Guitar Hero ( für „Gitarrenheld“) ist eine Videospielserie aus dem Bereich der Musikspiele. Hierbei soll der Nutzer versuchen, während des Spiels zu hörende Musikstücke auf einem speziellen gitarrenförmigen Gamecontroller möglichst authentisch nachzuspielen, indem er auf entsprechende Knöpfe des Controllers drückt.

Das Spielkonzept und die ersten beiden Teile wurden von Harmonix Music Systems entwickelt und von RedOctane veröffentlicht. 2007 wurden die Rechte an der Reihe von Activision erworben. Ab Guitar Hero III: Legends of Rock wurden alle Fortsetzungen des Spiels vom hauseigenen Entwicklerstudio Neversoft entwickelt.

Im Februar 2011 gab Activision bekannt, vorerst die Produktion einzustellen,Guitar Hero Serie eingestellt da aufgrund gesunkener Verkaufszahlen die Entwicklung und Produktion der Spiele defizitär geworden ist., metal-hammer.de, abgerufen am 10. Februar 2011

Am 20. März 2014 teilten die Entwickler mit, dass die kostenpflichtigen Zusatz-Inhalte aus sämtlichen Online-Stores entfernt und somit nicht mehr erwerbbar sind. Bereits gekaufte Inhalte sind davon nicht betroffen und können weiterhin benutzt werden.

Spielkonzept mini|Der mitgelieferte Gitarrencontroller des ersten Teils von Guitar Hero für die PlayStation 2. Eine Nachbildung der Gibson SG im Maßstab 3:4.

Nachdem der Spieler einen Song ausgewählt hat, wird dieser nicht nur akustisch wiedergegeben, sondern es erscheinen auf dem Bildschirm der Spielkonsole auf einer Art Leiste, dem sogenannten Highway, der den Gitarrenhals mit den einzelnen Saiten darstellen soll, die zu spielenden Töne. Der Benutzer kann dazu mit einem mitgelieferten Gitarren-Controller spielen, der bei Guitar Hero 1 und 2 einer Gibson SG und bei Guitar Hero 3 einer Gibson Les Paul nachgebildet ist. Dieser Gitarren-Controller simuliert eine echte Gitarre mit fünf verschiedenfarbigen Knöpfen als Bünde, einer Art Kippschalter (Strum Bar) zum Anschlagen der Saiten und einem Tremolo (Whammy Bar). Während des Spielens müssen die richtigen Knöpfe am Gitarrenhals zum richtigen Zeitpunkt gedrückt (gehalten) und gleichzeitig die „Saiten“ am Corpus mit der anderen Hand geschlagen werden. Dabei wird um Punkte und die Gunst des Publikums gespielt.

Es existiert ein Karrieremodus, bei dem man sich mit seiner eigenen Band von unten „hochspielt“. Erfolgreiche Gigs werden, je nach Leistung, die davon abhängt, wie viele Punkte man erspielt hat, mit virtuellem Geld belohnt, von dem in einem „Laden“ neue Gitarren, Kostüme, Videos, Lieder usw. gekauft werden können. Schafft man es, durch gekonntes Gitarrenspiel seine Star-Power-Leiste aufzuladen, kann man die Gitarre (die im Inneren Sensoren enthält) nach oben reißen und einen vorübergehenden, besonders punkteergiebigen und publikumsbetörenden Modus aktivieren. Die Gitarren für Guitar Hero gibt es in verschiedenen Formen und Farben.

Die Spiele selbst bieten einen einstellbaren Schwierigkeitsgrad, der sich durch die Menge und Geschwindigkeit der zu spielenden Noten sowie das Spektrum an Tönen unterscheidet: Muss man als Anfänger nur die grüne, rote und gelbe Tasten benutzen, kommen mit steigendem Schwierigkeitsgrad erst die blaue und dann die orangefarbene hinzu. Um von Grün bis Orange alle Noten zu erreichen, ist es nötig, die Hand am Gitarrenhals leicht zu verschieben, was die Handhabung zusätzlich erschwert. Die Präsentation bietet einen rockigen Comiclook mit verschiedenen Charakteren, die auf einer Bühne (anfangs in modrigen Kellern vor einer Handvoll Menschen, später in vollen Stadien) musizieren. Die Ladebildschirme bieten Tipps und Anekdoten, wie „Deine Mama zählt nicht als Fan!“, „Lass dir vom Sänger nicht die Show stehlen! Sänger sind Egomanen.“, „Ihr braucht einen Kühlschrank im Proberaum! Das ist wichtiger als ein Bassist!“ oder „Schmeiß deine Unterwäsche auf die Bühne! Ach warte, du bist noch nicht volljährig.“

Bei manchen Songs sind bekannte Rockstars wie Ozzy Osbourne oder Carlos Santana in animierter Form zu sehen.

