Kortessem (Limburgisch: Kotsoeve) ist seit dem 1. Januar 2025 ein Ortsteil der Gemeinde Hasselt in der belgischen Provinz Limburg. Zuvor war Kortessem eine selbstständige Gemeinde. Seit der Gebietsreform (1. Januar 1977) bestand die Gemeinde aus sechs Ortsteilen Kortessem, Wintershoven, Guigoven, Vliermaal, Vliermaalroot und Zammelen. Sie zählte zuletzt Einwohner (Stand ). Seit Januar 2023 wurde über eine Gemeindefusion mit Hasselt beratschlagt, die ursprünglich bis Ende 2023 abgeschlossen sein sollte.VRT News: Fusiegesprekken tussen Hasselt en Kortessem van start Letztlich wurde die Fusion am 1. Januar 2025 realisiert.
Der Ortsname besteht aus der seltenen Verknüpfung eines lateinischen Stammes (curtis = Hof) mit einer germanischen Endung (-heim = Heimat), wobei die Silbe „heim“ wie bei zahlreichen weiteren belgischen und niederländischen Orten über „hem“ zu „em“ geschrumpft ist. Wir lesen von Kortessem erstmals in der (Gründungs-?)Urkunde des Benediktinerklosters von Sint-TruidenDas Kloster in Sint-Truiden (frz. Saint Trond) wurde 1796 beim Einmarsch der Franzosen von den dortigen Benediktinermönchen aufgegeben. Zwanzig Brüder flüchteten zusammen mit dem letzten Abt Eucherius Knaepen nach Duisburg in Deutschland. Die Klostergebäude wurden von den Franzosen beschlagnahmt und in ein Militärhospital umgewandelt. Die Abteikirche fand als Scheune eine Verwendung. Siehe dazu auf Seite 6 im Artikel von Stephan Van Bellingen: De crypte van de voormalige abdijkerk te Sint-Truiden (prov. Limburg) 2.3 DE ABDIJ NA HET ANCIEN REGIME. Archeologie in Vlaanderen II - 1992, 279-296 von 741/742, in der „Curtrictias“ als Ausstellungsort genannt ist "anno V post obitum Theodorici regis, die VII post kalendas aprilis ... Actum in villa Curtrictias publice a supradicto Rotberto, qui hoc testamentum firmari rogavit et notari, die quo supra" für das Jahr 741/742 in: Diplomata Belgica Saint-Trond Nr.001. 847 verzeichnet das Kloster Lorsch im fernen Hessen eine Schenkung in „Curtiza“ (CL 1233). Und 1101 ist ein Adliger Mainer von Kortessem Mitglied eines königlichen Gerichts, das Heinrich IV. nach Aachen einberufen hat, um Untaten des Grafen Arnulf von Loon zu bestrafen (Regesta Imperii III,2,3, Nr.1458). Die Grafen von Loon hatten Kortessem wohl vom Abt des Klosters in Sint Truiden als Lehen erhalten. Später kam der Ort an die Familie „van Altena“ (sie soll hier 1225 ein Kanonikerstift gegründet haben) und danach an das Haus Horn, bei dem er bis zur Französischen Revolution blieb. Mit dem Herzogtum Limburg kam auch Kortessem 1815 an das Königreich der Niederlande, gehört jedoch nach der Teilung Limburgs seit 1839 zum 1830 gegründeten Königreich Belgien.
Sehenswürdigkeiten Im Schlosspark wächst neben dem Kulturzentrum Mozaïek der größte Mammutbaum in Belgisch-Limburg. Die romanisch-gotische Sint-Pieterskerk An der Grenze zu Wellen steht der „Onzelieveherenboom“, eine tausendjährige Eiche.
Persönlichkeiten Hugo Scrayen (* 1942), Radrennfahrer, geboren in Wintershoven Lowie Nulens (* 2006), Bahnradsportler
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Einzelnachweise
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