Wojciech Żukrowski|mini Wojciech Żukrowski (* 14. April 1916 in Krakau; † 26. August 2000 in Warschau) war ein polnischer Schriftsteller, Dichter, Essayist und Literaturkritiker.

Leben Żukrowski kam aus einer Intellektuellen-Familie. Er machte 1936 das Abitur und studierte ab 1937 in Krakau Polonistik. Nach dem Überfall Deutschlands nahm er als Offizier der Polnischen Streitkräfte am Krieg teil. Nach der Gefangennahme musste er in deutschen Steinbrüchen in Krakau Zwangsarbeit leisten. Nach der Befreiung war er Offizier der Armija Krajowa und dann der Volksarmee. Er arbeitete dann in Katowice und Wroclaw publizistisch und schloss sein Studium ab.1953/54 war er Frontkorrespondent in Vietnam. Von 1956 bis 1959 stand er im diplomatischen Dienst in Indien. Żukrowski war zudem Sejm-Abgeordneter.

Er schrieb Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Reportagen und Filmszenarien, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Sein Debüt gab Żukrowski 1943 mit dem Werk Rdza. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte er zu den bekanntesten polnischen Gegenwartsautoren.

Ehrungen Żukrowski wurde in der Zeit der Volksrepublik vielfach ausgezeichnet. Neben dem Tapferkeitskreuz für seinen Einsatz erhielt er unter anderem: 1954 Offizierskreuz des Ordens Polonia RestitutaVerleihnachricht in Monitor Polski 1954, Nr. 39, S. 483. 1974 Kavalier des Ordens des Lächelns 1976 Erbauer Volkspolens 1985 Medaille „40. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“ 1987 Orden der Völkerfreundschaft der Sowjetunion

Wichtigste Werke

Aus dem Lande des Schweigens (Z kraju milczenia, 1946) Entführung in Tiurtiurlistan (Porwanie w Tiutiurlistanie, 1946) Mit der Flamingofeder geschrieben (Piórkiem flaminga czyli opowiadania przewrotne, 1947) Mein Freund, der Elefant (Mój przyjaciel słoń, 1957) Krümel von der Hochzeitstorte (Okruchy weselnego tortu, 1959) Wanderung mit meinem Guru (Wędrówki z moim Guru, 1960) Im Feuer gebadet (Skąpani w ogniu, 1961) Tage der Niederlage (Dni klęski, 1962) Der schüchterne Bräutigam (Nieśmiały narzeczony, 1964) Die steinernen Tafeln (Kamienne tablice, 1966) Der Glückspilz (Szczęściarz, 1967) Badestrand am Styx (Plaża nad Styksem, 1976) Geruch des Hundefells (Zapach psiej sierści, 1980)

Drehbücher 1959: Lotna – Regie: Andrzej Wajda 1964: Skapani w ogniu – Regie: Jerzy Passendorfer 1964: Fackeln im Wald (Barwy walki) – Regie: Jerzy Passendorfer 1969: Richtung Berlin (Kierunek: Berlin) – Regie: Jerzy Passendorfer 1969: Die letzten Tage (Ostatnie dni) – Regie: Jerzy Passendorfer 1974: Sintflut (Potop) – Regie: Jerzy Hoffman 1982: Lösegeld (Zapach psiej sierści) – Regie: Jan Batory 1986: Die entführte Prinzessin (Porwanie w Tiutiurlistanie) – Regie: Zdzislaw Kudla, Franciszek Pyter

Literatur

Gerhard Steiner u. a. (Hrsg.): Lexikon fremdsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1980; Band 3, S. 595

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Polnisch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Lyrik Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Person (Polnische Heimatarmee) Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Volksrepublik Polen) Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Offizier) Kategorie:Kavalier des Ordens des Lächelns Kategorie:Träger des Ordens der Völkerfreundschaft Kategorie:Polnischer Kriegsgefangener von Deutschland Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1916 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Mann Kategorie:Träger des Tapferkeitskreuzes (Polen)