Hauptserie

Guitar Hero

Das Original-Guitar-Hero wurde von Harmonix Music Systems entwickelt und Ende 2005 für die PlayStation 2 veröffentlicht. Der Videospiele-Entwickler Harmonix zeichnete bereits zuvor für einige Musikspiele für die PS2 verantwortlich, wie FreQuency und Amplitude. Beide Spiele, denen der große Verkaufserfolg verwehrt blieb, wurden von Kritikern und Fachpresse gelobt. Die Möglichkeit, den Controller wie ein Musikinstrument zu benutzen, war bereits in diesen Spielen vorhanden.

Nach der Veröffentlichung erhielt das Spiel Auszeichnungen für die spielerische Innovation und den Soundtrack und wurde zum Verkaufserfolg. Das Spiel enthielt 47 Rock- und Metal-Lieder verschiedener Stilrichtungen und Epochen von größtenteils populären Interpreten, wobei einige Lieder aufgrund von Lizenzkonflikten mit der Musikindustrie als Coverversionen im Spiel zu finden sind.

1. Opening Licks I Love Rock ’n’ Roll – Joan Jett & the Blackhearts I Wanna Be Sedated – The Ramones Thunder Kiss '65 – White Zombie Smoke on the Water – Deep Purple Infected – Bad Religion 2. Axe-Grinders Iron Man – Black Sabbath More Than a Feeling – Boston You’ve Got Another Thing Comin – Judas Priest Take Me Out – Franz Ferdinand Sharp Dressed Man – ZZ Top 3. Thrash and Burn Killer Queen – Queen Hey You – The Exies Stellar – Incubus Heart Full of Black – Burning Brides Symphony of Destruction – Megadeth 4. Return of the Shred Ziggy Stardust – David Bowie Fat Lip – Sum 41 Cochise – Audioslave Take It Off – The Donnas Unsung – Helmet 5. Fret-Burners Spanish Castle Magic – Jimi Hendrix Higher Ground – Red Hot Chili Peppers No One Knows – Queens of the Stone Age Ace of Spades – Motörhead Crossroads – Cream 6. Face-Melters Godzilla – Blue Öyster Cult Texas Flood – Stevie Ray Vaughan Frankenstein – The Edgar Winter Group Cowboys from Hell – Pantera Bark at the Moon – Ozzy Osbourne

Fire It Up – Black Label Society Cheat on the Church – Graveyard BBQ (Sieger des Be a Guitar Hero-Wettbewerbs) Caveman Rejoice – The Bags Eureka, I’ve Found Love – The Upper Crust All of This – Shaimus Behind the Mask – Anarchy Club The Breaking Wheel – Artillery (heute Breaking Wheel) Callout – The Acro-brats Decontrol – Drist Even Rats – The Slip Farewell Myth – Made in Mexico Fly on the Wall – Din Get Ready 2 Rokk – Freezepop Guitar Hero – Monkey Steals The Peach Hey – Honest Bob and the Factory-to-Dealer Incentives Sail Your Ship By – Count Zero Story of My Love – The Model Sons

Guitar Hero II

Aufgrund des Erfolgs des ersten Teiles erschien bereits kurz darauf der Nachfolger Guitar Hero II. Dieses Spiel gleicht dem Vorgänger und bietet nun einen Trainingsmodus und einen Mehrspieler-Modus, wobei ein Gitarren-Duett gespielt werden kann oder ein Spieler Gitarre und der andere Bass spielt. Im Spiel selbst befinden sich 64 neue Lieder. Nach der PS2-Fassung erschien später eine erweiterte Umsetzung für die Xbox 360, die einen eigenen Gitarren-Controller, diesmal im Aussehen der Gibson Explorer, erhielt. Diese beinhaltet einige Lieder exklusiv. Zusätzlich ist es möglich, einige Lieder des ersten Guitar Hero für einen Betrag über Xbox Live herunterzuladen. Es gibt bisher vier Guitar Hero Track Packs mit jeweils drei Liedern, die pro „Pack“ 500 Microsoft Points (entspricht 6 Euro) kosten.

