miniatur|Dorrit Weixler auf einer Fotografie von Nicola Perscheid miniatur|Grabstein von Dorrit Weixler auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf mit der Inschrift „Ernst ist das Leben, Heiter ist die Kunst“ Dora „Dorrit“ Helene Weixler (* 18. Dezember 1888 in Magdeburg; † 30. November 1916 in Gütergotz) war eine deutsche Schauspielerin der Stummfilmzeit.
Leben und Wirken Die Tochter des Schlossers Paul Weixler und seiner Frau Emilie, geb. Biedermann,Stadtarchiv Magdeburg, Geburtsregister Standesamt Magdeburg-Buckau, Nr. 1030/1888 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). kam bereits als Kleinkind mit ihrer Familie nach Berlin. 1911 erschien sie erstmals in Kurzfilmen auf der Leinwand. 1913 begann ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Stummfilmregisseur Franz Hofer bei der Luna Film. Er präsentierte sie in seinen Filmen als unverschämten Backfisch, wiederholt im Matrosenanzug, als einen Frechdachs, der erst durch den richtigen Mann gezähmt wird. In diesen Rollen wurde sie schnell populär. Ihr Partner war unter anderem Ernst Lubitsch.
Im Jahr 1915 wechselte sie zur Oliver Film, doch ihre Rollen änderten sich nicht wesentlich. Ende Mai 1916 stand sie im Theater am Nollendorfplatz im Rahmen einer „Dorrit-Weixler-Woche“ auf der Bühne. Vor ausverkauftem Haus brach sie bei einem Sketch mit Tanzeinlage zusammen. Als Gründe wurden Liebeskummer oder ein Nervenleiden gemutmaßt. Die Dreharbeiten zu einem neuen Film mussten aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes abgebrochen werden. Wegen ihrer Abhängigkeit von Morphin kam sie in das Sanatorium Parforceheide in Gütergotz, wo sie wenig später im Alter von nur 27 Jahren starb.Kreisarchiv Potsdam-Mittelmark, Sterberegister Standesamt Stahnsdorf, Nr. 63/1916. Am 4. Dezember 1916 wurde sie auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf beigesetzt.
Die Schauspielerin Grete Weixler war ihre jüngere Schwester.
Filmografie 1911: Alwin auf der Hochzeitsreise 1911: Seine erste Liebe 1912: Fräulein Chef 1913: Das Töpfchen 1913: Der Thronfolger 1913: Die das Glück narrt 1913: Die Königin von Saba 1913: Der neue Unterpräfekt 1913: Das rosa Pantöffelchen 1914: Schwitzbad G.m.b.H. 1914: Das Liebesbarometer 1914: Der unsichtbare Zeuge 1914: Malheurchen Nr. 8 1914: Sein Störenfried 1914: Todesrauschen 1914: Deutsche Helden. Um des Lebens Glück betrogen 1914: Weihnachtsglocken 1914 / Heimgekehrt 1914: Fräulein Piccolo 1915: Ein verliebter Racker 1915: Kammermusik 1915: Dorrits Chauffeur 1915: Auf Hoheits Fürsprache 1915: Die Mieze von Bolle 1915: Aschenbrödelchen 1916: Die gestörte Hochzeitsnacht 1916: Das Recht der Erstgeborenen 1916: Maria 1916: Dorrit bekommt eine Lebensstellung 1916: Dorritchens Vergnügungsreise 1916: Dorrits Eheglück
Literatur Alexandra Obradović: Dorrit Weixler – Schauspielerin. In: Hans-Michael Bock (Hrsg.): CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film. Lieferung 34, edition text + kritik, München 2000.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1888 Kategorie:Gestorben 1916 Kategorie:Frau