Ichinoseki (, -shi) ist eine Stadt im Süden der Präfektur Iwate auf Honshū, der Hauptinsel von Japan. Die Stadt liegt am Fluss Iwai und ist nach Morioka und Ōshū die drittgrößte Stadt innerhalb der Präfektur.
Geographie Ichinoseki liegt nördlich von Sendai und südlich von Morioka.
Der Kitakami durchfließt die Stadt von Norden nach Süden.
Geschichte Ichinoseki entwickelte sich während der Edo-Zeit zu einer Burgstadt. Bis 1868 war sie der Sitz der Tamura, die dort mit einem Einkommen in einem „Festen Haus“ von 30.000 Koku residierten.
Am 1. April 1948 wurde die erste kreisfreie Stadt mit dem Namen Ichinoseki durch Zusammenschluss zweier Gemeinden und zweier Dörfer gegründet, darunter die Stadt Ichinoseki () aus dem Kreis West-Iwai (Nishiiwai-gun).
Am 1. Januar 1955 wurden die Dörfer Ganmi (, -mura), Hagishō (, -mura), Maikawa (, -mura) und Yasaka (, -mura) nach Ichinoseki eingemeindet. Am 1. September 1956 wurden Teile der Gemeinde Hiraizumi eingemeindet, am 1. Mai 1964 kamen weitere Teile dieser Gemeinde hinzu.
Am 20. September 2005 wurden die Gemeinden Daitō (, -chō), Higashiyama (, -chō) und Senmaya (, -chō) sowie die Dörfer Kawasaki (, -mura) und Murone (, -mura), alle aus dem Landkreis Higashiiwai sowie die Stadt Hanaizumi (, -chō) des Landkreises Nishiiwai Teil der neuen Großstadt Ichinoseki. Damit verdoppelte sich ungefähr die Einwohnerzahl der bisherigen Stadt Ichinoseki, die Fläche des Stadtgebietes verdreifachte sich fast.
Verkehr links|mini|Bahnhof Ichinoseki Straße: Tōhoku-Autobahn Nationalstraße 4, nach Tōkyō bzw. Aomori Bahn: JR Tōhoku-Shinkansen: Bahnhof Shin-Hanamaki JR Tōhoku-Hauptlinie
Sehenswürdigkeiten links|mini|Geibikei Geibikei
Söhne und Töchter der Stadt Ōtsuki Gentaku (1757–1827), Rangaku-Gelehrter Ayaka Komatsu (* 1986), Japanisches Idol Reira Iwabuchi (* 2001), Snowboarderin
Angrenzende Städte und Gemeinden Rikuzentakata Kurihara Tome Kesennuma Hiraizumi (Iwate)
Städtepartnerschaften innerhalb Japans
Miharu (Landkreis Tamura, Präfektur Fukushima) vereinbart mit der bisherigen Stadt Ichinoseki am 8. August 1987 Kesennuma (Präfektur Miyagi) vereinbart zwischen den bisherigen Städten Ichinoseki und Kesennuma am 1. Mai 1997 vereinbart zwischen den bisherigen Städten Kesennuma und Murone am 8. Mai 2003 Tanabe (Präfektur Wakayama) vereinbart zwischen der Gemeinde Murone und der Stadt Hongu am 8. August 1987 Yoshikawa (Präfektur Saitama) vereinbart mit der Gemeinde Murone am 15. April 1997
Literatur S. Noma (Hrsg.): Ichinoseki. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 582. Papinot, Edmond: Ichinoseki- In: Historical and Geographical Dictionary of Japan. Nachdruck der Ausgabe von 1910 durch Tuttle, 1972. ISBN 0-8048-0996-8. S. 193.
Weblinks
Kategorie:Ort in der Präfektur Iwate
Kategorie:Ehemalige japanische Präfekturhauptstadt