1. Opening Licks Shout at the Devil – Mötley Crüe Mother – Danzig Surrender – Cheap Trick Woman – Wolfmother Tonight I’m Gonna Rock You Tonight – Spinal Tap 2. Amp-Warmers Strutter – Kiss Heart-Shaped Box – Nirvana Message in a Bottle – The Police You Really Got Me – Van Halen Carry On Wayward Son – Kansas 3. String-Snappers Monkey Wrench – Foo Fighters Them Bones – Alice in Chains Search and Destroy – Iggy Pop und The Stooges Tattooed Love Boys – The Pretenders War Pigs – Black Sabbath 4. Thrash and Burn Cherry Pie – Warrant Who Was in My Room Last Night? – Butthole Surfers Girlfriend – Matthew Sweet Can’t You Hear Me Knocking – The Rolling Stones Sweet Child o’ Mine – Guns n’ Roses 5. Return of the Shred Killing in the Name – Rage Against the Machine John the Fisherman – Primus Freya – The Sword Bad Reputation – Thin Lizzy Last Child – Aerosmith 6. Relentless Riffs Crazy on You – Heart Trippin' on a Hole in a Paper Heart – Stone Temple Pilots Rock This Town – Stray Cats Jessica – The Allman Brothers Band Stop! – Jane’s Addiction 7. Furious Fretwork Madhouse – Anthrax Carry Me Home – The Living End Laid to Rest – Lamb of God Psychobilly Freakout – The Reverend Horton Heat YYZ – Rush 8. Face-Melters Beast and the Harlot – Avenged Sevenfold Institutionalized – Suicidal Tendencies Misirlou – Dick Dale Hangar 18 – Megadeth Free Bird – Lynyrd Skynyrd

Raw Dog – The Last Vegas (Sieger des Be a Guitar Hero-Wettbewerbs) Arterial Black – Drist Collide – Anarchy Club Elephant Bones – That Handsome Devil Fall of Pangea – Valient Thorr FTK – Vagiant Gemini – Brian Kahanek Push Push (Lady Lightning) – Bang Camaro Laughtrack – The Acro-brats Less Talk More Rokk – Freezepop Jordan – Buckethead Mr. Fix-it – The Amazing Royal Crowns The New Black – Every Time I Die One for the Road – Breaking Wheel Parasite – The Neighborhoods Radium Eyes – Count Zero Red Lottery – Megasus Six – All That Remains Soy Bomb – Honest Bob and the Factory-to-Dealer Incentives The Light That Blinds – Shadows Fall Thunderhorse – Dethklok Trogdor – Strong Bad X-Stream – Voivod Yes We Can – Made in Mexico

Possum Kingdom – Toadies Billion Dollar Babies – Alice Cooper Hush – Deep Purple Rock and Roll Hoochie Koo – Rick Derringer Dead! – My Chemical Romance Salvation – Rancid Life Wasted – Pearl Jam The Trooper – Iron Maiden Kicked to the Curb Drink Up

Guitar Hero III: Legends of Rock

Guitar Hero 3: Legends of Rock fügt erstmals einen Koop-Karriere-Modus hinzu, bei dem gemeinsam eine leicht veränderte Setlist gespielt werden konnte. Beim ebenfalls neuen „Battle“-Modus muss mit verschiedenen Power-Ups, die es dem Gegner erschweren, die Noten zu treffen, ein Gegenspieler bekämpft werden.

Für diesen Teil der Serie wurden erstmals zwei prominente Musiker eingebunden, die sowohl als Charaktere spielbar sind als auch in einem Duell gegen den Spieler selbst antreten. Es handelt sich hierbei um Tom Morello von Rage Against the Machine, sowie Slash, den ehemaligen Gitarristen von Guns n’ Roses.Guitar Hero 3: Legends of Rock im Test. GameStar. Abgerufen am 21. März 2013. Im Jahr 2010 verklagte Slashs ehemaliger Bandkollege Axl Rose Activision auf insgesamt 20 Millionen Dollar Schadensersatz, da er mit Activision vor Erscheinen des Spiels verhandelt habe, dass Slash nicht im Spiel auftauchen dürfe.Axl Rose: Slash ist kein Guitar Hero. Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 21. März 2013.

Dem Spieler stehen über 70 Titel zum Spielen bereit, welche sich durch Bonuskontent erweitern lassen. Diese Möglichkeit steht Inhabern einer PlayStation 3 sowie Xbox 360 gegen Entgelt zur Verfügung. Musiklabels und Verlage beklagen allerdings, dass die erzielten Einnahmen aus dem Onlineshop an ihnen vorbeifließen. Der Grund ist, dass Activision die Verträge direkt mit den Musikern/Managern der Musiker abschließt, und dort wird ein Song in Guitar Hero als Promotionmaßnahme bewertet. Musiklabels und Verlage haben es schlicht versäumt sich die Verwertungsrechte an der Musik für die Nutzung „Computer und Videospiele“ zu sichern und versuchen dies in den zukünftigen Verträgen (360-Grad-Verwertung / 350-Grad-Verträge) nachzuverhandeln.

Das Spiel wurde von Neversoft für die Plattformen Playstation 3, Xbox 360, Wii und erstmals auch für den PC bzw. Mac entwickelt. Für die PC- und Mac-Portierung zeigen sich die Entwickler von Aspyr verantwortlich.

Durch die Fusion von Activision mit der Spiele-Software-Sparte von Vivendi zu Activision Blizzard profitieren die Guitar-Hero-Spiele vom umfangreichen Musikkatalog der Vivendi-Tochter Universal Music Group.