Narashino (, -shi) ist eine Großstadt in der Präfektur Chiba auf Honshū, der Hauptinsel von Japan.

Geographie Narashino liegt östlich von Funabashi und westlich von Chiba an der Bucht von Tokio.

Geschichte Am 3. Juni 1903 wurde das Dorf Tsudanuma (, -mura) zur Gemeinde (Machi) Tsudanuma (, -machi) erhoben. Im Russisch-Japanischen Krieg brachte man 11791 Gefangene auf dem örtlichen Truppenübungsplatz Narashino unter. Von September 1915 bis zur Jahreswende 1919/20 befand sich dort ein Kriegsgefangenenlager mit rund 890 Deutschen aus Tsingtau.Seitz, Ludwig; Die Post der Tsingtauer in japanischer Gefangenschaft: 1914–1920; Berlin 1998, S. 224. Am 1. August 1954 benannte sich die Gemeinde Tsudanuma zur Gemeinde Narashino () um und erhielt am gleichen Tag das Stadtrecht.

Narashino war im Zweiten Weltkrieg eine Militärbasis. Heute ist die Stadt ein Wohnvorort von Tokio. Die Technische Hochschule Chiba befindet sich hier, und die Nihon-Universität hat einen Campus hier.

Verkehr Straße: Higashikantō-Autobahn nach Tokio oder Kashima Nationalstraße 14 Nationalstraßen 357 Zug:Bahnhof Tsudanuma JR Chūō-Sōbu-Linie Keisei-Hauptlinie nach Ueno und Narita

Bildung Chiba Kōgyō Daigaku

Städtepartnerschaften Tuscaloosa, Vereinigte Staaten, seit 1986

Söhne und Töchter der Stadt Kōta Hattori (* 1977), Fußballspieler Masatoshi Ishida (* 1995), Fußballspieler Daichi Suzuki (* 1967), Schwimmer

Angrenzende Städte und Gemeinden Chiba Funabashi Yachiyo

Einzelnachweise

Literatur S. Noma (Hrsg.): Narashino. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1054.

Weblinks

Kriegsgefangenenlager Narashino

Kategorie:Ort in der Präfektur Chiba Kategorie:Ort mit Seehafen