Sieben Mulden und eine Leiche ist ein Dokumentarfilm des Schweizer Journalisten Thomas Haemmerli.

Handlung Ausgerechnet an seinem vierzigsten Geburtstag erfährt Thomas Haemmerli vom Tod seiner Mutter. Der nächste Schock ist die komplett vermüllte Wohnung der Verstorbenen. Einen Monat lang räumen Thomas und sein Bruder Erik auf und finden im Chaos Familienaufnahmen, die bis in die Dreissiger Jahre zurückreichen. Es ergeben sich zwei Handlungsstränge: Zum einen der Kampf gegen das Chaos, bei dem die Wohnung zunehmend leerer und sauberer wird, und zum anderen die Geschichte der Familie, die immer chaotischer wird. Der Film setzt sich sehr offen mit dem Messie-Syndrom auseinander.

Hintergründe Regisseur Haemmerli hat den Tod seiner Mutter zu verarbeiten versucht, indem er – durch seine Arbeit als Fernsehjournalist gewohnt – seine Kamera zur Dokumentation der Umgebung verwendete. Als man später bemerkte, dass das Material auf grosses Interesse stieß, wurde daraus ein Dokumentarfilm produziert. mini|Szene aus dem Film

Kritiken

Wissenswertes Der junge Kofi Annan kommt im Film vor, weil er zu Gast auf der Hochzeitsfeier von Haemmerlis Eltern war.

Der Film wurde 2006 von der Zürcher Filmstiftung mit CHF 90’000 gefördert.Zürcher Filmstiftung:

Internationale Veröffentlichung Das erste offizielle Screening ausserhalb der Schweiz war im April 2007 anlässlich des Hot Docs Canadian International Documentary Film Festivals in Toronto/Kanada unter dem Titel „Seven dumpsters and a corpse“.

In Deutschland wurde der Film im Herbst 2007 auf mehreren Filmfestivals gezeigt. Er kam in der Schweiz im März 2007 in die Kinos, startete deutschlandweit am 17. April 2008 und im Oktober 2008 in Österreich.

Auszeichnungen Zürcher Filmpreis 2007 Publikumspreis der Duisburger Filmwoche 2007 Nomination Schweizer Filmpreis 2008

Weblinks Trailer (englisch)

»Messies haben tausend Tricks auf Lager« – Interview mit Regisseur Haemmerli

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2007 Kategorie:Schweizer Film Kategorie:Dokumentarfilm