|} Die Bahnstrecke Fredericia–Flensburg ist eine Eisenbahnverbindung zwischen Dänemark und Deutschland. Ihre südliche Fortsetzung ist die Bahnstrecke Neumünster–Flensburg. Sie ist Teil der Jütlandlinie.

Die Strecke ist zwischen Tinglev und Padborg eingleisig, sonst zweigleisig.

Geschichte Für den Streckenabschnitt Padborg–Vamdrup erfolgte die Erteilung der Konzession am 1. Januar 1862.

Die Strecke wurde am 15. Juni 1864 durch die Nordschleswigsche Eisenbahngesellschaft von der Nordschleswigschen Weiche bei Flensburg-Weiche bis Rothenkrug (seit 1920 dänisch: Rødekro) in Betrieb genommen, der weitere Ausbau nach Wojens folgte am 1. Oktober 1864. Der Lückenschluss bis an die damals neue deutsch-dänische Grenze bei Farris war am 1. Januar 1866 fertig.

Betriebsmittel und Werkstätten der Anfangszeit sind in Schleswigsche Eisenbahn, Betriebsmittel beschrieben.

Nach dem Verlust Schleswigs im Preußisch-Dänischen Krieg ging das Eigentum an der Strecke ab dem 1. Januar 1870 an die Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft über. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Volksabstimmung in Schleswig übernahm Dänemark die Strecke wie ganz Nordschleswig ab der neuen Grenze bei Padborg, sodass seit dem 1. Juni 1920 die Dänischen Staatsbahnen Eigentümer sind. Der Grenzbahnhof ist seitdem Padborg.

Zweigstrecken Von dieser Strecke aus wurde Nordschleswig mit seinen Städten Sonderburg, Apenrade und Hadersleben rasch mittels Zweigstrecken angeschlossen:

Strecke Länge[km] Eröffnung dänisch: Vojens–Haderslev / deutsch: Woyens–Hadersleben 11,88 2. Mai 1866 dänisch: Tinglev–Tønder / deutsch: Tingleff–Tondern 26,72 26. Juni 1867 dänisch: Rødekro–Aabenraa / deutsch: Rothenkrug–Apenrade 6,74 12. September 1868 dänisch: Havnebane Aabenraa / deutsch: Hafenbahn Apenrade 0,97 12. Juni 1889 dänisch: Padborg–Tørsbøl–Sønderborg / deutsch: Pattburg–Törsbüll–Sonderburg 39,28 15. Juli 1901 dänisch: Tinglev–Tørsbøl / deutsch: Tingleff–Törsbüll 16,65 15. Juli 1901 Ferner entstanden in den neuen deutschen Kreisen die Kreisbahngesellschaften Apenrader Kreisbahn und Haderslebener Kreisbahn, die ihren Teil zur Erschließung Nordschleswigs beitrugen. In Sonderburg konnte nach einem kurzen Fußweg zur Kreisbahn auf Alsen gewechselt werden.

Streckenausbau Nach dem zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Vojens und Tinglev 1996 wurde von Banedanmark zwischen Vamdrup und Vojens ein zweites Gleis eingebaut und der Streckenabschnitt für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h hergerichtet. Das Baurecht für das Projekt wurde am 23. Mai 2012 erteilt. Der Ausbau begann im Frühjahr 2014 und wurde im Herbst 2015 abgeschlossen.

Elektrifizierung Die Strecke Padborg–Flensburg wurde am 2. Juni 1996 mit der in Deutschland üblichen Spannung von 15.000 Volt 16⅔ Hz elektrifiziert. Am 1. April 1997 folgte die Strecke Fredericia–Padborg mit der in Dänemark üblichen Spannung von 25.000 Volt 50 Hz. Am Bahnhof Padborg gibt es einen spannungslosen Abschnitt zur Trennung der beiden Systeme. Grenzüberschreitende Züge müssen in der Lage sein, beide Stromsysteme zu verarbeiten.

Personenverkehr Zwischen Fredericia und Flensburg verkehren IC-Züge sowie zwischen Hamburg und Kopenhagen EC-Züge über diese Strecke, mit Halt in Padborg, Kolding, Odense und Ringsted. Im Abschnitt Fredericia–Tinglev verkehren zusätzlich ICL-Züge, die in Tinglev auf die Bahnstrecke Sønderborg–Tinglev mit Zielbahnhof Sønderborg übergehen.

Der Bahnhof Taulov wird durch Regionalbahnen bedient, die von Fredericia ab Lunderskov nach Esbjerg fahren.

Literatur Erich Staisch: Der Zug nach Norden, Kabel Verlag, Hamburg 1994, ISBN 3-8225-0298-7

Weblinks

Einzelnachweise

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