppe (Pazifischer Ozean) Kategorie:East Sepik Province