Sebastian Herrmann (* 27. Juni 1977 in Heidelberg) ist ein deutscher Schauspieler und Filmemacher.

Leben Sebastian Herrmann wurde in Heidelberg geboren, wuchs in Lüdenscheid auf hatte bereits früh Interesse an der Schauspielerei und dem Medium Film. 1996 beendete er die Rudolf-Steiner-Schule Wuppertal mit dem Abitur und begann im selben Jahr das Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, welches er 2000 mit dem Schauspieldiplom erfolgreich abschloss.

Es folgte ein Engagement am Schauspiel Köln, wo er bis 2004 als festes Ensemblemitglied blieb. (Intendanten Günther Krämer (–2002) und Marc Günther (2002–2007)). Von 2010 bis 2014 war er Ensemblemitglied am Staatstheater Oldenburg. Schon während seiner Studienzeit sammelte Herrmann Dreherfahrungen bei Film- und Fernsehproduktionen.

Mit seinem ersten Kurzfilm Kleine Sünden gründete Sebastian Herrmann das Einzelunternehmen Padrone Film. Sein Spielfilmdebüt als Regisseur gab Herrmann 2005 mit Mimirsbrunnr, der 2006 mit dem Kamerapreis in New York ausgezeichnet wurde. Zehn Jahre später stellte Herrmann 2015 seinen zweiten Langfilm Die Abschaffung fertig.

Sebastian Herrmann war mit der Schauspielerin und Sängerin Sandra Maria Schöner verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder.

Filmografie und Engagements Filme / Fernsehen (Auswahl) 1997: Ein Mann wie eine Waffe 1997: St. Angela 1998: Die Rettungsflieger 1998: Delta Team – Auftrag geheim! 1998: St. Pauli Nacht 1999: Die blauen und die grauen Tage 2000: Einmal Prinz zu sein 2000: Im Namen des Gesetzes 2000: Herzschlag: Das Ärzteteam Nord 2002: Kleine Sünden 2004: Alarm für Cobra 11 2006: Die Familienanwältin 2010: Toilet Stories 2015–2017, 2021: Rote Rosen 2015: In Gefahr 2016: Suspects 2021: Triff... 2021: Das Gold der Sachsen 2022: Polizeiruf 110 – Nur Gespenster 2022: Stralsund: Tote Träume 2022: Unschuldig: Der Fall Julia B.

Engagements 1997: Altonaer Theater, (Gast) 1998: Hamburger Kammerspiele, (Gast) 1999: Thalia in der Kunsthalle, (Gast) 1999: Kampnagel Hamburg, Gast 2000–2004: Schauspiel Köln 2004: Sophiensaele Berlin, (Gast) 2004: Volkstheater Wien, (Gast) 2006: Studiobühne Köln, (Gast) 2009: Ernst-Deutsch-Theater Hamburg, (Gast) 2010–2014: Oldenburgisches Staatstheater 2014: Kasemattentheater, Luxemburg, (Gast) 2016: Theater Kontraste / Winterhuder Fährhaus, (Gast) 2016: Theatres des Capucins, Luxemburg, (Gast) 2017–2023: Ohnsorg-Theater, Hamburg (Gast) 2022–2023: Theater Kiel (Gast)

Eigene Produktionen (Regie, Buch, Produktion) 1997: Ausweg (30') 2002: Kleine Sünden (45') 2004: Symphonie for a devil (4') 2005: Mimirsbrunnr (85') 2007: MC Beth – Ein HipHop-Musical (Koproduktion mit dem Schauspiel Köln) 2008: Illyrium – Musical nach Shakespeares „Was ihr wollt“ (Koproduktion mit dem Schauspiel Köln) 2009: R’n’J – Musical nach Shakespeares „Romeo und Julia“ (Koproduktion mit dem Schauspiel Köln) 2009: Weitere Aussichten, Kurzfilm. Weltpremiere auf YouTube im September 2009 2015: Die Abschaffung, Spielfilm (97')

Auszeichnungen 2000: Ensemble Hauptpreis beim Schauspielschultreffen deutschsprachiger Schauspielschulen, Potsdam 2006: Beste Kamera (International Award) für Mimirsbrunnr, New York International Independent Film & Video Festival

Weblinks Sebastian Herrmann Offizielle Internetpräsenz

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